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Stillstand beim HSV? – "Gespräche erst nach der Saison"

Die Planungen beim Hamburger SV für die kommende Spielzeit hängen entscheidend davon ab, ob sich die Rothosen für Europa qualifizieren können. Vertragsgespräche ruhen vorerst.

Hamburg. Für den Hamburger SV geht es am Sonntag beim FC Schalke 04 um mehr als nur drei Punkte. Die Norddeutschen können mit einem Sieg ihre Chance auf die europäischen Wettbewerbe wahren. Sogar die Qualifikation zur Champios League könnte in greifbare Nähe rücken. Doch soll es in Europa kein Böses Erwachen geben, braucht der HSV Verstärkung auf mehreren Positionen. Sportdirektor Frank Arnesen sind derzeit jedoch die Hände gebunden.

Erneutes Minus droht

Mit knapp 27 Millionen Euro investierten die klammen Hamburger nach dem FC Bayern am meisten in ihren Kader. Ob diese Rechnung aufgegangen ist, werden die Verantwortlichen erst nach der Saison feststellen können. Fakt ist, dass der HSV in Sachen Personalkosten deutlich runterfahren muss. Der Etat liegt mit 40 Millionen Euro pro Saison deutlich zu hoch, da Einnahmen aus dem internationalen Wettbewerb fehlen. Frank Arnesen wird in der Sommertransferperiode erneut vor die schwierige Aufgabe gestellt, Großverdiener an andere Vereine zu vermitteln. Der vierköpfige Vorstand des HSV ist bemüht, das erneute Minus im laufenden Geschäftsjahr zu drücken. Spielerverkäufe stehen daher an oberster Stelle der Agenda.

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"Wir sprechen nach der Saison"

Einer der Kandidaten für einen Vereinswechsel ist Gojko Kacar. Der Serbe kam 2010 für 5,5 Millionen Euro von Hertha BSC, spielt aufgrund einer langwierigen Verletzung in dieser Saison bislang keine große Rolle unter Thorsten Fink. Im Januar platze sowohl ein Wechsel nach Hannover, als auch die Verhandlungen mit Eintracht Frankfurt (Goal.com berichtete). "Über die nächste Saison haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Es ist noch in alle Richtungen offen", erklärt sein Berater auf Nachfrage. Kacar besitzt beim HSV noch einen Vertrag bis 2015, dürfte bei einem entsprechenden Angebot den Verein vorzeitig verlassen. "Momentan gibt es jedoch keine Anfragen", sagt Milan Kacar, der erst nach der Saison Gespräche mit den Verantwortlichen über die Zukunft seines Klienten führen wird.

Son zum BVB?

Während sich auch Kandidaten wie Marcus Berg, Ivo Ilicevic, Robert Tesche (ausgeliehen an Fortuna Düsseldorf) oder Paul Scharner (ausgeliehen an Wigan Athletic) mit einem möglichen neuen Arbeitgeber ab Sommer beschäftigen müssen, soll ein anderer langfristig gehalten werden. Doch die Verhandlungen mit Heung-Min Son sind ins Stocken geraten. Finanziell sind sich der Koreaner und der Verein bereits länger einig, einzig die Unterschrift bleibt aus. Grund hierfür ist die sportliche Perspektive in Hamburg und die Entwicklungen auf dem Transfermarkt: Borussia Dortmund soll ein Auge auf den 20-jährigen Angreifer geworfen haben. Arnesen könnte nur noch in diesem Sommer (Vertrag läuft 2014 aus) Geld für Son einnehmen und für erhebliche Entspannung im Geldbeutel sorgen. Vor dem Saisonende wird sich höchstwahrscheinlich in keine Richtung etwas bewegen. Der Kampf um Europa ist in vielerlei Hinsicht wichtiger denn je und für den HSV gilt einmal mehr: "Grau is alle Theorie – entscheidend ist au’m Platz".

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