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Bayer Leverkusen hält den FC Schalke 04 mit einem 2:2-Remis im Topspiel am Samstagabend auf Distanz. Doch nach dem Spiel gab es nur ein Thema: Das Führungstor der Leverkusener.

Gelsenkirchen. Eigentlich dürften sowohl der FC Schalke 04 als auch Bayer Leverkusen mit dem 2:2-Untentschieden im Topspiel am Samstagabend zufrieden sein. Doch vor allem auf Leverkusener Seite war man enttäuscht, dass er trotz einer komfortablen Führung erneut nicht zum Sieg reichte.

Besonderen Gesprächsbedarf lieferte aber eine Szene in der 39. Minute: Nach einer Ecke stoßen Stefan Kießling und Ciprian Marica mit den Köpfen zusammen. Der Schalker Stürmer bleibt liegen, doch Bayer Leverkusen startet über Lars Bender einen erneuten Angriffsversuch. Er schlug den Ball auf den langen Pfosten, wo Simon Rolfes keine Mühe hatte, die Kugel ins gegnerische Tor zu drücken. Während sich der Kapitän feiern ließ, ertönte ein gellendes Pfeifkonzert und die Schalker Spieler diskutierten mit dem Schiedsrichter. Ihrer Meinung nach hätte Manuel Gräfe die Situation unterbrechen müssen.

Marica sauer, Leverkusener wissen nicht warum

„Meinem Empfinden nach war es ein Foul. Abgesehen davon denke ich, wenn ein Spieler am Boden liegt, spielt man den Ball ins Aus. Das war kein Fair Play was Leverkusen in der Szene gemacht hat“, ärgerte sich Ciprian Marica. Julian Draxler hingegen nahm seine Gegenspieler aus Leverkusen in Schutz. „Heute stand viel auf dem Spiel. Ich denke, wäre es ein anderes Spiel gewesen, hätten die Leverkusener den Ball auch ins Aus gespielt. Ich bin aber ehrlich: Wenn ich sehe, dass jemand im Fünfmeterraum auf dem Boden liegt, dann spiele ich den Ball raus“, sagte der offensive Mittelfeldspieler.

Auf Seiten von Bayer Leverkusen konnte man die ganze Aufregung nicht nachvollziehen. „Das war keine Unsportlichkeit. Ich will denjenigen sehen, der in so einer Situation den Ball raus spielt“, sagte Simon Rolfes, der Torschütze des umstrittenen Tores. Der Flankengeber Lars Bender beteuerte zudem, dass er Marica überhaupt nicht gesehen hat: „Ich schaue nur auf den Ball. Ich habe keinen am Boden liegen sehen, deshalb habe ich auch weitergespielt. Wenn ich es gesehen hätte, hätte ich den Ball auch ins Aus gespielt.“

Völler lobt Bender; Keller kritisiert Gräfe

Rudi Völler sah die Szene ebenfalls nicht als problematisch und diskussionswürdig an. Er gratulierte Lars Bender sogar, dass er weitergespielt hat. „In England hätte man den Spieler entlassen, wenn er den Ball raus gespielt hätte. Bender hat in der Szene alles richtig gemacht“, erklärte der Sportmanager. Jens Keller gab den Leverkusenern ebenfalls keine Schuld, verwies aber auf die Rolle des Schiedsrichters: „Ich will nicht über einen Spieler des Gegners richten. Der Schiedsrichter allerdings hätte unterbrechen müssen. Ich bin mit der Leistung total unzufrieden.“

EURE MEINUNG: Hätten die Leverkusener den Ball ins Aus spielen müssen?

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