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Die Saison ist zu Ende! Nun gilt es, sich auf die neue Spielzeit vorzubereiten. Wir haben für euch einen Blick auf die Planspiele beim französischen Meister geworfen.

ANALYSE
Von Robin Bairner

Die Saison 2012/13 war Paris Saint-Germains erfolgreichste seit beinahe zwei Jahrzehnten. Mit dem Meistertitel bestätigten sie ihre Dominanz in Frankreich, konnten dazu auch international überzeugen. So hatten sie den FC Barcelona im Viertelfinale der Champions League am Rande einer Niederlage, ehe sie letztlich der Auswärtstor-Regel wegen nur knapp scheiterten. Dennoch scheint es schwierig zu werden, die Planungen für den Sommer umzusetzen, da sich zum einen mit dem AS Monaco ein (finanzieller) Konkurrent auftut, zum anderen ist die Zukunft von Carlo Ancelotti weiterhin ungewiss.

Während hinsichtlich der Qualität des Kaders nur wenige Zweifel bestehen dürften, so gibt es doch Bedenken, dass gewisse Spieler unruhig werden, sodass das Halten der Star-Spieler wichtiger als die Verpflichtung neuer Leute werden könnte.

Goal.com wirft einen Blick auf die möglichen Transferpläne des französischen Meisters!

MÖGLICHE NEUZUGÄNGE


PSG hatte bereits angekündigt, dass man in diesem Jahr nicht dermaßen investiere, wie es noch 2012 der Fall war, als man unter anderem Zlatan Ibrahimovic, Ezequiel Lavezzi und Thiago Silva holte.

Obwohl die Transfers hinsichtlich der Quantität abnehmen werden, soll die Qualität die gleiche bleiben. Sollte Gareth Bale von den Tottenham Hotspur zu Real Madrid wechseln, wird PSG alles versuchen, um Cristiano Ronaldo nach Frankreich zu locken. Obwohl der Portugiese in Spanien unruhig wird, wäre ein Transfer extrem schwer zu realisieren, behauptete Reals Präsident Florentino Perez doch kürzlich, den Superstar auch für eine Milliarde Euro nicht zu verkaufen.

Sollte dieser Deal scheitern, sieht PSG in Wayne Rooney den Mann, der dem offensiven Mittelfeld mehr Dynamik verpassen soll. Der Star von Manchester United hat bei seinen Bossen bereits um einen Wechsel gebeten, soll darüber hinaus auch offen für einen Transfer nach Frankreich sein.

Der hochtalentierte Linksverteidiger Lucas Digne vom OSC Lille ist ein weiterer Spieler, der im Sommer – für geschätzte 15 Millionen Euro – kommen könnte. Die Pariser sind bemüht, in Zukunft mehr junge, französische Spieler in ihren Reihen zu haben – sofern diese denn auch einen Qualitätsschub bedeuten.

Ansonsten gibt es kaum weitere Transfergerüchte, lediglich Yohan Cabaye und Pierre-Emerick Aubameyang wurden als Verstärkung für die Breite beziehungsweise als weitere Option für die Offensive ausgemacht. Letzterer tendiert jedoch eher zu einem Wechsel ins Ausland.

MÖGLICHE ABGÄNGE


Da die Zukunft von Trainer Ancelotti weiterhin ungewiss ist, gilt dies Gerüchten zufolge auch für die einiger Stars. Obwohl die Berater von Zlatan Ibrahimovic und Thiago Silva bekräftigten, dass ihre Klienten auch nächstes Jahr in Paris spielen, bleiben Zweifel. Ezequiel Lavezzi scheint zwar zum Teil an dem italienischen Coach zu hängen, sollte dieser aber gehen, so würde er wohl am ehesten Marco Verratti mitnehmen.

Jeremy Menez hat sich unterdessen offen für eine Rückkehr zu Monaco gezeigt, obwohl ihn PSG wohl nur dann abgeben würde, wenn sie auch Ersatz bekämen. Mamadou Sakho hat es unter Ancelotti nicht leicht. Der jüngste Kapitän der Vereinsgeschichte ist hinter den gesetzten Thiago Silva und Alex nur Reservist, hat dennoch eine überraschend große Vielzhl an Spielen absolviert. Das könnte genug sein, den in Paris geborenen Nationalspieler zuhause zu halten.

Kevin Gameiro scheint bei PSG keine Zukunft mehr zu haben. Unter Ancelotti kam er kaum zum Zug, weshalb er wohl wechseln wird. Der 26-Jährige ist dabei nicht ohne Optionen, so soll unter anderem Borussia Dortmund interessiert gewesen sein. Javier Pastore ist ein weiterer Topspieler, der Paris verlassen könnte. Vorausgesetzt, es wird ein adäquater Ersatz geholt. Dazu müsste der abnehmende Verein wohl auch einen ordentlichen Betrag auf den Tisch legen, was wiederum viele Interessenten abschrecken dürfte.

Viele dieser Personalien werden wohl erst dann entschieden, wenn auch die Zukunft ihres Trainer klar ist.

DER TRAINER


Das ist das Gebiet, auf dem die größte Ungewissheit herrscht. Trainer Carlo Ancelotti hat bereits erklärt, zu Real Madrid wechseln zu wollen, auch wenn deren Interesse zuletzt etwas abkühlte.

Sollte Ancelotti, wie von Präsident Nasser Al-Khelaifi und Sportdirektor Leonardo gewünscht, in Paris bleiben, dürfte es keine Probleme geben. Diese kämen wohl nur bei einem Abgang des ehemaligen Milan-Coaches.

Auf lange Sicht will PSG Arsene Wenger holen, aber ein Jahr vor Vertragsende wird dieser den FC Arsenal nicht verlassen. Jose Mourinho war ebenfalls ein Kandidat, hat sich aber bekanntermaßen für den FC Chelsea entschieden. Eine einjährige Interimslösung schien optimal zu sein, aber Leonardo, der hier hätte einspringen sollen, wurde vom Verband für neun Monate gesperrt, dürfte also auch nicht als Trainer fungieren.

Weitere Kandidaten sind Laurent Blanc und Roberto Mancini. Mit letzterem hat PSG bereits Gespräche geführt und dabei festgestellt, dass er unter Umständen nicht der Richtige für diesen Posten ist.

FAZIT


Für Paris Saint-Germain wird der Sommer erst dann richtig losgehen, wenn auch die Zukunft von Ancelotti geklärt ist. Es hängt viel davon ab, ob der Italiener bleibt, vor allem was den Verbleib einiger Stars betrifft. Vermutungen, dass es jedoch zu einer regelrechten Flucht der Top-Spieler kommt, sind jedoch überspitzt, obwohl Ancelottis Weggang wohl zu einer Destabilisierung des Kaders führen würde. Es läge dann an dem neuen Trainer, wieder ein großes Ganzes zu formen.

Bis klar wird, wer PSG in diesem Sommer den Rücken kehrt, werden es die Verantwortlichen schwer haben, sich auf Neuzugänge festzulegen. Sie werden aber definitiv weniger aktiv als noch in den vorherigen Jahren.

EURE MEINUNG: Wer verlässt PSG in diesem Sommer und wen holen die Franzosen dafür?

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