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Philipp Lahm: „Jeder will spielen und nutzt die Chance, die er bekommt“

Das 6:1 gegen Wolfsburg war einmal mehr eine perfekte Maßnahme, das Selbstvertrauen der Ersatzspieler zu polieren. Shaqiri und Co. sind obenauf.

München. Am Ende schenkte der FC Bayern dem VfL Wolfsburg sechs Buden ein – darunter ein lupenreiner Hattrick von Mario Gomez in sechs Minuten. Reden wollte der Angreifer nach der Partie trotzdem nicht, dafür aber der eigentliche Matchwinner: Xherdan Shaqiri. Lob  für den Schweizer gab es von allen Seiten, auch wenn man im zweiten Durchgang den Eindruck hatte, die Bayern trainieren tödliche Spielzüge.

Heynckes tobt

Im ersten Durchgang sah es ganz und gar nicht nach einer deutlichen Angelegenheit aus. Die Münchner nutzten zwar zwei Fehler der Wolfsburger eiskalt aus, doch die Elf von Dieter Hecking spielte mutig mit und belohnte sich mit dem Anschlusstreffer durch Diego. Heynckes tobte auf der Bank und gab nervös Anweisungen. Nach der Pause erlebten die Zuschauer dann die eigentliche Wende zu einem niveauvollen Trainingsspiel: „Nach dem 3:1 war eigentlich schon der Deckel drauf. Danach hat man gesehen, was wir können, wenn man uns ein bisschen Raum lässt. Mario macht dann noch drei Tore, das ist natürlich überragend“, ließ Thomas Müller nach dem Kantersieg in der Mixed Zone verlauten.

Es dauerte auch so lange, bis die Zuschauer richtig wach wurden und für eine fabelhafte Stimmung sorgten: „Wir freuen uns über eine gute Leistung. Die Stimmung war super. Unser Ziel haben wir erreicht, und ein bisschen was Besonderes war auch noch dabei. Heute war alles gut“, fügte der rundum zufriedene Müller an. Für das Finale gibt es eine klare Marschrichtung: „Wir wollen das Ding gewinnen. Dann wird die Stimmung noch ein bisschen besser sein.“ Auch Shaqiri hat Blut geleckt: „Wir wollten alle ins Finale, das haben wir nun geschafft und wollen es auch gewinnen.“

In München ist nix zu holen

 „In der ersten Halbzeit haben wir nicht unsere Leistung abgerufen und das 2:1 vor der Halbzeit kassiert. Das 3:1 nach der Halbzeit war ein sehr wichtiges Tor. Wir haben sofort gezeigt: Heute ist nix zu holen“, erklärte Philipp Lahm. In den nächsten Spielen sind Siege fest eingeplant: „Wir haben Rekorde zu brechen in der Liga, die wollen wir mitnehmen.“



Jeder will und kann

Shaqiri, Robben, Gomez – an allen sechs Toren waren die Edelreservisten beteiligt und zeigten einmal mehr, dass sie in die Startelf wollen. „Ich freue mich sehr, dass wir Mandzukic, Gomez und Pizarro haben. Alle sind überragend“, meinte Dante. „Er kennt seine Qualitäten. Wenn er soviel Platz hat, schepperts halt“, fasste Müller die Leistung von Gomez kurz und knapp zusammen. Für Lahm war es einfach „sensationell. Aber das gilt nicht nur für Mario. Diego hat heute in der Früh den Anruf bekommen und spielt dann so ein Spiel wie heute. Das ist einfach super und angenehm für die Spieler, die die meisten Spiele machen“, gab es noch ein Sonderlob für Diego Contento, der David Alaba kurzfrisitg ersetzt hatte.

Und Shaqiri? „Er war an den ersten vier Toren beteiligt, das ist top und gibt der Mannschaft noch viele andere Optionen. Jeder will bei uns spielen, und jeder nutzt die Chance, die er bekommt“, erklärte Lahm. Auch von Müller gab es Lob für den Schweizer, der einfach überall zu finden war: „Shaqiri war unser freier Mann heute. Er hat einige Wolfsburger zugestellt, einige Angriffe initiiert und ein gutes Spiel gemacht.“ Der Offensivspieler war ebenfalls zufrieden: „Ich wollte eine gute Leistung zeigen. Das ist mir und den anderen auch gelungen.“ Mal wieder wurde der Unterschied zur letzten Saison deutlich: Die Bayern-Bank ist heiß!

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