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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Aber wie geht es den Profis, die nun im Ausland auf Torejagd gehen? Sind sie aufgeblüht oder nur noch Bankdrücker? Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal.com im Rahmen von „Was macht eigentlich“ drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen an anderer Wirkungsstätte ergeht. Heute richten wir die Augen auf Spieler, die bei Bayern München oder Borussia Dortmund gespielt haben und eine gewisse Erfahrung mit Real Madrid und dem FC Barcelona haben.

Christian Wörns
In der Bundesliga: Von 1989 bis 1998 und von 1999 bis 2008

Vereine in Deutschland: Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Waldhof Mannheim

Einsätze:
503

Tore:
29

Erfolge: 
DFB-Pokalsieger 1993 und Finalist 2008, deutscher Meister 2002 und UEFA-Pokalfinalist 2002
Der Kämpfer

Christian Wörns war immer für seine kämpferische Art bekannt. Er ackerte auf dem Platz wie kaum ein anderer. Einen ganz großen Titel konnte er sich aber nicht erkämpfen. Im EM-Kader 1996 fehlte er verletzungsbedingt.


Christian Wörns kam über Mannheim in die Bundesliga. Damals, 1989, feierte er mit 17 Jahren, drei Monaten und 30 Tagen als viertjüngster Bundesligaspieler überhaupt sein Debüt in der höchsten deutschen Spielklasse. In seiner Heimatstadt gelang ihm der Durchbruch in der Innenverteidigung und wagte bald den Schritt zu einem großen Verein. Mit Bayer Leverkusen reckte er den DFB-Pokal in die Höhe und kam in dieser Zeit als Nationalspieler bis ins Finale der Europameisterschaft, wurde aber nicht eingesetzt.

Nach einem Jahr bei Paris Saint-Germain ging er in den Pott zu Borussia Dortmund, wo er auch seine erfolgreichste Zeit hatte. Mit dem BVB drang er bis ins UEFA-Pokalfinale vor und feierte einen Meistertitel. Aber auch die dunkelsten Stunden der Dortmunder durchstand er und blieb den Schwarz-Gelben treu. Mit der damaligen Sammer-Elf musste er in der Champions-League-Zwischenrunde 2002/2003 auch gegen Real Madrid antreten. Nach dem Torfall von Madrid einige Jahre zuvor war das Ergebnis diesmal etwas enger. Im Hinspiel in Madrid trotzte der BVB, noch mit Jan Koller, Lars Ricken und Torsten Frings in ihren Reihen, den Galaktischen mit Zidane, Ronaldo und Luis Figo ein knappes 2:1 ab. Das Rückspiel endete in Dortmund gar nur Remis mit 1:1

In diesen Tagen steht Wörns wieder im Mittelpunkt des Fußballs im Pott, denn der langjährige Dortmunder soll zum Revierrivalen Schalke 04 wechseln. Nach seiner Spielerkarriere machte Wörns die Fußballehrerlizenz und arbeitet seitdem im Jugendbereich, aktuell beim VfL Bochum. Nun ist er dort so erfolgreich, dass Königsblau auf ihn aufmerksam wurde. Noch in dieser Woche soll der Transfer öffentlich gemacht werden. Sicher ist nur, dass er Bochum verlässt.

Oliver Kreuzer
In der Bundesliga: Von 1987 bis 1997

Vereine in Deutschland: Karlsruher SC, Bayern München

Einsätze:
332

Tore:
16

Erfolge:
Deutscher Meister 1994, 1997 und UEFA-Pokalsieger 1996
Der erste Oliver aus Karlsruhe

Winfried Schäfer gilt als Badener Legende. Er spielte selbst jahrelang beim KSC und als Trainer brachte er Stars wie Oliver Kahn und eben Oliver Kreuzer hervor. Er war der erste Oliver, der aus Karlsruhe nach München ging und sich auch dort erfolgreich durchsetzte.


Oliver Kreuzer wurde in Mannheim geboren und spielte wie einst Uli Stielike bei der SpVgg Ketch 06. Von dort wurde er direkt vom damaligen Zweitligisten Karlsruher SC verpflichtet und debütierte nach dem Aufstieg 1987 in der deutschen Bundesliga. Für den KSC lief er 132-mal in der höchsten deutschen Spielklasse in der Abwehr auf. Seine starken Leistungen weckten das Interesse des FC Bayern München, zu denen er 1991 ging.

Für die Süddeutschen absolvierte er exakt 150 Partien und markierte acht Treffer. Mit den Bayern stand er 1996 in einem europäischen Halbfinale gegen den FC Barcelona. Auf Seiten der Münchner damals auch Markus Babbel, Thomas Helmer und Jürgen Klinsmann. Letztgenannter sorgte beim letzten Aufeinandertreffen mit den Katalanen für eine deutliche Klatsche. Mit Klinsmann als Teamchef setzte es im Camp Nou ein 4:0, da half auch das 1:1 in München nicht mehr. Mit Klinsmann als Spieler lief es besser. Im Halbfinale des UEFA-Pokals 1995/1996 spielte man in München 2:2 und siegte in Barcelona verdient 2:1. Damals holten die Bayern den Titel...

Nach seiner Zeit bei den Bayern, die 1997 endete, zog es Oliver Kreuzer in die Schweiz zum FC Basel. Dort spielte er bis 2002 und feierte in seiner letzten Saison noch das Double. Nach seiner Karriere arbeitet er als Teammanager beziehungsweise Sportdirektor bei Basel, Sturm Graz und Red Bull Salzburg. Aktuell ist er bei seinem alten Klub KSC in dieser Position tätig.

Ahmed Madouni
In der Bundesliga: Von 2001 bis 2007

Vereine in Deutschland: Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen

Einsätze:
85

Tore:
6

Erfolge:
Deutscher Meister 2002 und UEFA-Pokalfinalist 2002
Kleiner Wandervogel Ahmed

Nach seiner Zeit in der Bundesliga tingelte Madouni durch die Ligen Europas. Meist stand er bei Zweitligisten unter Vertrag. So auch nochmals in Deutschland. Er stand bei Union Berlin im Kader und spielt aktuell wieder in seiner französischen Heimat.

Ahmed Madouni wurde in Casablanca geboren und ging seine ersten fußballerischen Schritte bei Olympique Lyon, feierte seinen Durchbruch allerdings bei HSC Montpellier. Aus Frankreich wechselte er 2001 in die deutsche Bundesliga zu Borussia Dortmund.

Wie auch Christian Wörns stand er im Februar 2002 gegen Real Madrid in der Zwischenrunde. Der Abwehrmann lief allerdings nur beim 1:1 im Rückspiel in Dortmund in der Anfangsformation auf. Beim BVB spielte er immer wieder, doch der ganz große Durchbruch blieb aus. In fünf Jahren kam er auf 56 Partien, bevor er als Ergänzungsspieler zu Bayer Leverkusen ging.

Von dort ging er nach Rumänien und Katar, ehe er zwischen 2010 und 2012 in der zweiten Liga für Union Berlin kickte. Inzwischen spielt der Verteidiger in Frankreich beim FC Nantes.

EURE MEINUNG: Oliver Kreuzer konnte gegen Barca gewinnen, schafft es Bayern erneut??

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