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Der Stürmer leistete sich während und nach seiner Zeit bei den Katalanen einige verbale Attacken gegen den Klub und dessen Ex-Coach. Goal.com fasst diese in einer Liste zusammen.

Paris/Barcelona. Dass Paris Saint-Germain im Viertelfinale der Champions League dem FC Barcelona zugelost wurde, dürfte Zlatan Ibrahimovic mit gemischten Gefühlen aufgenommen haben. Die Katalanen sind auch in diesem Jahr der große Favorit auf den Titelgewinn. Demzufolge wollen die meisten Teams ein Aufeinandertreffen mit Messi und Co. lieber vermeiden. Für den Schweden ist es jedoch die Chance, sich bei seinem Ex-Klub zu revanchieren.

Mit Klub und Trainer überworfen

Nach erfolgreichen Zwischenstationen bei Ajax Amsterdam, Juventus Turin und Inter Mailand verschlug es Ibrahimovic im Sommer 2009 zum FC Barcelona, wo er seinen großen Traum, den Champions-League-Gewinn, endlich verwirklichen wollte.

Der 31-Jährige scheiterte im Camp Nou aber an den immensen Erwartungen an seine Person, und so blieb der Traum aus. Nach nur einer Saison in der Primera Division kehrte Ibrahimovic – zunächst auf Leihbasis – zurück in die Serie A zum AC Mailand. Zuvor hatte er sich mit dem damaligen Barca-Trainer Pep Guardiola überworfen.

Mit Milan gescheitert

Seit seinem Weggang im Sommer 2010 ließ der schwedische Nationalspieler immer wieder verbale Attacken in Richtung seines ehemaligen Arbeitgebers und dessen heutigen Ex-Trainer los. Ibrahimovics Tiraden in der Vergangenheit tragen sicherlich ihren Teil zur Brisanz der Partie zwischen PSG und dem spanischen Renommierklub bei.

Beim AC Mailand blieb ihm die Rache am FC Barcelona noch verwehrt, mit den neureichen Franzosen nimmt er einen neuen Anlauf.

Es folgt eine Liste der Wortgefechte zwischen dem Lager von Zlatan Ibrahimovic und dem FC Barcelona.

„Jose Mourinho ist ein großer Star, er ist cool. Mourinho ist das Gegenteil von Guardiola. Während Mourinho den Raum erhellt, würde Guardiola am liebsten die Vorhänge zuziehen. Ich habe schon geahnt, dass Guardiola nun versucht, sich selbst mit Mourinho zu messen“

- Ibrahimovic verpasst Guardiola einen Seitenhieb, indem er seinen ärgsten Rivalen lobt und den Barca-Coach als einen Möchtegern-Special-One bezeichnet.

„Es war ein Kindheitstraum (nach Barcelona zu wechseln, Anm. d. Red.) und ich schwebte auf Wolke sieben. Ich habe gut begonnen, doch dann begann Messi zu reden. Er wollte im Zentrum spielen, nicht auf dem Flügel. Also änderte sich das System von 4-3-3 auf 4-5-1. Ich wurde geopfert und hatte nicht länger die Freiheiten, die ich brauche, um erfolgreich zu sein“

- Der Schwede fasst seine Zeit beim FC Barcelona zusammen.

„Lionel Messi ist genial. Er ist unglaublich, aber ich kenne ihn nicht wirklich. Wir sind total verschieden. Er kam zu Barca, als er 13 Jahre alt war. Er wuchs in dieser Kultur auf und hatte keine Probleme mit diesem „Schulmist“. Im Team dreht sich alles um ihn, ganz natürlich eigentlich. Er ist brillant, aber nun bin ich da und werde mehr Tore erzielen als er.“

- Ibra lobt Messi und plaudert aus, wie der Argentinier zum besten Torschützen im Team werden konnte.

„Ich erklärte ihm (Guardiola), was mir ein Freund sagte: „Du hast einen Ferrari gekauft, aber fährst ihn wie einen Fiat.“ Ich dachte, Pep könne es nachvollziehen, aber anschließend ließ er mich links liegen.“

- Ibrahimovic musste realisieren, dass Guardiola weder ein Ferrari- noch ein Fiat-Fan ist.

„Barca-Spielern wird verboten, mit ihrem Sportwagen zum Training zu fahren. Ich dachte, das ist lächerlich. Es geht niemanden etwas an, welches Auto ich fahre. Also fuhr ich vor einem Spiel gegen Almeria mit meinem Ferrari Enzo zur Arbeit, was zu einem riesigen Aufstand führte.“

- Ibrahimovic gab zu, dass er der „Bad Boy“ in der Mannschaft war.

„Ich fühlte mich wie Dreck, als ich mit Guardiola in der Umkleidekabine saß und er mich anstarrte, als sei ich eine nervende Ablenkung für das Team, ein Außenseiter. Es war verrückt. Er war eine Wand, eine Steinmauer. Er regte sich kein Stück und ich habe mich in jedem Moment einfach nur weit weg gewünscht. Dann begann Guardiola mit dieser philosophischen Sache. Ich hörte kaum hin. Warum sollte ich? Es war absoluter Bullshit über Blut, Schweiß und Tränen und solche Sachen.“

- Ibrahimovic legte Guardiolas Methoden offen, die Barcelona in weniger als drei Jahren 13 Titel gewinnen ließen.


