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Uli Hoeneß nach der Meisterschaft: „Eindeutige Antwort“ an Borussia Dortmund

Der FC Bayern München feiert die früheste Meisterschaft aller Zeiten. Zwar vorerst in Maßen, aber es ist laut Uli Hoeneß eine „eindeutige Antwort“ an Dortmund.

Frankfurt. Der FC Bayern München ist Deutscher Meister! Den Münchnern reichte ein 1:0 (0:0)-Sieg bei Eintracht Frankfurt. Im Anschluss äußerten sich Präsident Uli Hoeneß, Sportdirektor Matthias Sammer und einige Akteure zum schnellsten Meistertitel aller Zeiten.

Matthias Sammer verrät die Ursachen für den Titel

Sammer war einer der ersten in den Katakomben der Commerzbank-Arena. Unmittelbar nach Abpfiff ging er in die Kabine und genoss seinen ersten Titel mit dem FC Bayern. Anschließend erklärte er die Ursachen für diesen frühesten Titel aller Zeiten: „Es fühlt sich sehr gut an. Es klingt vielleicht ein bisschen blöd, aber wenn man es analyisieren will, liegt die Ursache im letzten Sommer: Die Bayern sind dreimal Zweiter geworden, die Nationalmannschaft ist bei der Euro ausgeschieden. Das ist psychologisch keine einfache Situation gewesen, aber der Verein hat gut darauf reagiert.“ Konkret spricht Matthias Sammer über die bereits im Vorfeld getätigten Transfers und die Reaktion von Trainer Jupp Heynckes auf die Saison 2011/2012.

Den Titel genießt Sammer im Stillen. Wie die Mannschaft feiert, davon wusste er deshalb nicht zu berichten. „Das ist etwas außergewöhnliches, es ist ein Genuss. Ich muss mich immer wieder bewähren“, erklärte der 45-Jährige im Anschluss an die Partie.

Uli Hoeneß: „Eindeutige Antwort“ an Borussia Dortmund

Ohne konkret auf Borussia Dortmund angesprochen zu werden bedankte sich Hoeneß teilweise bei der Konkurrenz aus Dortmund. „Normalerweise ärgert uns ein Verein nur einmal. Dortmund hat das zweimal geschafft, dafür müssen wir ihnen Respekt zollen. Unsere Antwort war natürlich eindeutig, 20 Punkte Abstand sind deutlich“, erläuterte der Präsident der Bayern seinen Standpunkt.

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Lob gab es vor allem für die Reaktion der Mannschaft: „Wir haben sehr oft enge Meisterschaften erlebt. Jetzt feiern wir einen überragenden Titel. Egal wie die Saison nun ausgeht, irgendwann wird die große Feier kommen. Ich finde es toll wie die Mannschaft reagiert. Sie wollen Meister werden, den DFB-Pokal und die Champions League auch gewinnen. Das war eine super Saison.“

Lahm will Rekorde und weitere Titel

Philipp Lahm äußerte sich im Anschluss von den Spielern wohl am zielstrebigsten. Kein Wunder, der Kapitän der Bayern und der deutschen Nationalmannschaft stand nach den Rückschlägen der letzten Saison mit im Fokus der Kritik. „Jetzt haben wir endlich die Schale, das ist etwas besonderes. In der Bundesliga können wir noch ein paar Rekorde knacken, aber vor allem in anderen Wettbewerben geht es noch weiter. Wir wollten so früh wie möglich Meister werden, wollen in der Rückrunde alle Spiele gewinnen“, gab sich der 29-Jährige kämpferisch. „Ein Ziel war es zwar, Deutscher Meister zu werden. Dass wir noch andere, große Ziele haben, das weiß jeder.“


In der Bundesliga will Lahm weitere Rekorde brechen: „Wir werden auch in der Bundesliga keinen Abfall der Leistung erleben. Wir haben Rekorde zu brechen und es ist schön, wenn man sie bricht. Das darf man nicht vergessen. Am Wochenende steht also noch genügend an.“ Bereits jetzt ist der FC Bayern der früheste Meister aller Zeiten und hat mittlerweile elf Partien in Folge gewonnen - auch das ist ein Rekord.

Müller hat es lieber früher

Nach dem Meistertitel 2009/2010 feierte Thomas Müller seine zweite Meisterschaft mit dem FC Bayern: „Emotionaler ist es natürlich auf den letzten Drücker, aber mir ist es lieber so. Wir haben noch andere Ziele, dadurch wird das alles ein bisschen gedämpft. Die Freude ist dennoch groß.“

Franck Ribery wies vor allem auf die zwei Jahre ohne Meistertitel hin: „Für den FC Bayern ist das ein langer Zeitraum. Wir haben dieses Jahr Spiele gewonnen, die wir letzte Saison nicht gewonnen hätten. Wir verdienen diese Meisterschaft, wir haben einfach stark gespielt.“

„Kälteste“ Meisterschaft für Heynckes

Acht Akteure beim FC Bayern waren noch nie Deutscher Meister! Gerade beim Rekordmeister, der normalerweise Titel in Serie feiert, ist das tatsächlich ungewöhnlich. Darauf wies auch Trainer Heynckes auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Partie gegen Frankfurt hin: „Ich bin schon einige Male Meister geworden  - aber es war noch nie so kalt wie heute. Es ist auch ungewöhnlich, dass acht Spieler im Aufgebot waren, die noch nie Meister geworden sind. Das ist für die Spieler ein emotionaler, bewegender Moment.”

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