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Borussia Dortmunds Robert Lewandowski: "Man will nicht alles zeigen"

Bei der Generalprobe wurde von beiden Mannschaften mit verdeckten Karten gespielt. Selbst der verschossene Elfmeter im Top-Spiel taugt nicht dazu, Rückschlüsse zu ziehen.

Dortmund. Es wird am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion zwischen Borussia Dortmund und Bayern München im Finale der Champions League heiß hergehen. Das war schon vor der als "Generalprobe" angekündigten Bundesliga-Partie am Samstag klar – und die beiden Teams lieferten im hitzigen Duell einen weiteren Beweis für diese These. Weitere Rückschlüsse suchte man allerdings vergeblich – was auch von beiden Seiten so gewollt wurde.

Nicht besonders tragisch

"Es wird ein ganz anderes Spiel. Man will nicht alles zeigen, auch im Hinblick aufs Finale", stellte Dortmunds Robert Lewandowski hinterher in der Mixed Zone mit Blick auf das alles überstrahlende Endspiel fest. Der Pole selbst zeigte etwas – und zwar Nerven beim Versuch vom Elfmeterpunkt. "Gut gehalten, klar", lobte er Bayerns Torwart Manuel Neuer, der seinen flachen Schuss stark hielt. Doch sonderlich tragisch nahm der Stürmer seinen Fehlversuch auch nicht: "Ich hoffe, nächste Mal klappt es besser als heute", stellte er einfach nur fest.

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Poker bei der Aufstellung

Während vor allem die Bayern bei ihrer Aufstellung pokerten und mit Manuel Neuer, Daniel van Buyten und David Alaba nur drei Spieler von Beginn an aufstellten, die aller Voraussicht nach auch in London beim Anpfiff auf dem Platz stehen, pokerte der BVB nach den Worten von Lewandowski auch – bei der Leistung: "Wir konnten nicht alles zeigen, was wir im Finale machen können", sagte er und bezog sich damit nicht auf eine mögliche schwarz-gelbe Unfähigkeit gegen den Rekordmeister.

Aus der zweiten Reihe

Dortmunds Stürmer Julian Schieber, der diesmal auf der linken Offensiv-Seite ran musste, vergab in der Schlussphase zwei große Chancen. Doch er wird wohl im Endspiel keine Rolle spielen, genau wie auch Bayerns Rafinha, der mit der gelb-roten Karte nach einem Ellbogenschlag gegen Jakub Blaszczykowski für einen weiteren Aufreger sorgte. Es waren die Spieler aus der zweiten Reihe, die im Rampenlicht standen, wenn man vom Elfmeterduell zwischen Neuer und Lewandowski absieht.

Großkreutz empfiehlt sich

Ob der BVB-Torschütze Kevin Großkreutz in der Startelf der Borussen im Wembley-Stadion steht, hängt auch von der Wiederherstellung von Mario Götze nach seinem Muskelfaserriss ab. "Ich bin wieder da", verkündete der Mittelfeldrenner, für den die brisante Partie am Samstag ganz nach seinem Geschmack war. "Wenn man Borussia Dortmund kennt, wenn man die Zuschauer und uns auf dem Platz gesehen hat, weiß man, dass Emotionen und Leidenschaft dazugehören. Das wird immer so sein, egal, ob es um angeblich nichts mehr geht. Aber wir wollten das Spiel gewinnen", so Großkreutz.

Die BVB-Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte zwischen Pokern und Gewinnen-Wollen.

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