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Surprise, Surprise: Der FCB hat sich weit vor dem Saisonende die Meisterschaft gesichert. Kein Wunder, zu dominant waren die Heynckes-Schützlinge und zu inkonstant die Konkurrenz.

München. Herzlichen Glückwunsch, FC Bayern! Sieben Spieltage vor dem Saisonende hat der Rekordmeister sich Deutschlands Krone aufgesetzt und den 23. Meistertitel der Klubgeschichte eingefahren. Es war eine einseitige Saison mit dem FCB als einzig logischem Champion. Spannend war diese Spielzeit an der Spitze eigentlich nie und eben dieser Zustand dürfte Bosse und Spieler von der Säbener Straße so zufrieden stimmen.

REKORDMEISTER
Bayerns historisch gute Saison
REKORD FC BAYERN 2012/13
 TORDIFFERENZ
64 66
 PUNKTE
81 75
 ERZIELTE TORE
101 79
 WENIGSTE GEGENTORE
21 13
 AUSWÄRTSSIEGE
11 12
 SIEGE INSGESAMT
25 24
Nach zwei Jahren ohne Titel und in der ungebliebten Verfolgerrolle hinter Klopps BVB, haben die Bayern also das Kräfteverhältnis wieder zurecht gerückt und die Hackordnung hergestellt, wie sie nach dem Selbstverständnis der Münchener auszusehen hat.

Uli Hoeneß‘ Aussagen und Arjen Robbens Reaktion nach dem Pokal-Sieg gegen Dortmund lassen tief darauf blicken, wie groß der Frust in Bayern nach den letzten beiden Spielzeiten als Deutsche Nummer zwei gesessen haben muss.

Den mangelnden Konkurrenzkampf hatten sie nach drei zweiten Plätzen in der Vorsaison als Wurzel allen Übels ausgemacht und diese konsequent beseitigt: Alle Stars wurden gehalten und mit Javi Martinez, Dante und Mario Mandzukic kamen hungrige Spieler, die den Etablierten einheizten und zu Stammkräften wurden.

Matthias Sammer ersetzte als Sportchef den geschassten Christian Nerlinger und sorgte dafür, dass der Schlendrian meist draußen bleiben musste.

Vater des Erfolgs ist indes ohne Zweifel Jupp Heynckes. Dem Chefcoach gebührt viel Lob für seine Amtsführung. Ihm gelang es, eine Einheit zu schmieden, in der auch die unzufriedenen Reservisten nicht aufmuckten. Er dirigierte sein Team abgeklärt durch den Tanz auf drei Hochzeiten, entwickelte sich taktisch nochmals weiter und wahrte auch nach der Verkündung des spektakulären Guardiola-Deals den Fokus auf das Tagesgeschäft.

Und die Konkurrenz? Sie tat Ihr Übriges zum frühesten Titelgewinn der Bundesliga-Historie. Titelverteidiger Borussia Dortmund hatte diesmal größere Probleme mit der Dreifachbelastung und musste nach durchwachsenem Saisonstart früh abreißen lassen. Ruhr-Rivale Schalke 04 hatte viel mit sich selbst zu tun und schwächelte vor allem zum Ende der Hinrunde.

Bayer Leverkusen fügte dem FCB zwar die einzige Saisonpleite zu, war aber nie ein Kandidat für den Platz an der Sonne und eine Überraschungsmannschaft mit dem Potenzial zum ganz großen Wurf gab es nicht.

So darf nun an der Isar schon nach Spieltag 28 gefeiert werden. Wörtlich ist das nicht zu nehmen, denn die große Party soll erst am vorletzten Spieltag nach dem Match gegen Augsburg steigen. Richtig so, denn nun wartet in der Königsklasse das Rückspiel beiJuventus Turin. Der Traum vom Triple lebt in München weiter und mit dem Triumph in der Champions League soll aus einer sehr guten eine fantastische Saison werden.

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