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Es war kein leichtes Jahr für Shaqiri, der meistens auf der Bank Platz nehmen musste. Doch der Schweizer kann insgesamt auf eine erfolgreiche erste Bundesliga-Saison zurückblicken.

KOMMENTAR
Von Fabio Porta

Als Xherdan Shaqiri zum FC Bayern wechselte, war für viele Fans und Experten klar: "Bei der Konkurrenz wird er wahrscheinlich auf der Bank versauern und kaum zum Einsatz kommen." Am Ende profitierte der Schweizer nicht nur von einer einmaligen Bayern-Saison, er bewies auch seine Professionalität und Zuverlässigkeit.

Pokal-Gala

Gleich zu Beginn der Saison hatte der Kraftwürfel seinen großen Auftrit: In der ersten Runde ging es gegen Jahn Regensburg, Shaqiri stand zunächst nicht in der Startelf. Als er in der 46. Minute eingewechselt wurde, machte er gleich auf sich aufmerksam: Ein Tor und zwei Vorlagen – der Schweizer verdiente sich den Startelfeinsatz gegen Greuther Fürth in der Bundesliga, wo er in der 72. Minute ausgewechselt wurde. Gegen Regensburg gewann der FC Bayern mit 4:0, gegen Fürth mit 3:0.  Für Shaqiri begann die Saison sehr vielversprechend, bis zum achten Spieltag der Bundesliga kam der 21-Jährige immer zum Einsatz. Auch in der Königsklasse wurde er in fünf der sechs Gruppenspiele eingesetzt und lieferte zwei Torvorlagen.
SHAQIRIS ERSTES JAHR IN MÜNCHEN
Spiele/Startelf
36/22
Tore
8
Vorlagen
13


Vielseitig

Insgesamt saß Shaqiri in der Bundesliga sechs Mal ohne Einsatz auf der Bank, an zwei Spieltagen war er verletzt. Heynckes brachte ihn dabei mal als Linksaußen, Rechtsaußen oder als offensiver Mittelfeldspieler. Der Schweizer erwies sich als Allzweckwaffe und gab immer stets sein Bestes. Shaqiri brachte es auf 36 Pflichtspiele, davon 22 von Beginn an, dabei gelangen ihm acht Treffer und 13 Vorlagen.

Das sind Zahlen, die für einen Neu-Ankömmling in der Bundesliga, vor allem beim FC Bayern München, gar nicht so selbstverständlich sind. Seinen vorläufigen Höhepunkt erlebte Shaqiri im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Wolfsburg. Der Kraftwürfel war überall zu finden und scheute keinen Laufweg. Matthias Sammer war nach der Partie voll des Lobes: "Man muss zwar etwas vorsichtig sein, aber das war von Shaqiri heute schon weltklasse. Er hat das taktisch klug genutzt, dass er nicht so in Manndeckung genommen wurde wie etwa ein Bastian Schweinsteiger. Er ist immer wieder toll von links in die Mitte gezogen,“ ließ der Sportvorstand nach dem 6:1-Sieg verlauten.

Die richtige Einstellung

"Egal wer bei uns auf dem Platz ist, jeder zeigt seine Leistung und jeder ist zu ersetzen. Auch ein Diego Contento beispielsweise hat heute ein wunderbares Spiel gemacht. Der Trainer kann leider immer nur elf Mann auf den Platz schicken, deshalb möchte ich nicht in seiner Haut stecken“, lauteten die Worte des jungen Schweizers, der sich in keiner Phase der Saison beschwerte, sondern seinen Weg ging und für seinen Einsatz und seine Professionalität belohnt wurde.



Shaqiri blickt auf ein gutes erstes Jahr zurück, und das nicht zu Unrecht: "Ich bin mit meinen Einsatzzeiten für das erste Jahr zufrieden. Ich komme aus der Schweiz, das ist eine andere Liga. Aber ich habe mich hier bisher gut zurecht gefunden und fühle mich in der Mannschaft sehr wohl. Ich denke, das hat man heute gesehen."

Der 21-Jährige bewertet die Situation beim FC Bayern genau richtig und weiß trotz seines jungen Alters damit umzugehen. Mit diesen Leistungen hätte Shaqiri bei fast jedem Bundesliga-Klub einen Stammplatz sicher, doch er nimmt den Kampf an und will sich bei den Rothosen durchsetzen. Die Ankunft von Pep Guardiola könnte dem Schweizer durchaus in die Karten spielen, auch wenn es aufgrund der stärker gewordenen Konkurrenz durch den Transfer von Mario Götze nicht einfacher für den Nationalspieler wird. Xherdan Shaqiri hat in seinem ersten Jahr bewiesen, dass er beim neuen Deutschen Meister ein Spieler für die Zukunft sein kann.

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