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Das Triple ist gewonnen: Der FC Bayern schreibt Geschichte

Zum ersten Mal in der Geschichte hat eine deutsche Mannschaft das Triple gewonnen. Nun hat der FC Bayern endlich allen Grund zu feiern.

Vom Pokalfinale berichtet Andreas Becker

Berlin. Bemüht trat der VfB Stuttgart in der letzten Viertelstunde des DFB-Pokalfinals gegen den FC Bayern München auf, fast schon überehrgeizig, um doch noch irgendwie den 3:3-Ausgleich zu erzwingen. Doch es half nichts, am Ende verließ der deutsche Rekordmeister den Platz als Sieger. Der 3:2-Sieg bedeutete, dass die Bayern einen neuen Rekord aufgestellt haben: als erste deutsche Mannschaft das Triple zu gewinnen.

Bayern schreiben Geschichte

"Was wir geschafft haben, ist etwas Historisches. Wir haben eine ganz außergewöhnliche Saison gespielt", sagte der scheidende Jupp Heynckes nach dem Spiel. "Ich bin sehr glücklich, vor allem für meine Spieler. Im Speziellen für die Spielergeneration um unsere zwei Kapitäne, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger – das sind sensationelle Fußballer, die haben das verdient."

Gomez trifft doppelt

Der Spielverlauf des Pokalfinals ist schnell erzählt. Thomas Müller besorgte kurz vor der Pause per Elfmeter die 1:0-Führung. Kurz nach der Pause traf Mario Gomez gegen seinen Ex-Klub zum 2:0, "zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt", wie VfB-Kapitän Serdar Tasci nach dem Spiel sagte. Dem 3:0 nach einer Stunde, erzielt erneut durch Gomez, ging eine schöne Kombination von Lahm und Thomas Müller voraus. Erst danach wurden die Stuttgarter zielstrebiger, Martin Harnik verkürzte in der 71. Minute auf 1:3.

VfB ist enttäuscht

Die Bayern befanden sich in der Folge gedanklich schon im Sommerurlaub, wirklich zwingend waren ihre Aktionen nicht mehr. Und so war der 2:3-Anschlusstreffer durch Harnik zehn Minuten vor dem Ende nur die logische Konsequenz. Der VfB versuchte noch einmal alles, doch die Bayern brachten die Führung über die Zeit. "Die Enttäuschung ist groß. Wir hatten die Hoffnung, die Bayern schlagen zu können", sagte VfB-Coch Bruno Labbadia. "Wir haben am Ende ein, zwei individuelle Fehler zu viel gemacht."

Tolle Atmosphäre

Die Atmosphäre im mit 75.420 Zuschauern restlos ausverkauften Olympiastadion war "gigantisch", wie Heynckes sagte, und so konnte die große Party nach dem Abpfiff steigen. "Berlin ist ein absolutes Highlight", ergänzte der 68-Jährige. Und Manuel Neuer ließ schon mal erahnen, was am späten Abend noch los sein würde: "Bei der Feier wird jeder Vollgas geben." Jetzt dürfen sie ja auch endlich feiern, nachdem Jupp Heynckes das nach dem Finale der Champions League noch verboten hatte. Die Konzentration sollte hoch gehalten werden.



Keine Motivationsprobleme

Sorgen, dass die Spieler das Pokalfinale vielleicht nicht mehr ganz ernst nehmen würden, waren aber schon vor der Partie völlig fehl am Platz. "Es war nicht so schwierig, uns zu motivieren", sagte Arjen Robben. "Wir wollten das Triple gewinnen. Nach dem gewonnenen Champions-League-Finale konnten wir mit breiter Brust ins Spiel gehen." Eine Frage zum neuen Trainer Pep Guardiola und wie das in dieser Saison Erreichte noch zu toppen sein soll, wollte Robben nicht beantworten. Das sei die Zukunft, jetzt wolle man erst mal feiern.

Eintrag in die Geschichtsbücher

Jupp Heynckes wird im Mittelpunkt der Feier stehen. Er ist der Garant des größten Erfolges der Vereinsgeschichte. Wie es nach dieser Saison nun mit ihm weitergeht, ist noch unklar. "Ich habe den Entschluss gefasst, am Dienstag eine Pressekonferenz zu geben. Dann werde ich definitiv sagen, ob es weitergeht oder nicht", erklärte Heynckes. Eines ist aber schon jetzt klar: Einen Platz in den Geschichtsbüchern hat der Bayern-Trainer sicher.

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