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Uli Hoeneß befürchtet Unruhe im Kader

Uli Hoeneß: „Es wird eine große Kunst, diese Ansammlung von Stars bei Laune zu halten“

Uli Hoeneß befürchtet Unruhe im Kader

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Der Bayern-Präsident wirkte entspannt wie lange nicht mehr und sprach offen über den großen Kader. Die Diskussion um die „Super-Bayern“ ist ihm mehr als bekannt.

NACHLESE
Aus München berichtet Fabio Porta


Beim Uli-Hoeneß-Cup am Mittwoch ließ der FC Bayern München beim 2:0-Sieg gegen den FC Barcelona nichts anbrennen. Philipp Lahm und Mario Mandzukic sorgten mit ihren Toren für einen ungefährdeten Sieg gegen die Katalanen.  Von der Diskussion um die „Unbesiegbaren“ zeigen sich die Triple-Gewinner unbeeindruckt. Uli Hoeneß weist dennoch auf ein Problem hin.

Trotz des Verkehrschaos vor der Allianz Arena und der Verspätung der Katalanen sahen die Zuschauer eine gute erste Hälfte, ehe das Spiel aufgrund der vielen Wechsel verflachte. Nach der Partie spürte man die neue Euphorie der Bayern-Fans, die mit ihren Familien und Kindern auf die Stars vor der Arena warteten, um ein Foto zu schießen oder nach Autogrammen zu fragen. Javi Martinez wurde gar während der Heimfahrt aus dem Stadion an seinem Auto von den kleinen Anhängern belagert, um noch ein letztes Autogramm zu bekommen. Der Spanier unterschrieb fleißig und fuhr dann weiter.

Insgesamt war es ein eher entspannter Abend in der Allianz Arena, wie sich bei Bayern-Präsident bemerkbar machte: „Wir können mit der Vorbereitung zufrieden sein. Man merkt, dass eine sehr, sehr gute Mannschaft heranwächst“, ist sich Hoeneß sicher. Für Pep Guardiola gibt es viel Lob: „Ich bin total begeistert. Er ist ein lockerer Typ, der sehr zielstrebig arbeitet. Er setzt die Spieler mit einer lockeren Art und Weise unter Druck, das sieht man zurzeit auf dem Platz.“



2:0 „ordentlich“

„2:0 gegen Barcelona zu spielen, ist sehr ordentlich, und wenn die letzte Saison nicht gewesen wäre, dann wäre es außergewöhnlich“, brachte Thomas Müller die Leistung gegen die Katalanen auf den Punkt. Noch vor einem Jahr hätte man von so einem Ergebnis geträumt, nun hat man eher damit gerechnet.

Philipp Lahm wurde wieder im Mittelfeld eingesetzt und fühlte sich so wohl, dass er zum 1:0 per Kopf traf. Dennoch sei das nicht alles, was man von den Bayern erwarten kann: „Uns hilft jedes Spiel, um uns weiterzuentwickeln und um zu verstehen, was der Trainer von uns will. Das haben wir am Wochenende schon gemacht und heute war es auch ordentlich, aber wir brauchen noch ein bisschen Zeit, um zu hundert Prozent da zu sein, wo der Trainer uns haben will. Es geht noch besser, defensiv wie offensiv“, erklärte er nach der Partie in der Mixed Zone.



Spielchen sind bekannt

Nach den deutlichen Siegen am Wochenende bekommen die anderen Vereine „Angst“ vor einer langweiligen Saison. Für Hoeneß ist das Taktik: „Wenn Bayern mal deutlich Meister wurde, dann schieben alle anderen Vereine die Verantwortung dem FC Bayern zu, um den Druck noch mehr zu erhöhen. Das Spielchen kennen wir.“ Auch Müller war davon unberührt: „Von den Super-Bayern ist schon länger die Rede, das haben wir bisher gut auf die Reihe bekommen. Da verändert sich für uns nichts.“ Für Thiago Alcantara gibt es nach dem guten Einstand ein Sonderlob: „Er ist ein exzellenter Spieler, fußballerisch auf sehr hohem Niveau und so als Typ passt er gut bei uns rein.“

Die Kunst, alle Stars zu beschäftigen

Die Ansichten bezüglich des breiten Kaders der Bayern sind verschieden. Für Uli Hoeneß stellt die große Auswahl ein Problem dar: „Bei einem Kader, der qualitativ so gut besetzt ist, wie unserer, muss man darauf achten, dass alle zum Einsatz kommen. Das wird aber sicherlich nicht dazu führen, dass jede Woche fünf oder sechs andere Spieler zum Einsatz kommen. In Barcelona hat Pep Guardiola auch nur in bestimmten Fällen rotiert. Das wird hier die große Kunst sein, diese Ansammlung bei Laune zu halten.“

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