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Bayer lässt Wölfe entkommen: Nur Remis, jetzt wartet Schalke

Bayer lässt Punkte in einem Spiel gegen Wölfe, die man über weite Strecken dominiert hatte. Der Ärger ist groß, doch der Blick geht nach Schalke, wo nun ein direktes Duell wartet.

Leverkusen. Sich nicht belohnt, den Sack nicht zugemacht – es gibt viele Floskeln für das, was Bayer Leverkusen beim 1:1 gegen den VfL Wolfsburg widerfuhr. In einer starken ersten Hälfte dominierte man die harmlosen Gäste im Duell der Werksklubs mühelos.

Und Andre Schürrle gelang früh die Führung nach Kjaer-Fehler, alles lief nach Drehbuch, doch dann fing Bayer an zu schludern: Bis vor das Tor trug man die Angriffe stark vor, doch Stefan Kießling und Gonzalo Castro verpassten es, die Überlegenheit auszubauen.

Kjaer macht Fehler gut

„Das sind natürlich Spiele, die du in der ersten Halbzeit entscheiden musst. 1:0 war natürlich zu wenig“, wusste Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler später in der Mixed Zone. Und als dann in der zweiten Hälfte der Schlendrian bei Bayer größer wurde, war die Gefahr absehbar: Außer bei Standards waren die Wölfe harmlos, doch dort hatte bereits Naldo nach Ecke angedeutet, dass dies ein Mittel sein könnte – und so kam es: Freistoß Rodriguez in der 70., Kjaer stieg hoch und jagte die Kugel mit dem Rücken zum Kasten per Kopf ins Tor – Fehler wieder gut gemacht, Spiel ausgeglichen.

Sportchef Allofs sah das Ganze etwas rosig, als er die zwei Hälften zusammenfasste: „Wir haben uns in der ersten Halbzeit wieder mal durch einen Fehler in Nachteil gebracht, ab der 50. Minute haben wir angefangen Fußball zu spielen.“ Das tat jedoch an sich nur Leverkusen.

Kießling bedient

„Wolfsburg ist immer in der Lage, gegen uns ein Tor zu erzielen bei Standards, sie sind kopfballstark,“ war Völler klar gewesen, und nachdem er auch die eigenen verpassten Gelegenheiten mokiert hatte, schimpfte Stefan Kießling: „So kriegst du halt durch so einen beschissenen Freistoß, der total unnötig war, das Gegentor. Bitter, dass du da rausgehst und hast nur einen Punkt geholt.“ Das nach mindestens sieben hochkarätigen Chancen.

Duell mit S04

Damit geht der Blick auf nächstes Wochenende, denn da wartet nun ein Showdown um den dritten Champions-League-Platz, wenn Leverkusen bei Schalke gastiert. Königsblau ist vier Punkte hinter Leverkusen, bei einem Sieg wäre alles offen.

„Es wäre so oder so ein entscheidendes und wichtiges Spiel gewesen. Jetzt stehen wir klar unter Druck“, so Kießling und fügte kämpferisch hinzu: „Deshalb müssen wir jetzt mit aller Macht zusehen, auf Schalke zu gewinnen. Wir haben immer noch alles selber in der Hand, unser Ziel, den direkten Champions-League-Platz zu holen.“

Das jedoch dann ohne Boenisch und Reinartz, die jeweils die fünfte gelbe Karte sahen.

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