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Suche nach Götze-Ersatz: Geld allein bringt den BVB nicht weiter

Seit zwei Monaten sucht Borussia Dortmund nach einem adäquaten Götze-Ersatz - erfolglos. Woran das liegt? Möglicherweise ist das Image des Klubs noch nicht gut genug.

KOMMENTAR
Von Tim Röhn

Dortmund.
Es wirkt dieser Tage ja so, als würden sich die Vertreter von Borussia Dortmund auf dem Basar der Fußball-Hochkaräter herumtreiben. Isco wird da als Zugang gehandelt, Cristian Tello, außerdem Christian Eriksen, um nur die wichtigsten Namen zu nennen. Sie alle gelten als Kandidaten für die Nachfolge jenes Mannes, den sie beim BVB als Prophezeiung für eine goldene Zukunft angesehen haben: Mario Götze, künftig in Diensten des FC Bayern München.

Mit dem Wechsel von Götze, dem Herz des Dortmunder Spiels, hat der Klub 37 Millionen Euro verdient. Die Vereinskasse ist randvoll, die finanziellen Voraussetzungen sind erfüllt, um einen adäquaten Ersatz zu finden und schließlich auch zu verpflichten. Aber ist das Image von Borussia Dortmund schon so gut, dass die Iscos und Eriksens dieser Welt für die Schwarz-Gelben kicken? Zumal wenn Vereine wie Real Madrid ebenfalls mit Geldbündeln und Bildern ihrer großartigen Arenen winken?

Angesichts der Tatsache, dass auch zwei Monate nach der Verkündung des Götze-Abschieds und wenige Tage vor dem Beginn der Saisonvorbereitung immer noch keine Lösung gefunden ist, sind Zweifel angebracht. Noch muss bezweifelt werden, dass sich der BVB mit den ganz Großen auf dem Transfermarkt messen kann.

Der Erfolg muss wiederholt werden

Trotz des Erreichens des Champions-League-Finals in der vergangenen Runde gilt der offenbar BVB (noch) nicht als Bestandteil der absoluten Top-Vereine in Europa. Da helfen auch all die Millionen nicht. Bis es so weit ist, muss der Verein den Erfolg der Vorsaison wiederholen.

Das geht, man ahnt es, aber nur mit einem Kader, der qualitativ so hochwertig ist wie zuletzt, also mit einem Neuzugang, der dafür sorgt, dass der Götze-Abgang nicht auffällt.

Bei der Lösung des Problems müssen die Entscheidungsträger, müssen vor allem Sportdirektor Michael Zorc und Cheftrainer Jürgen Klopp beweisen, dass sie Spieler nach Dortmund lotsen können, die auch bei Europas Größten heiß begehrt sind.

Bislang konnten sie Spieler damit locken, dass beim BVB etwas entstehe. Nun müssen sie jene Kicker für sich gewinnen, die es nicht mehr nötig haben, für einen Klub zu spielen, der erst nach oben will und dort noch nicht ist. Es ist eine neue Disziplin, in der das Duo überzeugen muss.

Scheitert der BVB an dieser Herausforderung, dürfte der Erfolg der vergangenen Saison, der Vorstoß in die europäische Spitze, nur von kurzer Dauer gewesen sein.

Eure Meinung: Wen holt der BVB?

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