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Greuther Fürth: Ein großer Tag für die ganze Stadt

Der designierte Absteiger Spielvereinigung Greuther Fürth hat mit einem Erfolg beim 1. FC Nürnberg ein Lebenszeichen gesetzt. Für das "Kleeblatt" mehr als nur ein Sieg.

Nürnberg. Und wenn man in seiner Debüt-Saison nur noch ein Spiel gewinnen konnte: Die Spielvereinigung Greuther Fürth hätte sich wohl dieses ausgesucht. In der 256. Auflage des ältesten Derbys der Bundesliga gewann das Team von Frank Kramer mit 1:0 beim 1. FC Nürnberg und rettete damit, was mit dem bevorstehenden Abstieg noch zu retten war.

Eine Saison auf den Kopf gestellt

Mit „einer mannschaftlich sehr geschlossenen Leistung in einem sehr intensiven Spiel“ holte sich die Spielvereinigung Greuther Fürth den Auswärtsdreier in Nürnberg, bilanzierte nachher Frank Kramer im Gespräch mit Goal.com. Sehr nüchtern klang diese Aussage, wenn man sich ins Gedächtnis rief, wie man den Erfolg noch eine halbe Stunde zuvor in der eigenen Kurve feierte. Den Abstieg wird zwar auch dieser Sieg nicht mehr verhindern können, mehr als ein Achtungserfolg bleibt es dennoch.

Denn: im erst zweiten und vorerst letzten Auflage des historischsten Derbys in Deutschland blieb Fürth erneut ungeschlagen, mehr noch: sie eroberten die Festung Nürnberg. „Das war wieder ein unvergesslicher Moment“, bilanzierte Fürths Edgar Prib. Prib hatte vor eineinhalb Jahren das Siegtor beim 1:0-Erfolg im Pokal geschossen und wurde damals zum Held. In den vergangenen drei Spielen gegen den Club bleibt das „Kleeblatt“ somit ungeschlagen. Zwei Siege, ein torloses Remis. „Wir können ja mal den Antrag stellen, nur noch gegen Nürnberg zu spielen“, witzelte Wolfgang Hesl nach der Partie.

„Es gibt nichts schöneres“

Als „einen schönen Schuss“ bezeichnete Johannes Geis sein Tor nach der Partie gegenüber Goal.com. Das Fürther Eigengewächs hatte aus gut 25 Meter Maß genommen und den Ball ins linke obere Toreck versenkt. „Im Derby mit links so ein Tor zu schießen - es gibt nichts Schöneres“, freute sich der Youngster im Anschluss an sein goldenes Tor. Nach dem Tor stand die Fürther Bank bereits Kopf, nach Spielschluss wurde sogar noch ekstatischer gefeiert.

Man konnte nicht glauben, dass es ein designierter Absteiger war, der in der Südkurve des Grundig-Stadions in Nürnberg seinen Sieg feierte. Ausgelassen hüpften Frank Kramer und seine Spieler wild umher. Es war förmlich zu spüren, dass man so lange auf diesen einen Sieg gewartet hatte. Für den Torschützen war es bereits vorher klar, denn Geis habe schließlich „noch nie ein Derby verloren.“

Roulette mit überragendem Hesl

Neben der klaren Antwort, die die Spielvereinigung im Derby gegeben hat, konnte auch der Fürther Keeper Wolfgang Hesl Werbung in eigener Sache betreiben. Nachdem Trainer Kramer die Rotation zwischen ihm und Max Grün ausgerufen hatte, kam Hesl nur in jedem zweiten Spiel zum Einsatz. In Nürnberg spielte er hervorragend, entschärfte mit diversen Großtaten FCN-Chancen und sicherte somit den prestigeträchtigen Sieg. „Wir haben heute gearbeitet, gekämpft und dann gewinnt man auch Spiele.“ Und in der Torwartfrage? „Da müssen sie mit dem Trainer sprechen ,nicht mit mir“, sagte der Matchwinner bei einem Hauch von Grinsen. Der Derbyerfolg hat trotz bevorstehendem Abstieg einige Wogen geglättet.

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