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Internationale Transferpläne: Inter Mailand

Die Saison ist vorbei und Goal.com widmet sich den Transferplänen von Inter Mailand. Der Champions-League-Sieger von 2010 ist dieses Jahr nicht in der Königsklasse vertreten.

ANALYSE
Von Mark Doyle

Andrea Stramaccioni hat bei Inter Mailand in den letzten Wochen seiner Amtszeit die Fans beruhigt und erklärt, Präsident Massimo Moratti sei bereits dabei, die Mannschaft zu verstärken.

Dabei wurde auch bereits Stramaccioni ersetzt. Walter Mazzarri, ehemaliger Trainer des SSC Neapel, ist der neue Coach der Mailänder, die auch bereits einige Transfer getätigt haben. Mauro Icardi, Hugo Campagnaro, Marco Andreolli, Ruben Botta und Diego Laxalt wurden verpflichtet.

Moratti wird nicht vor weiteren Transfers zurückschrecken. Sein Ziel ist es, Inter wieder zu einer Spitzenmannschaft zu formen. In diesem Transferfenster muss die Mannschaft in allen Bereichen verstärkt werden. Der Champions-League-Sieger von 2010 landete nur auf dem neunten Platz.

Goal.com präsentiert Euch die vielen möglichen Zu- und Abgänge bei Inter Mailand.

MÖGLICHE NEUZUGÄNGE


Fünf Transfers stehen bereits fest! Mauro Icardi kommt von Sampdoria Genua und hat bereits für den FC Barcelona gespielt. Hugo Campagnaro wechselt ablösefrei nach Mailand - diese Entscheidung traf der Verteidiger bereits bevor er in Erfahrung gebracht hat, dass Mazzarri Inter übernimmt. Im Juli werden außerdem Außenstürmer Diego Laxalt und Mittelfeldspieler Ruben Botta zur Mannschaft stoßen. Letzterer wird verletztungsbedingt zu Beginn der kommenden Saison nicht zur Verfügung stehen.

Inter ist auf der verzweifelten Jagd nach weiterer Verstärkung, doch der Fokus von Präsident Moratti liegt derzeit auf Verhandlungen mit Erick Thohir, einem indonesischen Investor, der sich am Projekt Inter finanziell beteiligen will. Sportdirektor Marco Branca arbeitet mit Marco Fassone und Trainer Mazzarri im Hintergrund weiter an den richtigen Transfers. Linksverteidiger Juan Camilo Zuniga soll aus Neapel nach Mailand gelotst werden. Diese Aufgabe ist allerdings schwer zu realisieren, denn Neapels Präsident Aurelio De Laurentiis ist Mazzarri nicht mehr sonderlich wohl gesinnt.

Senad Lulic von Lazio Rom wäre eine mögliche Alternative, während die Zukunft von Javier Zanetti ungewiss ist. Der mittlerweile 39-Jährige hat Probleme mit der Achillessehne. Mazzarri will außerdem einen neuen Rechtsverteidiger und ist an Dusan Basta interessiert.

Montpellier hat bereits bestätigt, dass aus Mailand ein Angebot für Younes Belhanda einegangen ist. Die "Nerazzurri" müssen sich allerdings bei dieser Transferangelengeheit mit Konkurrenten abfinden. Auch Atletico Madrid, der AC Mailand, Galatasaray und Aston Villa wollen den 23-jährigen Marokkaner. Bereits seit geraumer Zeit ist Inter an Paulinho von Corinthians Sao Paulo interessiert. Der Vertrag des Brasilianers ist bis 2015 datiert, der brasilianische Verein will eine Ablöse von rund 20 Millionen Euro erzielen.

MÖGLICHE ABGÄNGE


Fredy Guarin war noch einer der stärksten Spieler in der Saison 2012/2013 bei Inter. Der Kolumbianer kam für elf Millionen Euro vom FC Porto und soll nicht unbedingt verkauft werden. Erhält der Klub allerdings ein gutes Angebot, könnte Guarin gehen - so würde Paulinho teilfinanziert.

Ähnliches gilt für Andrea Ranocchia, der seit Monaten mit Juventus anbandelt. Möglicherweise wäre es für alle Parteien das Beste, wenn der Transfer zustande käme. Als Alternativen kämen Aleksandar Dragovic vom FC Basel und Adil Rami vom FC Valencia infrage.

Walter Samuel hatte sich bereits mit einem Abschied abgefunden, doch der Argentinier wird nun wohl eine Vertragsverlängerung unterschreiben. Auch Cristian Chivu wird mindestens ein weiteres Jahr für Inter spielen.

Matias Silvestre war bei Inter ein spektakulärer Flop und wird verkauft, während auch Alvaro Pereira für die richtige Summe gehen darf. Andre Villas-Boas ist an seinem ehemaligen Schützling interessiert.

DER TRAINER


Am 24. Mai wurde das schlechtgehütete Geheimnis der Serie A gelüftet - Walter Mazzarri übernimmt Inter Mailand und ersetzt den erfolglosen Andrea Stramaccioni. Mit dem SSC Neapel hat Mazzarri vier von Erfolg geprägte Jahre verbracht, sich mehrfach für die Champions League qualifiziert und letztes Jahr den italienischen Pokal geholt.

Mit seinem 3-4-3 hat der 51-Jährige die Neapolitaner zu einer der gefährlichsten Mannschaften der italienischen Liga geformt - defensiv stark und mit herausragenden Kontern über Ezequiel Lavezzi (mittlerweile in Paris), Marek Hamsik und Edinson Cavani. Napoli-Präsident De Laurentiis war nicht begeistert über den Entschluss seines nun ehemaligen Trainers, den Klub in Richtung Mailand zu verlassen.

Bei Inter stehen Mazzarri insbesondere im Angriff keineswegs ähnlich starke Spieler zur Verfügung, wie es noch in Neapel der Fall war. Übernimmt Investor Thohir jedoch den finanziellen Part, könnte sich das schnell ändern.

FAZIT


Derzeit ist es unmöglich, eine halbwegs genaue Prognose für Inter abzugeben - dazu ist noch zu viel ungeklärt in Mailand. Es macht aber Mut, dass Samir Handanovic für den FC Barcelona nicht infrage kommt. Die Katalanen werden sich eher um Marc-Andre ter Stegen oder Pepe Reina bemühen, sollte Victor Valdes den Verein verlassen.

Inter braucht Verstärkung, um jeden Preis. Der Klub ist allerdings nicht in der finanziellen Position, Unsummen für neue Spieler auszugeben - ein Investor könnte Abhilfe schaffen. Mit dem neuen Trainer Mazzarri und seiner eindringlichen Fußballphilosophie ist zumindest der erste Schritt in die richtige Richtung getan.

EURE MEINUNG: Spielt sich Inter Mailand in Italien wieder in die Spitze?

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