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Der FC Bayern hat eine weitere Chance, sich einen Eintrag in die Geschichtsbücher zu sichern. Dafür müssen sie bis zum Ende des Jahres nur drei weitere Titel holen.

Von Andreas Becker

Berlin. Der FC Bayern München hat mit dem 3:2-Sieg im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart etwas geschafft, was vor ihm noch keine deutsche Mannschaft vollbracht hat: sie haben das Triple gewonnen. "Was wir geschafft haben, ist etwas Historisches. Wir haben eine ganz außergewöhnliche Saison gespielt", sagte der Noch-Bayern-Coach Jupp Heynckes nach dem Spiel. Der FC Bayern hat in der abgelaufenen Saison Rekord um Rekord gebrochen. Was soll jetzt noch kommen?

Guardiola ist allgegenwärtig

Das ist eine Frage, die sich vor allem Pep Guardiola, der Heynckes zur neuen Saison als Bayern-Trainer ablöst, am Samstag gestellt haben dürfte. Natürlich wird sich Guardiola für die Bayern gefreut haben, doch die Erwartungshaltung an den neuen Trainer dürfte damit nicht geringer geworden sein. Und obwohl sich der 42-Jährige bisher auffällig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und auch mit Kommentaren zu seiner neuen Mannschaft - aus Respekt gegenüber seines Vorgängers, wie er selbst sagt- zurückgehalten hat, ist er allgegenwärtig und die Spieler werden nach einer Meinung zu ihm gefragt.



Erst feiern, dann Fragen zur Zukunft

"Es hat sich alles rentiert in dieser Saison, alles, was wir versucht haben. Unglaublich, was in diesem Jahr los war bei uns, das sollten wir einfach nur genießen", sagte Bastian Schweinsteiger nach dem Pokalfinale. Und ergänzte Richtung Guardiola:  "Wir sind einfach stolz, dass wir das geschafft haben. Es wird im nächsten Jahr nicht einfach werden für unseren Trainer." Arjen Robben hatte keine Lust, eine Frage nach dem neuen Trainer zu beantworten. Das sei die Zukunft, jetzt wolle man erst mal feiern.

Noch drei Titel?

Was ist drin, wie geht es mit dem FC Bayern weiter? Mit dem Gewinn des Triple ist schon etwas Historisches geschafft, doch die Bayern können sich noch einen weiteren Eintrag in die Geschichtsbücher sichern. Nämlich dann, wenn sie bis zum Ende des Jahres die drei nun noch möglichen Titel holen und so am Ende der Saison mit sechs gewonnenen Titeln dastehen. Das hat bisher nur der FC Barcelona geschafft. Das war im Jahr 2009, Trainer war damals Pep Guardiola, der dieses Kunststück nun wieder vollbringen könnte. Allerdings müsste er sich dieses Mal die Titel mit Jupp Heynckes teilen.



Viel Brisanz

Am 27. Juli trifft der FC Bayern im deutschen Supercup auf Borussia Dortmund. Ein brisantes Duell, schließlich wird der BVB alles dafür tun, um sich wenigstens ein kleines bisschen für die Niederlage im Champions-League-Finale zu rächen. Einen Monat später, am 30. August, findet  das Spiel um den europäischen Supercup statt, wo es gegen den FC Chelsea geht. Auch dieses Duell bietet einige Brisanz. Zum einen wegen der Finalniederlage in der „Königsklasse“ 2012, und zum anderen wegen des möglichen Aufeinandertreffens der ewigen Rivalen Guardiola und José Mourinho, der wohl zum FC Chelsea zurückkehrt. Das wäre  Titelchance Nummer fünf.

Es wird nicht einfach

Das halbe Dutzend vollmachen können die Bayern mit dem Gewinn der Klub-WM in Marokko (11. bis 21. Dezember). "Ich denke, das sind die besten Bayern aller Zeiten. Ich kann mich nicht erinnern, dass eine Saison so gut gelaufen ist, wie diese", erklärte Franz Beckenbauer, der über Jupp Heynckes sagt: "Er ist der Vater des Erfolgs. Wie die Spieler zu ihm stehen, wie er mit den Spielern umgeht. Besser kann es gar nicht sein." Diese Saison, diese vielen Erfolge noch zu toppen, wird nicht einfach für die Bayern und ihren neuen Trainer. Doch die Chance ist da, und ein neuer Eintrag in die Geschichtsbücher winkt.

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