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Roman Weidenfeller bleibt Dortmund treu - der Nationaltorwart im Wartestand als BVB-Opa

Jungstar Mario Götze geht, Routinier Roman Weidenfeller bleibt - Borussia Dortmund kann auch weiterhin auf seinen ungekrönten Schlussmann zurückgreifen.

Dortmund. Diese Nachrichten erscheint in diesen Tagen eher ungewöhnlich bei Borussia Dortmund: Ein Leistungsträger verlängert und bleibt der Borussia auch in den kommenden Jahren treu. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Jungstar Mario Götze den Klub in Richtung FC Bayern München verlassen wird, ihm folgen wird wahrscheinlich auch Top-Torjäger Robert Lewandowski. Ganz anders stellt sich die Situation bei Routinier Roman Weidenfeller dar. Der BVB-Schlussmann verlängerte seinen Vertrag in Dortmund und unterschrieb einen neuen Kontrakt, der ihn vertraglich bis zum Sommer 2016 an die Borussia bindet.

Im Team des (Noch)-Doublesiegers, das einen Altersdurchschnitt von 24,6 Jahren aufzuweisen hat (der fünft jüngsten Mannschaft in der aktuellen Bundesliga-Saison, zusammen mit dem 1. FC Nürnberg), nimmt Weidenfeller längst die Rolle des BVB- "Opas" ein. Mit seinen 32 Jahren gehört er hinter Patrick Owomoyela und Sebastian Kehl (beide 33 Jahre) zu den ältesten Spielern im aktuellen Kader. Seit Sommer 2002 gehört er zum Team der Dortmunder und das soll am liebsten auch bis 2016 noch so bleiben.

"Ich habe nie an einen Wechsel gedacht"

"Was beim BVB in den vergangenen Jahren entstanden und gewachsen ist, ist eine einzigartig positive Fußball-Geschichte, an der ich auch in Zukunft maßgeblich mitschreiben will", kommentierte Weidenfeller, der als 19-Jähriger zum BVB wechselte, seine Vertragsverlängerung. Als großer und sicherer Rückhalt trug der 32-Jährige in den vergangenen Jahren zur Rückkehr des Revierklubs in die nationale und internationale Spitze bei.

"Er ist ein außergewöhnlich starker Torhüter, der konstant Top-Leistungen zeigt und großen Anteil an den deutschen Meisterschaften 2011 und 2012 sowie am Einzug ins Finale der Königsklasse in der laufenden Saison hatte", weiß auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc. "Ich habe nie an einen Wechsel zu einem anderen Club gedacht", so Weidenfeller.

"Der beste Torhüter, der nie in der Nationalmannschaft gespielt hat"

Mit 1,10 Gegentoren ist Roman Weidenfeller laut Opta-Datenbank der stärkste Bundesligakeeper mit mindestens 100 Spielen, der nie beim FC Bayern München spielte. Nur ein statistischer Wert, der verdeutlicht, was eigentlich absurd klingt: Weidenfeller hat bisher null Länderspiele auf seinem Konto. Trotz konstant guter Leistungen und einer überragenden Saison in der Champions League hat der BVB-Schlussmann keine Chance bei Bundestrainer Joachim Löw.

Kein Wunder, dass Dortmunds Trainer Jürgen Klopp über Weidenfeller sagt, er sei der beste Torhüter, der nie in einer Nationalmannschaft gespielt hat. Ob der 33-Jährige noch auf eine Nominierung hoffen kann, ist fraglich und fast auszuschließen. Die Torwart-Rolle, so die Einschätzung von Bundestrainer Joachim Löw, interpretiert Weidenfeller nicht so modern, wie seine Konkurrenten Manuel Neuer, Rene Adler, Marc-André ter Stegen oder Ron-Robert Zieler.

Dennoch bezeichnet ihn Jürgen Klopp als "den besten deutschen Torwart". Modern oder unmodern, das will der BVB-Schlussmann erst gar nicht recht kommentieren: "Das wichtigste Kriterium ist: den Ball zu halten." Und so wird es wohl auch weiterhin bleiben. "Den Ball" für Borussia Dortmund "halten" und bei der Nationalmannschaft weiterhin nur zuschauen. Weidenfeller wird es verkraften, denn mit dem Ziel des Champions-League-Triumphs vor Augen, kann er es seinen ärgsten Kritikern endgültig beweisen!

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