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Bilder von jubelnden Fortunen dürfte es nun wieder öfters geben

Fortuna Düsseldorf will sofort zurück in die Bundesliga

Bilder von jubelnden Fortunen dürfte es nun wieder öfters geben

Bongarts

Der Abstieg ist verdaut, Fortuna Düsseldorf greift wieder an: Zum Start wollen die Rheinländer die Weichen auf sofortigen Wiederaufstieg stellen. "Es kribbelt", sagt der Coach.

Special Report
Von Tim Röhn

Düsseldorf.
Das große Spiel gegen Köln steigt ja erst am zweiten Spieltag, aber für Peter Frymuth ist das kein Problem. "Ich fiebere einzig und allein dem Spiel am Montag entgegen", sagte der Präsident von Fortuna Düsseldorf vor dem ersten Spiel in dieser Zweitliga-Saison gegen Energie Cottbus.

Die Rheinländer wollen dort den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen, die mit der sofortigen Rückkehr in die Bundesliga abgeschlossen werden soll – selbst wenn das niemand so deutlich sagt. In Düsseldorf geben sie sich zurückhaltend, man wolle "zum Kreis der fünf, sechs Top-Mannschaften" gehören, sagt Frymuth.

Dabei ist klar: Die ganze Stadt giert nach der Hinrunde der vergangenen Saison, die so viel Freude machte, nach noch mehr Bundesliga-Fußball. Außerdem sind die Vorzeichen für den Wiederaufstieg sehr gut. Cheftrainer Mike Büskens, der Norbert Meier abgelöst hat, und Sportdirektor Wolf Werner haben – das haben zumindest die Vorbereitungsspiele angedeutet – eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt.

Im letzten ernsthaften Test vor dem Start gewann die Fortuna gegen den aufstrebenden AS Monaco mit 3:2, es scheint, als könnte der Klub die Abgänge von Dani Schahin (Mainz), Robbie Kruse (Leverkusen) und Johannes van den Bergh (Hertha) kompensieren. Als Linksverteidiger ist Heinrich Schmidtgal (Fürth) neu im Bott, im Blick auf die Offensivabteilung ruhen die Hoffnungen auf Charlison Benschop (Brest), Giannis Gianniotas (Thessaloniki) und Levan Kenia (Lviv).

Torwartfrage ist noch nicht entschieden

Unklar ist noch, wer den Kampf um den Platz im Tor vorläufig für sich entscheidet. Fabian Giefer, die Nummer eins der vergangenen Saison, und Neuzugang Michael Rensing (Leverkusen) sind die Kandidaten. Trainer Büskens wollte in der Pressekonferenz am Freitag keine Einblicke gewähren, in welche Richtung seine Überlegungen gehen.

Auch der 45-Jährige selbst, geboren in Düsseldorf und früher selbst ein Jahrzehnt lang als Spieler für die Fortuna aktiv, steht ab Montag selbst im Fokus. Immerhin geht es für ihn nach der Entlassung in Fürth in der vergangenen Spielzeit auch um seine persönliche Rehabilitation – obwohl er nicht den Eindruck macht, als ob ihn derlei Dinge besonders beschäftigen.

"Es kribbelt. Wenn man sieht, dass hier schon wieder über 23000 Dauerkarten in der Zweiten Liga verkauft wurden, zeigt das, wie die Stadt mit Fortuna mitfiebert. Das ist auch eine Verpflichtung. Das Feuer muss vom Platz auf die Ränge springen", sagte Büskens, dessen ersten Auftritt als Fortuna-Coach am Montag mehr als 33000 Fans live im Stadion verfolgen werden.

Die Euphorie der vergangenen Jahre ist in Düsseldorf angesichts des Abstiegs zwar etwas abgeebbt, das Interesse an der Fortuna ist aber weiter riesig – und größer als je zuvor zu Zweitliga-Zeiten des Klubs.

Klar ist aber auch: Ab Montag, 20.15 Uhr, ist Fortuna in der Bringschuld. Auf Dauer werden sie mit Zweitliga-Fußball in Düsseldorf nicht gut leben können.

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