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Die Freiburger spielen eine klasse Saison und zählen neben der Eintracht zu den Überraschungsteams dieser Bundesliga Saison. Sogar Europa scheint möglich zu sein.

Freiburg. Hätte man vor der Saison die Mannschaften nennen sollen, die Chancen haben, um die europäischen Plätze in der Bundesliga zu belegen, wäre der Name des SC Freiburg höchstens unter Experten gefallen. Natürlich haben die Freiburger schon in den vergangen beiden Spielzeiten bewiesen, dass im Breisgau gute Arbeit geleistet wird und dass für Freiburg mehr drin ist, als nur der Abstiegskampf. Gerade mit Spielern wie Daniel Caligiuri oder Max Kruse kann man einen gesicherten Mittelfeldplatz anstreben.

Jedes Jahr ein Kampf

Doch damit wären wir auch wieder bei den typischen Problemen der „kleinen“ Vereine. Ob man eine Saison erfolgreich gestalten kann, hängt immer auch davon ab, ob man Leistungsträger halten kann oder ob Neuverpflichtungen eingeschlagen oder nicht. Dadurch, dass Vereine wie Freiburg regelmäßig ihre besten Spieler abgeworben bekommen, ist die Mannschaft jedes Jahr eine Überraschungstüte. Zu diesem Thema äußerte sich ebenfalls Trainer Christian Streich vor einiger Zeit schon, als er von Zuständen wie auf dem Viehmarkt sprach. Ganz unrecht hat er sicherlich nicht.

Mit Kruse Volltreffer gelandet

Mit Max Kruse hat man im vergangenen Sommer einen Volltreffer gelandet, der für 750.000 Euro recht günstig von St. Pauli geholt werden konnte. Er hat sicherlich einen großen Teil dazu beigetragen, dass das Team nach 27 Spieltagen mit 39 Punkten auf Platz sieben der Tabelle steht. Lediglich die schlechtere Tordifferenz trennt sie von einem europäischen Platz. Erst am vergangenen Spieltag stellte er wieder unter Beweis, wie wichtig er für die Mannschaft ist, indem er mit zwei Toren Gladbach quasi im Alleingang abschoss.

Dumm nur, dass gerade die Borussia Kruse unbedingt verpflichten möchte. Verwunderlich wäre es auf jeden Fall nicht, wenn die Freiburger am Ende der Saison wieder ihren Besten abgeben müssten, wie es vor zwei Jahren erst bei Cissé der Fall war. Durch die festgeschriebene Ablöse von 2,5 Millionen Euro kann man dann immerhin ein Transferplus verzeichnen. Dennoch würden in Freiburg wohl alle auf die Ablöse verzichten und Kruse behalten, da die Gewissheit, dass ein neuer Spieler genauso einschlägt wie er, nicht gegeben ist. Kruse ist jedoch nicht Freiburgs einzige Stärke.

Abwehrstärke und Trainer als Geheimwaffe

Die Defensive ist das eigentliche Prunkstück der Breisgauer in dieser Spielzeit. Siebenmal konnte man im heimischen Stadion bereits zu Null spielen und nimmt man die beiden Partien gegen Dortmund und Wolfsburg mal raus, in denen man jeweils satte 5 Tore hinnehmen musste, haben die Freiburger die wenigsten Gegentore nach den Bayern bekommen. Ein weiterer Garant für den Erfolg scheint Trainer Streich zu sein. Unter ihm blühen vor allem die jungen Spieler auf, denen er das Vertrauen schenkt. So kann Freiburg endlich von der sehr guten Nachwuchsarbeit profitieren. Wie nachhaltig der Erfolg des Vereins nun tatsächlich sein wird, ist schwierig vorherzusehen.

Zu viele personelle Fragezeichen stehen momentan noch im Raum. Mit dem fast sicheren Abgang von Kruse stellt sich die Frage, ob Spieler wie Caligiuri oder Schmid nicht auch in anderen Vereinen bessere Perspektiven sehen. Fakt ist, dass die junge Mannschaft solche Leitwölfe braucht und man beim Sportclub versucht, die Mannschaft so gut wie möglich zusammenzuhalten. Ob sich der Erfolg der momentanen Saison im nächsten Jahr bestätigen wird, steht momentan noch in den Sternen und hängt auch vom Verlauf der restlichen Saison ab. Immerhin hat man noch zwei Chancen, um nächste Saison europäisch spielen zu können. Damit würde man sicherlich ein Argument schaffen, um Spieler halten zu können.

EURE MEINUNG: Kann Freiburg die guten Ergebnisse nächste Saison bestätigen?

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