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Nach der Heimniederlage gegen Schalke wollte beim SC Freiburg noch keine richtige Feierstimmung aufkommen. "Auf Befehl freuen, das kann ich nicht“, erklärte Christian Streich.

Freiburg. So richtige Freude wollte noch nicht aufkommen. Um viertel nach fünf Ortszeit hatte sich der SC Freiburg trotz einer 1:2-Heimniederlage gegen den FC Schalke 04 für die Europa League qualifiziert. Aber auch am Ende einer tollen Saison stand das Sportliche im Mittelpunkt. „Wir haben gerade ein Spiel verloren – und auf Befehl freuen, das kann ich nicht“, erklärte Trainer Christian Streich auf der Pressekonferenz, als er nach seinen Glücksgefühlen gefragt wurde.

Vor allem das Zustandekommen der Niederlage gegen die lange Zeit passiven, aber abgekochteren Gäste aus dem Ruhrpott ärgerte den SC-Trainer: „Halten Sie mich nicht für arrogant, aber wir hätten es heute absolut verdient gehabt, das Spiel zu gewinnen.“ Trotz besserer spielerischer Anlage reichte den Knappen eine Körpertäuschung von Julian Draxler, die Mensur Mudjza aussteigen ließ, um mit dem ersten Torschuss in Führung zu gehen. Nur wenige Minuten nach dem verdienten Ausgleich durch Jonathan Schmid landete ein Konter der Knappen zum 2:1 im SC-Tor.

„Wir haben zum falschen Zeitpunkt das zweite Gegentor bekommen“, ärgerte sich auch Innenverteidiger  Matthias Ginter, der diese Woche von Rainer Adrion für den Kader der U 21-Nationalmannschaft nominiert wurde. Nach Ballverlust im Spielaufbau durch Schuster standen die Breisgauer ungeordnet, dann kam auch noch Pech hinzu: Immanuel Höhn schoß beim Klärungsversuch von Jones' Schuss Schuster an, der Ball landete zum 2:1 im Tor. Bei seiner Auswechslung trat der Kapitän frustriert gegen eine Wasserkiste.



Mit seinem Unmut war er nicht alleine: „Wie schon gegen Stuttgart im DFB-Pokal-Halbfinale haben wir es nicht zu Ende gebracht“, trauerte Jan Rosenthal der Möglichkeit nach, sich mit der Qualifikation für die Königsklasse von den SC-Fans zu verabschieden, in der nun Schalke spielt. „Das Schalke sich hier hinten rein stellt und lange Bälle schlägt, spricht für sich. Es ist noch keiner richtig in Feierstimmung“, zeichnete der Mittelfeldmann nach Abpfiff ein Bild der Gefühlslage.

„Am Ende war Schalke cleverer aber nicht besser“, fand Ginter und fügte hinzu: „Wir wollten nun die tolle Saison krönen, da ist uns nicht gelungen.“ Zu Europa konnte sich der Youngster des Teams trotzdem schon Gedanken machen: „Wir müssen schauen, dass wir die Neuzugänge im vorderen Bereich schnell integrieren.“ Bis auf Jonathan Schmid und Sebastian Kerk, der den gelb gesperrten Caligiuri ersetzte, wird die Freiburger Offensive von Samstag in der kommenden Saison fehlen.

Als lokale Journalisten ihm einen Reiseführer nach Europa überreichten ("Herr Streich, Sie sind in dieser Saison so oft zu Fragen nach Europa genervt worden, wir haben zusammengelegt") huschte doch noch ein Lächeln über das Gesicht von Christian Streich: "Immer Bücher. Ich bin kein Intellektueller - das denkt ihr nur.“ Spätestens beim jährlichen Mannschaftsabschied von den Fans hinter der Nordtribüne dürften auch die SC-Spieler gelacht haben.

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