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Borussia Dortmund hat mehr Spaß am Los als Real Madrid

Die Borussen sind zweifelsohne der „kleinste“ Klub unter den vier Halbfinalisten. Diese Ausgangslage und die guten Erfahrungen gegen Real machen Madrid zum BVB-Wunschlos.

Dortmund. Es ist entschieden: Borussia Dortmund muss im Halbfinale der Champions League gegen Real Madrid ran. Dieses Duell gab es bereits in der „Todesgruppe“ im Herbst des vergangenen Jahres zwei Mal – und die beiden Partien dürften den Fans der beiden Klubs Lust auf mehr machen. Dass es im Halbfinale der „Königsklasse“ für einen Klub wie Borussia Dortmund keine leichten Gegner mehr gibt, war allen schwarz-gelben Beteiligten schon vorher klar. Dennoch dürfte Real so etwas wie ein Wunschlos für den deutschen Meister und Pokalsieger sein.

Kein deutsches Duell

Bayern München und der FC Barcelona wären die anderen möglichen Gegner gewesen. Die Bayern sind derzeit in einer überragenden Form und haben in der Liga jetzt schon den Titelgewinn perfekt gemacht. Nach ihrer langen Durststrecke gegen den BVB, die mitverantwortlich dafür war, dass die Dortmunder in den letzten beiden Jahren zwei Meisterschaften und einen Pokalsieg holen konnten, haben sie ihr schwarz-gelbes Trauma durch den 1:0-Sieg im Pokal-Viertelfinale vor ein paar Wochen überwunden. Der „Fluch BVB“ ist Geschichte für die Bayern, die zweifelsohne mit viel Selbstvertrauen und ihrer großen Klasse in die Duelle gegen Dortmund gegangen wären.

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Barca bleibt dem BVB erspart

Aber dazu kommt es nicht – genauso wenig wie zu einem Doppelpack gegen den FC Barcelona. Obwohl sich die Katalanen in dieser Saison in der Champions League durchaus schwer getan haben, bei Celtic und Milan Niederlagen kassierten und gegen Paris Saint-Germain beide Spiele nicht gewinnen konnten, gelten sie immer noch als beste Mannschaft der Welt. Wie man Lionel Messi und die anderen Barca-Stars effektiv zwei Spiele lang stoppen kann, haben bislang nur Inter Mailand und der FC Chelsea mit einer extremen Defensivtaktik und viel Glück hinbekommen. Dass dem BVB dieses Los erspart geblieben ist und sich stattdessen die Bayern an Barca abarbeiten dürfen, wird den Dortmunder ebenfalls gefallen.

Zwei Spiele in der Erinnerung

Bleibt also nur noch die Mannschaft, die es schließlich als BVB-Gegner geworden ist: Real Madrid. Der spanische Meister gewann keines seiner beiden Spiele gegen die Borussen in dieser Saison. In Dortmund siegten die Gastgeber nach einem tollen Spiel mit 2:1, im Rückspiel im Santiago Bernabeu sorgte erst ein Freistoßtor von Mesut Özil kurz vor Schluss für den 2:2-Ausgleich. Wobei man aus Borussen-Sicht eingestehen muss, dass das Ergebnis völlig in Ordnung ging, weil Real in der zweiten Halbzeit viel Druck gemacht hatte. Aber die erste Hälfte sprach eindeutig für den BVB – und das wird auch noch Real in Erinnerung geblieben sein.

Real passt als Gegner

Diese beiden Resultate gefallen den Dortmundern mit Sicherheit besser als den Madrilenen und sie werden für Zuversicht und Selbstvertrauen beim Deutschen Meister sorgen. Außerdem passt Real dem BVB als Gegner, weil die „Königlichen“ nicht wie Barcelona auf unendlich langen Ballbesitz aus sind, sondern eher das andere Team mitspielen lassen, um Konter zu setzen. Die Borussen sind hingegen mit Spielern wie Mario Götze, Marco Reus und Ilkay Gündogan in der Lage, den Ball mit kurzen Pässen in den eigenen Reihen zu halten und für die anderen Spieler gefährlich vors Tor zu tragen.

Wenig zu verlieren

Die Dortmunder haben schon bewiesen, dass sie gegen Real mithalten und sogar gewinnen können, aber trotzdem sind sie der Außenseiter im Duell mit dem spanischen Top-Klub. Der Druck liegt also bei den „Königlichen“ – und der BVB hat wenig zu verlieren. Dass die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp für eine Überraschung sorgen kann, ist allen Beteiligten klar. Was spricht also dagegen, es in die Tat umzusetzen?

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