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Der FC Bayern München souverän gegen Juventus Turin, doch Bastian Schweinsteiger hadert: „Hätten ein Tor mehr erzielen können“

Der Mittelfeldspieler wirkte nach dem Spiel nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Ähnlich sahen es seine Mitspieler, die trotzdem allesamt bescheiden blieben.

München. Runde eins im Viertelfinale geht mit einem deutlichen Ausrufezeichen an den FC Bayern München. Gegen ein schwaches Juventus Turin kommt der Gastgeber zu einem ungefährdeten 2:0-Sieg. Wie in der gesamten Saison üben sich Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und Co. in Bescheidenheit – ein Tor mehr hätte es dennoch sein können.

Frühe Führung

Von dem frühen 1:0 zeigte sich Schweinsteiger mehr als überrascht: „Ich bin wieder zur Mittellinie gelaufen, weil ich dachte, der Torwart nimmt ihn mit der Brust an“, scherzte er. Insgesamt haderte er mit dem Endergebnis: „Es war interessant und eine Herausforderung für uns, gegen ein ungewohntes System. Vor dem Spiel hätten wir das 2:0 auf jeden Fall unterschrieben, aber bei dem Spielverlauf hätten wir ein Tor mehr erzielen können“, so der Stratege nach der Partie in der Mixed Zone. Philipp Lahm sah dies ähnlich: „Das war heute eine sehr gute Leistung. Juve hatte kaum Torchancen. Wir hatten sogar die Möglichkeit, höher zu gewinnen.“



„Klar ist es ein Wunschergebnis. Wenn man das Spiel betrachtet, hätten wir noch das eine oder andere Tor erzielen können, aber wir sind natürlich zufrieden. Es wird aber noch harte Arbeit“, so die ähnlichen Worte von Manuel Neuer, der auch auswärts „zu null“ spielen will. Am Dienstag traf Bayern auf ein 3-5-2, welches in der Bundesliga beispielsweise unüblich ist: „Es ist eine Umstellung, wenn man gegen eine Dreierkette spielt, dann haben sie im Mittelfeld eine Überzahl, zwei Spitzen sind auch nicht üblich. Aber wir haben uns gut darauf eingestellt“, fügte Lahm hinzu. Und das Selbstvertrauen der Bayern? „Das wächst seit ein paar Monaten, aber nicht so, dass man uns einfangen muss.“

Kein Gegentor

Juve erlaubte sich im Hinspiel überraschend viele Fehler, vor allem im Spielaufbau. Andrea Pirlo sah überhaupt kein Land. Von übertriebener Härte war nicht die Rede: „Das war jetzt nicht überhart. Der Schlüssel lag an der Taktik. Wir haben versucht, Pirlo und andere Spieler aus dem Spiel zu nehmen. Besonders unsere beiden Innenverteidiger haben ein sehr gutes Spiel gemacht, obwohl sie es nicht einfach hatten“, hob Schweinsteiger die Leistung von Dante und Daniel van Buyten hervor.

Arjen Robben war mit dem Spiel rundum zufrieden: „Das war heute unser Ziel, kein Gegentor zu bekommen. Wenn du dann noch zwei Tore schießt, kannst du von einem erfolgreichen Abend sprechen.“

„Wir sind im Moment sehr gut drauf, heute war es auch physisch und taktisch sehr stark. Wir waren die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen. Trotzdem müssen wir mit den Füßen am Boden bleiben“, mahnte er ebenso wie Schweinsteiger: „In Turin wird es etwas anders sein, weil Juve vor eigenem Publikum sehr stark ist. Wenn wir dort ein Tor machen, sieht es sehr gut aus. Wir werden aber nicht den Fehler machen und uns schon im Halbfinale sehen.“



„Juve wird sich nicht aufgeben“

Der Mittelfeldspieler sah nicht unbedingt eine schlechte Leistung der Bianconeri: „Ich fand Juve nicht so schwach, wir haben das auch gut gemacht. Beides kommt da zusammen. Man merkt, dass Juve abgezockt ist. In Turin wird es ganz anders, das wird sehr schwer. Es gehört noch ein zweites Spiel dazu. Juve wird sich nicht aufgeben“, erklärte er abschließend gegenüber Goal.com.

Zweites großes Spiel hinlegen

Natürlich sind die Blicke auf das Rückspiel in einer Woche gerichtet: „Wir müssen jetzt ein zweites großes Spiel hinlegen, damit es für das Weiterkommen reicht. Wir haben mannschaftlich eine perfekte Leistung abgeliefert – so haben wir uns das vorgestellt. Du kannst nicht jedes Spiel so spielen, wie wir das heute gemacht haben, aber wir haben zum richtigen Zeitpunkt die richtige Einstellung an den Tag gelegt. Nächste Woche wird es wieder Zeit“, forderte Thomas Müller. Arturo Vidal wird im Rückspiel gesperrt fehlen. „Dann gibt es vielleicht weniger Fouls und weniger Pfiffe, wenn er nicht dabei ist“, so Müller.

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