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Gonzalo Higuain stürmt vielleicht schon bald für einen anderen europäischen Spitzenklub

Die ultimativen Transferziele des Sommers: Gonzalo Higuain

Gonzalo Higuain stürmt vielleicht schon bald für einen anderen europäischen Spitzenklub

Getty Images

Der Argentinier Higuain möchte Real Madrid gerne verlassen - am liebsten schon in diesem Sommer. Mit dem FC Arsenal und Juventus Turin gibt es schon zwei Interessenten.

ANALYSE
Von Martin Langer

Nur wenige Spieler wurden gleichzeitig so kritisiert und waren doch so effektiv, wie der argentinische Stürmer Gonzalo Higuain von Real Madrid. Seit seiner Ankunft in der spanischen Hauptstadt im Alter von gerade einmal 19 Jahren wurde er stets an seiner 12 Millionen Euro teuren Ablösesumme gemessen, die das damalige Real-Gespann um Ramon Calderon für den bis dahin unbekannten Argentinier bezahlte. Gleich in seiner ersten Saison im Santiago Bernabeu wusste er nicht zu überzeugen. Das machte es nicht gerade leichter für ihn.

Nun, nach mehr als einem halben Jahrzehnt und 122 Toren für Real Madrid, wird seine Person erneut heiß diskutiert. Da kommt es gerade gelegen, dass mit dem FC Arsenal und Juventus Turin zwei Teams bereit wären, den Argentinier schon in diesem Sommer zu verpflichten.

Ein Blick zurück auf die Spielzeit 2006/07, als Higuain in Madrid landete: Damals erzielte der Stürmer nur zwei Tore in insgesamt 19 Ligaspielen. Bei den Anhängern der "Königlichen" hatte der Angreifer somit keinen allzu großen Kredit. Viele im Klub wollten eine schnelle Trennung forcieren, ehe der Argentinier überhaupt sein ganzes Können zeigen konnte und durfte.

Das Ende in Madrid rückte somit immer näher. In seiner zweiten Spielzeit erzielte er in 25 Ligaspielen immerhin acht Treffer - es sollte das vorerst letzte Mal sein, dass Higuain in einer Saison unter der Zehn-Tore-Marke bleibt. Dreimal in Folge toppte er daraufhin sogar die 20-Tore-Marke.

HIGUAINS KARRIERE-STATISTIK
  TEAM JAHR SPIELE TORE
River Plate 2004-07 41 15
Real Madrid 2007-13 266 122
Seine beste Saison 2009/10 war gleichzeitig auch der einzige Zeitpunkt, an dem der Argentinier als Stammspieler angesehen werden konnte - ein Status, der mit dem Abgang von Manuel Pellegrini und der Ankunft von Jose Mourinho verschwunden war. Seitdem musste sich Higuain stets mit der Konkurrenz namens Karim Benzema abfinden.

Am Ende der Spielzeit 2011/12 rückte ein Abschied aus der spanischen Hauptstadt immer näher. Mourinho überzeugte ihn aber schließlich doch zu bleiben, mit dem gleichzeitigen Versprechen auf mehr Einsatzminuten. Dieses konnte aber nicht gehalten werden und der Argentinier absolvierte zehn Spiele weniger als noch in der Vorsaison, erzielte ganze acht Treffer weniger. Somit kündigte er nach dem letzten Spiel gegen Osasuna unmissverständlich an: "Ich verlasse Real Madrid. Ich habe sieben Jahre in Madrid verbracht und das ist keine leichte Entscheidung. Ich habe hier in Madrid bei Real nie etwas als selbstverständlich betrachtet und musste stets um das kämpfen, was ich erreichen wollte. Ich kam für zwölf Millionen Euro und werde für deutlich mehr verkauft. Ich habe hier eine Menge erreicht."

Das große Problem liegt allerdings darin, dass Real Madrid seinen Stürmer nicht einfach so ziehen lassen will, ohne die passende Ablöse zu erhalten. Nach der Ankündigung von Higuain betonte Präsident Florentino Perez, dass kein Spieler den Verein einfach verlassen könne, wenn der Klub ihn verkaufen wolle. Dem Stürmer verpasste er daraufhin ein 30 Millionen-Euro-Preisschild, weit mehr als die 18 Millionen Euro Ablöse, die Juventus bereit ist zu bieten.

Von diesem Moment an, gab es mehr und mehr Gerüchte rund um die Person Higuain. Die Italiener aus Turin scheinen weiterhin die erste Wahl des Stürmers zu sein. Medien aus Spanien und Italien berichten, dass eine Verpflichtung näher rücke und sich beide Klubs schon angenähert hätten, wenn auch nur sehr langsam.

Gleichzeitig meldeten aber auch andere Klubs ihr Interesse an dem Argentinier, wie zum Beispiel der FC Arsenal. Der Premier-League-Klub würde tief in die eigene Tasche greifen, möchte allerdings ebenfalls nicht die von Perez geforderten 30 Millionen Euro Ablöse bezahlen.

Es muss weiterhin auch ein Auge darauf geworfen werden, dass Real Madrid einen Nachfolger für Jose Mourinho sucht. Ob es Carlo Ancelotti oder ein ganz anderer wird, der neue Trainer wird bei der Personalie Higuain sicherlich ein gewaltiges Wörtchen mitreden. Der Stürmermarkt ist teuer und einen richtigen Ersatz zu finden, der sich sofort in einer neuen Liga zurechtfindet, wird schwierig - Robert Lewandowski von Borussia Dortmund wäre ein möglicher Kandidat, doch der Pole müsste sich ebenfalls erst noch an die neue Stadt und das neue Umfeld gewöhnen, bevorzugt außerdem wohl einen Wechsel zum FC Bayern München.

Higuain hat während seiner Zeit in Madrid gezeigt, dass er ein guter Stürmer ist, der auch menschlich betrachtet einen ordentlichen Charakter hat. Ein echter Superstar ist er aber nie geworden. Real Madrid braucht Spieler, die von den Fans unterstützt werden und die das volle Vertrauen der Anhänger erhalten.

Madrid möchte Higuain sicherlich an den Höchstbietenden verkaufen. Doch es bleibt zu beachten, der Wille nach einer Trennung ist beim Spieler größer, als der beim Verein. So dürfte es auch keine allzu große Überraschung sein, wenn man demnächst aufwacht und hört, dass der Argentinier seine Koffer gepackt hat und sich auf dem Weg in Richtung England oder Italien befindet.

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