thumbnail Hallo,

Die beiden Offensivakteure haben den wohl bedeutendsten Anteil am Erfolg der "Selecao". Sie und weitere Akteure schafften den Sprung in die Topelf des Confed Cups.

Die Generalprobe für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr ist vorüber. In den vergangenen zwei Wochen gab es in Brasilien einige atemberaubende Tore und die besten Mannschaften der Welt zu sehen, die um den Titel im Confed Cup kämpften.

Im Endspiel setzte sich Gastgeber Brasilien schließlich mit 3:0 gegen Spanien durch. Eine Vielzahl von Spielern konnte auf sich aufmerksam machen – aber nicht alle haben es in die Goal-Elf des Turniers geschafft.

TOR
JULIO CESAR
BRASILIEN

Gegen Ende seiner Zeit bei Inter Mailand hatte Julio Cecars Leistung merklich abgenommen. Die Fans der Brasilianer hatten ein mulmiges Gefühl als der Torwart für den Kader des Confed Cups nominiert wurde, nachdem er zuvor mit den Queens Park Rangers aus der Premier League abgestiegen war – alles unbegründet: Der 33-Jährige Keeper zeigte während des Turniers im eigenen Land eine glänzende Vorstellung und musste erst im dritten Gruppenspiel das erste Mal hinter sich greifen. Im Halbfinale gegen Uruguay bewahrte Cesar sein Team dank eines gehaltenen Elfmeters gegen Diego Forlan vor einem frühen Rückstand. Schließlich erwies er sich im Finale gegen Spanien abermals als zuverlässiger Rückhalt.

ABWEHR
GERARD PIQUE
DANIELE DE ROSSI DAVID LUIZ
SPANIEN ITALIEN BRASILIEN

Der Weg der Spanier ins Endspiel war von einer Mischung aus starker Verteidigung und dem immer druckvollen Spiel nach vorne bestimmt. Gerard Pique hat eine schwierige Saison beim FC Barcelona hinter sich, zeigte sich beim Confed Cup aber stark formverbessert. Beim Elfmeterschießen gegen Italien behielt er zudem die Nerven, einzig die Rote Karte im Spiel gegen Brasilien trübt das Bild ein wenig. Dennoch reicht es für eine Nominierung.

David Luiz zeigte während des gesamten Wettbewerbs ebenfalls eine glänzende Leistung und darf in der Elf des Turniers nicht fehlen. Zwar werden seine Defensivqualitäten ständig in Frage gestellt, aber er strafte alle Kritiker Lügen und war kaum zu überwinden. Dazu muss man nur bei Spaniens Pedro nachfragen, der gegen Luiz einen äußerst schweren Stand hatte und keinen Stich sah.

Komplettiert wird die Abwehr von Daniele De Rossi. Der Römer hat eine turbulente Saison hinter sich und verlor unter Ex-Trainer Zdenek Zeman beim AS Rom vorübergehend sogar seinen Stammplatz. In Dress der "Azzurri" ist er hingegen unverzichtbar. Wenngleich er eigentlich als Mittelfeldspieler geführt wird, hat De Rossi gerade im Halbfinale gegen Spanien im Zentrum der Dreierkette überzeugt und über 120 Minuten die Null gesichert.

MITTELFELD
ALVARO GONZALEZ PAULINHO ANDRES INIESTA JORDI ALBA
URUGUAY
BRASILIEN SPANIEN SPANIEN

Im Mittelfeld beginnen wir mit Alvaro Gonzalez. Der Uruguayer machte im ersten Spiel gegen Spanien noch einen unsicheren Eindruck, wurde aber im Laufe des Turniers zunehmend stärker und war aus der ersten Elf nicht wegzudenken. Seine beste Leistung lieferte er zweifellos bei der bitteren Halbfinalniederlage gegen Brasilien ab.

Vor seinem Wechsel nach Europa zeigte Paulinho im defensiven Mittelfeld der "Selecao", warum er Tottenham Hotspur 18 Millionen Euro wert ist. Von der ersten Partie an, überzeugte er mit großartiger Technik, wunderbarer Ballkontrolle und eiskaltem Abschluss. Im Semifinale gegen Uruguay zog er mit seinem Kopfball kurz vor Schluss das Finalticket für Brasilien.

Zu Andres Iniesta gibt es eigentlich kaum mehr etwas zu sagen. Der Mittelfeldmann vom FC Barcelona zeigte sich während des ganzen Wettbewerbs in Topform. An nahezu allen Angriffen der "Furja Roja" schien er beteiligt gewesen, ob aus dem Zentrum heraus oder auf dem linken Flügel.

Auf der linken Seite beschließt Iniestas Teamkollege, Jordi Alba, das Mittelfeld. Nachdem er vor knapp einem Jahr das erste Mal richtig auf sich aufmerksam machen konnte, hat er sich nach seinem Wechsel nach Barcelona im Kreise der Großen etabliert. Das Highlight war sein Doppelpack beim 3:0-Sieg über Nigeria.

ANGRIFF
GIACCHERINI
FRED NEYMAR
ITALIEN BRASILIEN BRASILIEN

Emanuel Giaccherini ist womöglich nicht das glanzvollste Mitglied im italienischen Kader, aber seine Leistung verdeutlichte, dass er im System von Trainer Cesare Prandelli eine absolute Schlüsselrolle einnehmen kann. Ständig auf dem Weg zum Tor und nur schwer vom Ball zu trennen, erzielte er gegen Brasilien den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Mit etwas Glück im Elfmeterschießen gegen Spanien hätte das Turnier für ihn und sein Team noch besser verlaufen können.

Fred ist wohl der Spieler im Kader der "Selecao", hinter dem das größte Fragzeichen stand. Kann er die Rolle im Sturmzentrum Brasiliens ausfüllen? Er kann! Sein später Doppelpack gegen Italien sicherte seiner Mannschaft zunächst den Gruppensieg, bevor er auch gegen Uruguay seinen Beitrag zum Sieg leistete. Mit zwei weiteren Toren im Finale gegen Spanien hinterließ er einen makellosen Eindruck.

Schließlich fehlt noch der Star des Turniers. Vor Beginn des Confed Cups kamen Zweifel auf, ob Neymar die Ablösesumme, die der FC Barcelona für ihn zahlte, würde rechtfertigen können. Nach nur wenigen Minuten im Auftaktmatch gegen Japan, waren diese Zweifel hinfällig. Mit einem Traumtor startete er ins Turnier und ließ im weiteren Verlauf drei weitere folgen. Das 2:0 gegen Spanien war dabei das i-Tüpfelchen.

EURE MEINUNG: Welche Spieler hätten ebenfalls einen Platz in der Elf des Confed Cups verdient?

Dazugehörig