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Borussia Dortmund glaubt an den Champions-League-Sieg über Bayern München

Die wichtigste Erkenntnis des Media Days beim BVB: Die Verantwortlichen glauben an die Chance, den Champions-League-Titel zu gewinnen. Ansonsten gab es aber auch einige Lacher.

BERICHT  
Von Stefan Döring im Signal-Iduna-Park

Dortmund. Gut eineinhalb Wochen vor dem Champions-League-Finale gegen Bayern München veranstaltete Borussia Dortmund im Signal-Iduna-Park einen Media-Day, um die vielen Interviewanfragen der vergangenen Wochen abzuarbeiten.

In den gut drei Stunden standen neben Jürgen Klopp, Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc auch die Spieler Sebastian Kehl, Roman Weidenfeller, Ilkay Gündogan und Mats Hummels zu Gesprächen bereit. Und die rund 160 anwesenden Journalisten wurden nicht enttäuscht: Vor allem der Trainer sorgte für den einen oder anderen Lacher.

So wurde er zum Beispiel gefragt, ob er Rockstar geworden wäre, falls er nicht im Fußball gelandet wäre. Und Klopp antwortete in seinem typischen Stil: "Ich habe an der Playstation mal 8000 Punkte bei 'Country Road' ersungen, aber ansonsten habe kein Talent. Ich hätte vermutlich sonst Fernsehen machen müssen. Themen, die mich nicht interessieren und freundlich lächeln - das kann ich wenigstens." Und als ein englischer Journalist noch anmerkte, dass dieser Song die Hymne von Manchester United sei, war das Gelächter groß.

BVB glaubt an die Chance im Finale

Aber vor allem das Sportliche stand an diesem Tag im Blickpunkt und der gemeinsame Tenor aller Beteiligten war eindeutig: "Wir haben eine Chance auf den Titelgewinn und diese wollen wir nutzen." Jürgen Klopp zog sogar historische Parallelen. "Das 1954er Endspiel hat mich am meisten geprägt. Herberger hatte auch gedacht, dass Deutschland die Chance hat. In Ungarn war man sich wohl sicher, dass man es gewinnt. Das Spiel zeigt, dass Überraschungen immer möglich sind", erklärte der Kult-Trainer.

Auch Michael Zorc, der 1997 in München mit dem BVB den Champions-League-Titel gewann, zieht historische Parallelen – allerdings mit 1997. "Wir waren der Außenseiter. Juventus hatte ein Super-Team, fast ein All-Star-Team. Die konnten sich das wahrscheinlich nicht vorstellen, das Spiel zu verlieren. Wir gehen jetzt zwar nicht als Favorit ins Spiel, haben aber gute Chancen zu gewinnen", sagte der heutige Sportdirektor der Schwarz-Gelben.

In Deutschland wird dem BVB die Daumen gedrückt

Der gebürtige Gelsenkirchener Ilkay Gündogan glaubt im Finale sogar an die Unterstützung des gesamten Ruhrgebiets – auch an die aus Schalke. "Ich glaube, dass uns das gesamte Ruhrgebiet die Daumen drückt, auch Menschen, die in Gelsenkirchen leben. Das habe ich auch letzte Woche gespürt, als ich bei meinen Eltern in Gelsenkirchen war und selbst Schalke-Fabs gesagt haben, wir sollen den Pott gewinnen", sagte der Nationalspieler.

Gündogans Erfahrung spiegelt auch eine aktuelle Umfrage in Deutschland wieder, nach der sich zwei Drittel der deutschen Bevölkerung einen BVB-Sieg im Finale wünschen. Für Hans-Joachim Watzke kommt das nicht überraschend: "Wir freuen uns über dieses Ergebnis, überraschen tut es uns aber nicht. Die Geschichte vom BVB 2.0 mit guter Kosten-/Erlössituation wird honoriert. Bayern ist der Marktführer, der polarisiert; wir sind der Außenseiter. Mit dem wird sowieso mehr geliebäugelt."

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