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Ruhe, Ruhrpott, Henkelpott: Für Mesut Özil stand vor dem Clash gegen Dortmund Schonung auf dem Programm. In Madrid sorgten dennoch Männer aus dem Ruhrgebiet für Schlagzeilen.

Madrid. Aller guten Dinge sind drei! Ein Motto, dass bei Real Madrid zur Zeit an der Kabinenwand hängen könnte. Die Königlichen um Jose Mourinho stehen zum dritten Mal nacheinander unter den besten vier Europas. Und seit letztem Freitag steht fest, dass es zum dritten Mal in dieser Saison gegen Borussia Dortmund geht. Für den gebürtigen Gelsenkirchener Mesut Özil wieder mal eine ganz spezielle Geschichte.

„Jetzt ist die Zeit reif“

„Dortmund: Schwer – aber machbar. In drei Jahren war ich mit Real drei Mal im Halbfinale. Jetzt ist die Zeit reif, ins Finale zu kommen. Oder was meint ihr zum Los?“, bewertete Özil die Auslosung vergangenen Freitag via Facebook. 2011 war gegen Erzrivalen Barcelona Schluss, 2012 schmissen die Bayern Real im Elfmeterschießen aus dem Wettbewerb. 2013 gibt es nun das Wiedersehen mit dem zähen Vorrundengegner, an den zumindest der 24-Jährige eine gute Erinnerung haben dürfte: Sein Last-Minute-Treffer zum 2:2 per Freistoß ersparte Real eine bittere Heimpleite gegen die Westfalen.

Pause gegen Bilbao


Ein ähnliches Szenario soll kurz vor dem Finale natürlich verhindert werden. La Liga ist entschieden und nichts sehnen die Königlichen mehr herbei als „La Decima“: Alles konzentriert sich auf den Henkelpott! Dem kicker sagte Özil: „Darauf arbeiten wir schon das ganze Jahr hin. Also werden wir alles dafür tun, Dortmund in den beiden Duellen auszuschalten.“ Zum Ligaspiel nach Bilbao reiste er wegen einer Grippeerkrankung erst gar nicht. Ohne den deutschen Nationalspieler kam Real im Hexenkessel San Mames zu einem ungefährdeten 3:0 über Atletic, durch Treffer von Ronaldo und Higuain.



Sucht Madrid auf Schalke schon nach dem Özil 2.0?

So sorgten andere aus dem Ruhrgebiet für Schlagzeilen in der spanischen Hauptstadt. Die Marca schrieb, dass Real die Flügelspieler Callejon und Di Maria abgeben möchte und veröffentlichte fast gleichzeitig Aussagen von Julian Draxler, für den bei den Königlichen „ein Traum“ in Erfüllung ginge. Der Youngster wusste, bei wem er sich zu informieren hatte: „Ich rede viel mit Özil und interessiere mich für sein Leben in Madrid. Als ich ihn fragte, sagte er, dass er sehr glücklich in Madrid ist.“ Allerdings wird der Knappe die Gemüter wohl nur kurzweilig beschäftigen.

Mesut, der „Maschinenraum“

Die eigentliche Aufmerksamkeit hat vor dem anstehenden Halbfinale gegen die Borussen längst wieder Jürgen Klopp auf sich gezogen, vor dessen 'Genialität' spanische Medien fasziniert warnen und der rund um das Bernabeu mitunter schon als Nachfolger Jose Mourinhos gehandelt wird. Für Özil interessierte sich derweil der Blätterwald auf der anderen Seite des Atlantiks: Die New York Times widmete ihm ein Porträt und adelte ihn dabei als „Herzschag“ und „Maschinenraum“ von Mourinhos Team.

Anzunehmen, dass der Deutsch-Türke die Maschinen in der kommenden Woche wieder hoch fährt. Wahrscheinlich auch schon gegen Betis am Wochenende. Aber das Match gegen den BVB dürfte in vielerlei Hinsicht eine interessante Begegnung für ihn werden: Als Ex-Schalker und gebürtiger Gelsenkirchener gegen den 'Erzfeind', als deutscher Nationalkicker gegen seine Kollegen – und nicht zuletzt als Real-Spieler, gegen das Team, welches dem weißen Ballet schon in der Vorrunde zweimal Knüppel zwischen die Beine schmiss.

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