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Hans-Joachim Watzke über Borussia Dortmund: "From Ground Zero to Wembley"

Borussia Dortmund will den FC Bayern München, "das momentan beste Team der Welt", im Champions-League-Finale schlagen. Jürgen Klopp wendet sogar kleine Psychotricks an.

BERICHT  
Von Stefan Döring aus dem Signal-Iduna-Park

Dortmund. Am Dienstag herrschte Hochbetrieb im Signal-Iduna-Park: 160 Journalisten und 32 Kamerateams waren zum Media Day von Borussia Dortmund vor dem Champions-League-Finale gegen den FC Bayern München erschienen und lauschten den Worten der Spieler und Verantwortlichen.

In einem Punkt waren sich dabei alle Borussen einig: "Wir haben eine Chance und die wollen wir nutzen!" Borussia Dortmund geht am 25. Mai wahrlich nicht als Favorit ins Rennen um den Champions-League-Titel. "Bayern ist das beste Team im Moment und wir sind auch im Finale. Wir werden um unser Leben kämpfen, wollen unsere Eltern stolz machen. Wenn wir gewinnen, sind wir nicht das beste Team, sondern wir haben das beste Team geschlagen", sagte Jürgen Klopp, der sich auch gute Chancen auf einen Triumph ausrechnet: "Wenn man sieht, wie die Bayern gegen die anderen Mannschaften spielen, müsste man zu viel Respekt haben. Wir orientieren uns aber an unseren Spielen gegen Bayern. Da haben wir uns in den letzten vier Jahren zu einem großen Gegner entwickelt und wollen das auch im Finale sein."

BVB ist stolz auf das bisher Erreichte

Doch in Dortmund muss man diesen Pokal nicht gewinnen. Vielmehr freut man sich über das bisher Erreichte. "Wir sind ein Jahr zu früh Meister und ein Jahr zu früh Double-Sieger geworden. Nun stehen wir ein Jahr zu früh im Finale. Das hält uns aber nicht davon ab, jetzt im Finale gegen Bayern alles zu geben. Wir haben bislang viele Vereine mit großer Tradition und Geschichte hinter uns gelassen. Die Finalteilnahme bleibt aber eine Überraschung", erklärte der 45-jährige.

Auch Hans-Joachim Watzke schiebt den Druck den Bayern zu. "Es ist schwierig zu beschreiben, was in der Zeit zwischen 2005 und 2013 passiert ist: From Ground Zero to Wembley trifft es wohl am besten. Wir empfinden totale Lust aufs Finale. Druck hatten wir aber vor einigen Jahren gehabt, als in diesem Raum Gläubiger statt Journalisten saßen. Wir haben in London nichts zu verlieren, nur zu gewinnen", sagte der Geschäftsführer der Borussen.

Kehl und Klopp erinnern an alte Triumphe

Auch der Kapitän Sebastian Kehl glaubt an eine gute Chance, die Bayern zu schlagen, schließlich hat man in der Liga lange nicht mehr gegen den großen Konkurrenten aus dem Süden verloren. "Wir haben Spielweise, die den Bayern wehtun kann. Die Saison der Bayern braucht uns nicht zu erschüttern. Wir wissen wie wir sie schlagen können und die Bayern wissen das auch", schmunzelte Kehl und erinnert unter anderem an das DFB-Pokal-Finale des vergangenen Jahres, als Borussia Dortmund den "Stern des Südens" mit 5:2 abfertigte.

Um das große Ziel vom Champions-League-Triumph zu erreichen, spielt Jürgen Klopp übrigens mit allen Tricks und will seine Jungs bis zum Finale daran erinnern, welche Mannschaften in Finales bereits überraschen konnten. Dabei erinnerte er unter anderem an die deutsche Nationalmannschaft von 1954, aber auch an den BVB aus dem Jahre 1997, der damals völlig überraschend das Champions-League-Finale gegen Juventus Turin gewinnen konnte. "Juve war damals die beste Mannschaft der Welt. Borussia Dortmund hatte man auch keine Chance eingerechnet und trotzdem haben sie gewonnen. Das spielt auch bei unserer Vorbereitung eine Rolle. Alles, was positiv ist, kann uns helfen. Wir werden deshalb nicht gewinnen aber zum Anpfiff wird jeder Spieler wissen, was möglich ist", erklärte Klopp seine Psychotricks.

EURE MEINUNG: Kann der BVB den FC Bayern München im Champions-League-Finale schlagen?

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