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Ein Arbeiter auf höchstem Niveau - Mario Mandzukic trifft auf den Ex-Verein VfL Wolfsburg

Zuerst belächelt, nun im Fokus: Viele bezeichnen Mario Mandzukic mittlerweile als „fehlendes Puzzlestück" im Konstrukt des Rekordmeisters.

München. Am Abend bekommt es der FC Bayern München im DFB-Pokal-Halbfinale mit dem VfL Wolfsburg zu tun. Für Mario Mandzukic wird es eine besondere Partie, spielte der Kroate noch in der letzten Saison für die Wölfe.

Besonders gesprächig ist der Angreifer nicht gerade. Meistens läuft er in der Mixed Zone an allen Journalisten vorbei, ohne ein Wort zu verlieren. Wenn er sich dann mal erbarmt, geht er relativ sparsam mit seinen Aussagen um. Mandzukic lässt lieber Taten sprechen.

In Wolfsburg als Vorbereiter

2010 kam Mandzukic aus Kroatien zum VfL Wolfsburg. In seiner ersten Saison brachte er es auf acht Tore und zwei Vorlagen, ein Jahr später lief es besser für den Angreifer: Zwölf Treffer und zehn Vorlagen. Keine Bilanz, die den FC Byern hellhörig werden lässt, doch tatsächlich kam es zum Tausch zwischen Olic und Mandzukic. In erster Linie sollte er den Konkurrenzkampf im Sturm anheizen, wo Mario Gomez als klare Nummer eins in die Saison ging. Der Rest ist bekannt.

Mandzukic erzielte bisher 19 Pflichtspieltore und ist aktuell die klare Nummer eins im Bayern-Sturm. Warum? Nun, der Kroate gehört zu den wichtigsten Eckpfeilern im System von Jupp Heynckes. Ein Stürmer, der voller Leidenschaft in die Zweikämpfe geht, keinen Laufweg scheut und sowohl austeilen als auch einstecken kann, das hat man besonders im Duell gegen Giorgio Chiellini gesehen: „Das pusht mich nach vorne und macht mich besser. Wenn ich in Ruhe gelassen werde, schlafe ich ein", lauteten die Worte des Angreifers nach dem Viertelfinale gegen Juventus Turin bei Sky.



Die richtige Einstellung

Wahrscheinlich hätte Mario Gomez genauso viele Tore erzielt, doch Mandzukic ist defensiv enorm wichtig bei den Bayern. Mit seiner giftigen Spielweise stört er den Gegner sehr früh in deren Hälfte am Spielaufbau und läuft sich dabei die Seele aus dem Leib. Selbst wenn er kein Tor erzielt, Lob bekommt der Kroate fast nach jeder Partie. Mandzukic glaubt bis zur allerletzten Sekunde an sich. Das merkt man auf dem Platz und genau diese Einstellung wird von den Bayern geschätzt. Mandzukic ist wahrlich kein Spieler, gegen den man gerne spielt.

Der Torjäger hätte das Halbfinale gegen seinen ehemaligen Verein lieber vermieden: „Wolfsburg ist auch ein bisschen Heimat für mich. Ich hätte es mir lieber gewünscht, wenn wir erst im Finale gegeneinander gespielt hätten“, ließ er bei ARD verlauten. Grundsätzlich kann sich der Kroate allerdings freuen: Im Hinspiel der Bundesliga traf er zweimal, im Rückspiel sogar per Fallrückzieher. Heute Abend kann Mandzukic die Bayern ins Finale schießen und einmal mehr zeigen, wie wichtig er ist.

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