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Diese Saison hatten sich alle Beteiligten beim VfB anders vorgestellt. Statt einer positiven Entwicklung ging es eher einen Schritt zurück. Nun muss man sich Fragen, wieso.

Stuttgart. Der VfB Stuttgart spielt eine von Krisen durchsetzte Saison in der Bundesliga und hat immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen. Die Hinrunde lief dabei gar nicht schlecht, jedenfalls für Stuttgarter Verhältnisse. Als neunter beendete man die Hinrunde solide und überwinterte nach schlechtem Start überraschend doch noch in der Europa League.

Anspruch entspricht nicht der Realität

Auch für diese Saison hieß das selbsternannte Ziel die Qualifikation für Europa. Davon sind die ambitionierten Schwaben allerdings meilenweit entfernt und man muss eher Angst haben, erneut im Abstiegskampf zu landen. Spielerisch überzeugte der VfB, mit Ausnahme von wenigen Spielen, die komplette Saison nicht, doch zumindest die Ergebnisse stimmten in der Hinrunde oftmals noch. Nach dem kapitalen Fehlstart in die Rückrunde mit vier Niederlagen in Serie, war die Panik und der Unmut bei den Verantwortlichen und den Fans groß.

Zuletzt konnte immerhin die „Rote Laterne“ der Rückrundentabelle an Greuther Fürth abgeben werden. Dies kann die erfolgsverwöhnten Fans aber wohl kaum zufriedenstellen. Trostpflaster bleibt einzig der DFB-Pokal, wo man im Halbfinale mit Freiburg einen schlagbaren Gegner zugelost bekommen hat und somit berechtigte Hoffnung haben kann, dass Finale in Berlin zu erreichen. Dies scheint auch die einzige Chance für den VfB zu sein, nächste Saison doch noch international antreten zu dürfen, nachdem die Reise durch Europa nach den kläglichen Auftritten gegen Lazio Rom beendet ist und der Verein in der Bundesliga seinen eigenen Ambitionen hinterher hinkt.

Viele Probleme bereiten Labbadia Kopfzerbrechen

Wo liegen nun die Gründe für diese bisher verkorkste Saison? Am Kader kann es ja nicht ausschließlich liegen, da der mit einem Marktwert von etwa 90 Millionen Euro auf Platz sieben der entsprechenden Tabelle liegt. Die Mannschaft ist nicht ausgewogen genug und zu sehr abhängig von Spielern, wie beispielsweise Ibisevic im Sturm. Sind diese Spieler nicht in Form, kann das die restliche Mannschaft nicht kompensieren. Die Leitwölfe der Mannschaft, wie Kvist oder Tasci, laufen schon die ganze Saison ihrer Form hinterher und können der Mannschaft keine Stabilität und Konstanz verleihen.

Im Winter wollte der Verein sich noch einmal verstärken, um die Mannschaft durch neue Impulse und Konkurrenzkampf zu pushen. Doch Sportdirektor Bobic bewies diesmal kein so glückliches Händchen wie noch im Jahr zuvor. Keiner der Neuzugänge hat bisher einen Stammplatz erobert und nur Maxim hat schon andeuten lassen, dass er ein guter Kicker ist. Spieler aus der eigenen Jugend, eine der erfolgreichsten Deutschlands, kann der Trainer auch nur bedingt einsetzten, da zu viel auf dem Spiel steht und die Mannschaft erst wieder an Stabilität und Konstanz gewinnen muss.

Unerklärliche Abwehrfehler spitzen Situation zu

Die Abwehr strahlt gerade in der Rückrunde überhaupt keine Sicherheit aus und lässt ihren Schlussmann Ulreich ein ums andere Mal im Stich. 46 Gegentore unterstreichen das deutlich. Doch auch vorne läuft es nicht wirklich rund. Die 29 Stuttgarter Tore wurden nur von sieben Akteuren erzielt und kein einziges Jokertor war dabei, die schlechtesten Werte in der Bundesliga. Dies verdeutlicht ein weiteres Problem, dass den VfB diese Saison begleitet.

Labbadia beweist kein glückliches Händchen bei Einwechslungen und fördert so den Unmut der Fans weiter. Ein weiteres Problem ist die Heimschwäche der Schwaben. 2013 konnte man von sieben Heimspielen nur eins im Pokal gegen Bochum gewinnen. Der Geduldsfaden ist bei den Fans mittlerweile am Ende. Immerhin können sich die Schwaben jetzt voll auf die verbleibenden Bundesligapartien konzentrieren und es gibt ja immer noch die Möglichkeit, die schlechte Saison im Pokal mit einem Titel zu Ende zu bringen.  

EURE MEINUNG: Wieso spielt der VfB eine derart schlechte Saison?


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