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FC Barcelona: Habemus Neymar oder so

Nun ist es also in trockenen Tüchern. Neymar verlässt seine Heimat und geht zum FC Barcelona. Ein Schritt nicht ganz ohne Risiken - für beide Seiten.

KOMMENTAR
Von Fabian Biastoch

Es ist nun vollbracht. Habemus Neymar oder so. Der begehrteste Jüngling der Welt hat eine neue Heimat gefunden. Neymar wird für geschätzte 28 Millionen Euro zum FC Barcelona wechseln. Zusammen mit Lionel Messi auf dem Platz stehen und möglichst viele Tore schießen.

Es ist eine Millioneninvestition, die hochspekulativ ist. Ohne Frage ist Neymar ein begnadeter Fußballer. Seine Fähigkeiten den Ball zu führen, zu spielen sind unbestritten. Aber bildet er auch mit Lionel Messi ein so kongeniales Duo, wie es scheinbar geplant ist?

Gute Frage, nächste Frage. Die Zeit wird sie beantworten, nur eines ist jetzt schon sicher. Um überhaupt ein ganz Großer werden zu können, musste er nach Europa wechseln. Dafür ist die Serie A noch zu schlecht. Auch Messi wäre nicht der zurzeit beste Fußballer der Welt, würde er in Argentinien oder Südamerika spielen.

Auf ähnlichen Spuren bewegte sich auch einmal ein gewisser Robinho. Für viel Geld ging er ebenfalls vom FC Santos nach Spanien. Auf der einen Seite musste er mit Verletzungen kämpfen, doch Weltfußballer war er nie. Es war "La Pulga" und eben nicht Robinho, obwohl dem Brasilianer genau diese Zukunft vorhergesagt wurde.

Neymar nach dem verlorenen Finale des Olympischen Fußballturniers 2012

Der Wechsel kommt ein Jahr zu früh

Neymar sollte erst nach der Heim-Weltmeisterschaft 2014 wechseln. Nun beschreitet er den ihm vorgezeichneten Weg ein Jahr früher. Er kommt bei Barca in eine funktionierende Mannschaft, ja, in einen funktionierenden Verein, der eine ganz spezielle Philosophie lebt. Daran wird sich Neymar gewöhnen müssen. Die Geschichte hat gezeigt, dass es für La-Masia-Fremde eine Weile gedauert hat sich einzuleben. Auch Neymar wird kaum vom ersten Tage an zu 100 Prozent ein Katalane sein können.

In diesem Sommer und im Jahr danach hat Neymar Zeit, zu zeigen, dass er wirklich ein großer Spieler ist oder besser gesagt auf diesem Weg dorthin ist. Bei Olympia 2012 verpasste er die Chance. Immerhin ist die Sprachbarriere und das Lebensgefühl in Barcelona nicht komplett anders, der Fußball aber schon.

Man möge sich nur vorstellen, er sitzt auf der Bank und bekommt keine Spielpraxis. Spieler ohne Einsätze fahren nicht zu großen Turnieren.

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