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Gut gespielt und doch frustriert: Mainz-Stürmer Müller pustet mit einem Doppelpack Hannovers letztes Fünkchen Hoffnung auf Europa aus und sichert seinem Team einen Zähler.

Hannover. Wetter? Top! Stimmung? Top! Spiel? Top! Doch das Ergebnis vermieste den rund 47000 Zuschauern den Tag. Einzig das kleine Mainzer Fan-Häuflein im Gäste-Block jubelte über das 2:2 gegen Hannover 96. Bei den „Roten“ wiederum bestimmt Ernüchterung das Bild.

Hoffmann nimmt Schlaudraff in Schutz: Ballverluste „passieren“

„Wenn man bis 15 Minuten vor Schluss 2:1 führt ist es schon enttäuschend, dass wir dann nicht gewonnen haben“, haderte Mittelfeldspieler - nach Christian Schulz' Platzverweis notgedrungen Innenverteidiger - Andre Hoffmann mit dem Ergebnis. „Im Endeffekt sind es für mich zwei verlorene Punkte.“

Dabei hatten die Niedersachsen viel von dem gezeigt, was in den letzten Wochen häufig vermisst wurde: Einsatz, Kampfgeist, Moral und sogar Spielwitz. Doch Nicolai Müller verdarb mit seinem Doppelpack die Party - freilich unter eifriger Mithilfe seiner Gegenspieler: Schlaudraffs übler Fehlpass in der eigenen Hälfte diente als Steilvorlage für Mainz' Führungstreffer nach 25 Minuten. „Das war ein blöder Ballverlust beim Spielaufbau“, konstatierte Andre Hoffmann, nahm „Übeltäter“ Schlaudraff aber in Schutz: „Das passiert.“

Sobiech nutzt die Chance

Noch in der ersten Hälfte bügelte der Angreifer seinen Patzer aus und bereitete mit einer schönen Flanke Artur Sobiechs Ausgleichstreffer vor. Der polnische Stürmer, erst eine Minute zuvor für den angeschlagenen Abdellaoue eingewechselt, ließ Gäste-Schlussmann Christian Wetklo bei seinem wuchtigen Kopfball keine Chance.

Überhaupt lieferte Hannovers Joker eine starke Leistung ab, bereitete neben seinem Treffer auch das 2:1 durch Mame Diouf vor und bewarb sich für einen Startelf-Einsatz. „Ich gebe im Training immer Vollgas. Ich habe jetzt eine Chance bekommen und sie genutzt“, freute sich der 22-Jährige über seine Darbietung, auch wenn ihm „der Erfolg der Mannschaft“ wichtiger ist.

Stark lässt „Fingerspitzengefühl“ vermissen

Dass der am Ende ausbliebt, geht auch auf das Konto von Schiedsrichter Wolfgang Stark, der 96-Verteidiger Christian Schulz mit Gelb-Rot vom Platz stellte. Pikant: Dem Unparteiischen war zunächst offenbar nicht bewusst, dass Schulz bereits verwarnt war. „Wenn er das weiß, gibt er die Gelbe Karte nicht“, mutmaßte Andre Hoffmann und beklagte: „Ich weiß nicht, ob ein Schiedsrichter da nicht mehr Fingerspitzengefühl haben muss.“

Obgleich die Hausherren anfangs auch in Unterzahl dominant blieben und sogar in Führung gingen, machte sich die zahlenmäßige Unterlegenheit letzten Endes deutlich bemerkbar: Mainz drückte, Mainz arbeitete und Mainz kam durch Müller zum Ausgleich.

Weil es dabei blieb, muss Hannover 96 seine Europa-Ambitionen wohl endgültig begraben. Auch sechs Punkte aus den verbliebenen zwei Spielen gegen Bayer Leverkusen und Fortuna Düsseldorf dürften nicht zur Qualifikation für die Europa League langen.

EURE MEINUNG: Lag Wolfgang Stark mit dem Platzverweis gegen Christian Schulz richtig?

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