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Der Auswärtssieg im Borussia-Park war sicherlich ein Big-Point für die Knappen. Die Fohlen können den Schalkern nun nicht mehr gefährlich werden. Die Königsklasse rückt näher.

Mönchengladbach. Seit dem 27. Spieltag hat der FC Schalke 04 nunmehr schon den vierten Tabellenplatz inne. Dieser ist insofern wichtig, da er den Besitzer zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Dort landete Borussia Mönchengladbach im vergangenen Jahr, hat aber nach der 0:1-Heimpleite gegen die Knappen nichts mehr mit der Vergabe zu tun.

Die Hausherren verpassten es, bis auf zwei Punkte an Schalke heranzurücken. Stattdessen gerät nun sogar die Europa League aus dem Blickfeld. Es droht der undankbare Platz Sieben. Beim FC Schalke stattdessen herrschte nach dem späten Glücksgefühl durch das Tor von Julian Draxler (82.) selbstredend gute Stimmung. Dabei hatten sie die vielen mitgereisten Fans nicht unbedingt durch Zauberfußball von den Sitzen gerissen. Stattdessen reichte eben jener Treffer nach guter Vorlage von Raffael zum Sieg gegen bemühte, aber letztlich glücklose Gladbacher.

„Wir waren uns auch von vornherein bewusst, dass es hart wird“, sagte Jermaine Jones nach der Partie. Das lag vor allem daran, dass Gladbach nicht aufmachte und durch Konter zum Erfolg zu kommen versuchte. Beide Teams mühten sich auf dem nassen Geläuf, zumindest etwas Spielkultur zustande zu bringen. Oftmals war aber ein gegnerisches Bein, oder aber die Pfeife des etwas zu kleinlichen Schiedsrichter Florian Mayer dazwischen.

Raffael, Michel Bastos und Julian Draxler (v.l.) feiern den späten Siegtreffer

Auch Manager Horst Heldt durfte sich in den Wochen der weiterhin ungeklärten Trainerfrage über einen wichtigen Sieg freuen. Mainz und Gladbach können die Knappen nun nicht mehr einholen, doch trotzdem bleibe es laut Heldt spannend im Kampf um Platz vier. Einen Platz im Vereinsmuseum werde die DVD des Spiels jedoch nicht finden: „Wir haben schon mal besser gespielt und verloren. Es war sicherlich ein glücklicher Sieg. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Am Ende ist es mir aber natürlich wurscht und ich freue mich natürlich, dass wir gewonnen haben.“

Ein Wiedersehen mit alten Kollegen fand Roman Neustädter, der jedoch in einigen Phasen seine Schwierigkeiten hatte und dem so mancher Ball versprang. Durch Draxler hatte er nach dem Spiel natürlich dennoch viel Grund zum Lachen: „Es war natürlich schön, die alten Kollegen und das Stadion zu sehen. Es war ein bisschen ungewohnt, sich in der anderen Kabine umzuziehen. Ich habe mich aber total aufs Spiel konzentriert und wollte unbedingt die drei Punkte mitnehmen. Das ist uns gelungen.“

Roman Neustädter kam, sah und siegte bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Von der Vorgabe, alle vier verbleibenden Spiele zu gewinnen, habe Schalke nunmehr die Hälfte bereits geschafft, so Jones. Das große Ziel ist und bleibt die Qualifikation zur Königsklasse. „Wir spielen zuhause und können Platz vier absolut festigen und dann auch sicher die Champions League. Das ist jedem bewusst. Die Jungs sind alle geil drauf, nächstes Jahr wieder Champions League zu spielen. Wenn wir die Chance haben, sollten wir uns die nicht einfach so nehmen lassen.“

EURE MEINUNG: War dies der entscheidende Sieg für Schalke auf dem Weg in die Champions League?

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