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Laurent Koscielny - so tickt der Mann, der beim FC Bayern im Gespräch ist

Die Gerüchte der letzten Wochen wurden gestern bestätigt: Der Triple-Sieger ist an dem Innenverteidiger interessiert. Doch was macht Koscielny aus? Ein Kurzportrait.

Von Fabio Porta

München. Die heiße Phase des Transfermarktes geht los, mittendrin der FC Bayern mit Pep Guardiola. Viel wurde und wird spekuliert, nun kommen nach und nach Details ans Tageslicht. Der Berater von Laurent Koscielny bestätigte am Montag Interesse des FC Bayern München am 27-Jährigen Innenverteidiger. Warum will der Champions-League-Sieger ausgerechnet Koscielny? Wir werfen einen Blick auf die Entwicklung des Nationalspielers.

Die Karriere begann für den Franzosen bei EA Guingamp. Im Jahr 2004 schaffte er dort den Sprung von der zweiten in die erste Mannschaft. Drei Jahre später zog es ihn zum FC Tours. Im Jahr 2009 wurde dann erstmals Ablöse für Koscielny gezahlt. Der FC Lorient ließ sich die Dienste des 27-Jährigen damals 1,2 Millionen Euro kosten. Nach nur einem Jahr bei Lorient klopfte der FC Arsenal in Frankreich an und verpflichtete Koscielny schließlich für fünf Millionen Euro. Sein aktueller Marktwert liegt bei 15 Millionen Euro, der FC Arsenal will den Franzosen nicht unter 23 Millionen Euro ziehen lassen.

Gleich in seinem ersten Jahr für die Gunners hatte Koscielny einen Stammplatz. 30 Spiele bestritt er allein in der Premier League, ein Jahr später waren es sogar 33. In dieser Saison hatte der Abwehrspieler öfter mit Verletzungen zu kämpfen und brachte es nur auf 25. Koscielny hat einen sicheren Stammplatz in der Verteidigung des FC Arsenal, wenn er fit ist.
PASST KOSCIELNY IN DIE BUNDESLIGA? DIE SICHT AUS ENGLAND
"Nach einer Eingewöhnungsphase bin ich mir sicher, dass Koscielny sich gut in der Bundesliga präsentieren würde. Natürlich müsste er einen neuen Partner in der Innenverteidigung finden – vielleicht Dante? Es ist auch ein Vorteil für ihn, eine klare Nummer Eins im Tor hinter sich zu haben, denn das hat der FC Arsenal nicht."

- Jamie Dunn | Goal UK -


Zu Beginn trauten ihm die Fans noch nicht viel zu und sahen ihn eher als Risiko an, denn Koscielny spielte etwas leichtsinnig und ungeduldig. Doch der Franzose verbesserte sich nach und nach, vor allem durch seinen Partner in der Innenverteidigung: Per ist ein sehr guter Spieler. Er liest das Spiel und ist clever. Er gewinnt die Kopfballduelle, die ich verliere. Er ist auch technisch gut und passt in die Abwehr“, lobte Koscielny den deutschen Nationalspieler.

Der 27-Jährige verfügt über eine unheimliche Ruhe und Abgeklärtheit - es ist kein Wunder, dass nur Manchester City in der letzten Saison weniger Tore als der FC Arsenal kassierte. In der Spielöffnung hat Koscielny ebenfalls gute Qualitäten – ein Grund, wieso Pep Guardiola ein Auge auf den Franzosen wirft. Er scheut keinen Zweikampf und kann auch als Außenverteidiger eingesetzt werden. Seine größeren Stärken liegen allerdings im Zentrum. Koscielny zeigte zum Beispiel in der Champions League 2011 gegen den FC Barcelona oder aber auch beim Rückspiel in dieser Saison im Achtelfinale gegen die Bayern, dass er ein großartiger Verteidiger werden kann.



Neben dem Platz ist Koscielny eher ruhig, wobei er trotzdem zu den beliebten Spielern des Vereins zählt. Bei den Fans hat er zumindest ein Stein im Brett: Zweimal schoss Koscielny das entscheidende Tor, als es für die Gunners um die Champions-League-Qualifikation ging. Im Mai letzten Jahres erzielte er das 3:2 gegen West Brom – Arsenal wurde Dritter und schaffte die direkte Quali für die Königsklasse.  Ein Jahr später erzielte er den Siegtreffer gegen Newcastle. Arsenal wurde Vierter und ließ einmal mehr die Spurs hinter sich.

Laurent Koscielny gehört nicht in die Kategorie Weltklasse, doch vielleicht gehört er zu den Puzzleteilen von Pep Guardiola, um seinen Plan beim FC Bayern zu vervollständigen. Man darf gespannt sein, ob aus dem Interesse der Bayern in nächster Zeit ein konkretes Angebot wird.

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