                          Konzentration, Ibra, Konzentration | Guardiola gibt Ibrahimovic Anweisungen

„Wenn du ein Problem mit mir hast, liegt es an dir, dieses Problem zu lösen. Du bist der Anführer, du bist der Trainer. Du kannst nicht mit 20 Leuten in einem guten Dialog stehen und beim 21. schaust du weg. In meinem Buch löst ein guter Trainer seine Probleme. Ein armseliger Trainer läuft vor ihnen davon.“

- Beispiellose sechs Titel in einer Saison – seiner Debüt-Saison – waren für Ibrahimovic nicht genug, um in Guardiola einen guten Trainer zu sehen.

„Die Leute sagen, er hat sechs Titel gewonnen, es ist das beste Team auf der Welt. Selbst ich hätte das Team coachen können. Mit einem Kader wie diesen solltest du gewinnen, daran darf es keinen Zweifel geben. Sie könnten sogar ohne Trainer spielen. Sie könnten vier Verletzte haben und würden trotzdem gewinnen – so gut sind sie.“

- Zlatan lobt seine ehemaligen Teamkollegen über die Maßen, aber hat weiterhin nichts Positives für Guardiola übrig.

„Er erinnert mich ein bisschen an Mahatma Gandhi, wenn er das Team mit seiner Ansprache in der Umkleide vorbereitet.“

- Ibrahimovic beschreibt Guardiolas Methoden in der Kabine.

„Guardiola will in der Öffentlichkeit perfekt dastehen. Tiger Woods will ebenso perfekt sein, aber niemand ist es.“

- Erst ist Guardiola wie Gandhi, dann wie Tiger Woods.

„Ich habe eine Menge versucht, um mich anzupassen. Die Barca-Spieler sind aber wie Schuljungen, die dem Trainer blind folgen, während ich mich fragte: warum? Ich mag Typen, die sich nicht an strikte Regeln halten. Ich habe versucht überaus nett zu sein, konnte mein Temperament aber nicht ablegen.“

- Ibrahimovic hat sich am Ende nicht besonders gut verhalten bei den Versuchen, nicht die Fassung zu verlieren.

„Guardiola starrte mich an und ich rastete aus. Ich dachte, er sei mein Feind. Ich schrie ihn an: ‚Du hast keine Eier‘, und sagte womöglich noch schlimmere Dinge.“

- Eine Situation, die sich 2010 nach dem Champions-League-Halbfinale zwischen Barcelona und Inter Mailand ereignete.

„Du machst dir doch vor Mourinho in die Hosen. Du kannst zur Hölle fahren!“

- Ibrahimovic führt seine Schimpftiraden gegen Guardiola fort.

„Ich warf eine Kiste mit Trainingsgegenständen quer durch den Raum. Sie krachte auf den Boden und Pep sagte nichts. Er räumte die Sachen nur zurück in die Kiste. Ich bin nicht brutal, aber wenn ich Guardiola gewesen wäre, hätte ich mich erschreckt.“

- Guardiola verfolgt den Gandhi-Ansatz, um auf verbale und körperliche Aussetzer zu antworten.

„Er drohte, Guardiola in der Öffentlichkeit zu schlagen. Er sagte: ‚Wenn du mich nicht gehen lässt, werde ich dir vor versammelter Presse eine kleben. ‘“

- Barcelonas Vize-Präsident Carles Vilarrubi zeigt, wie „nicht brutal“ Ibrahimovic war.

„Ibra war nie auf derselben Wellenlänge mit dem Rest des Teams. Ihn zu verpflichten, war ein Fehler.“

- Der frühere Barca-Präsident Joan Laporta gesteht einen Fehler ein.

„Laporta sagte, es sei ein Fehler gewesen, mich zu holen? Das ist nicht das, was er sagte, bevor er mich verpflichtete.“

- Ibra schlägt gegen den Mann, der ihn ins Camp Nou geholt hatte, zurück.

„Es gab nur eine Person, die mich loswerden wollte. Ich hatte in meiner Karriere zuvor noch nie Probleme mit einem Trainer. Doch plötzlich hatte ich tausend Probleme und kaum mehr Kontakt zum „Philosophen“. Ich weiß nicht, was sein Problem war. Ich bin 28 Jahre alt und kann es mir nicht leisten, ein Jahr lang auf der Bank zu sitzen und das Wetter zu genießen.“

- Ibra schlägt gegen den Mann zurück, der ihn aus dem Camp Nou jagte.

„Der Präsident fragte: ‚Zu welchem Klub willst du?‘ Ich antwortete: ‚Madrid.‘ Rosell erwiderte: ‚Das ist nicht möglich. Du kannst überall hingehen, nur nicht dorthin.‘“

- Hat Ibrahimovic wirklich erwartet, er könne zu Real wechseln oder wollte er nur Rosells Geduld testen?

„Ich möchte, dass du weißt, dass dies das schlechteste Geschäft meines Lebens war.“

- Sandro Rosell zu Milan-Geschäftsführer Adriano Galliani und Ibrahimovics Berater Mino Raiola nach dem Abschluss der Verhandlungen mit den „Rossoneri“, Ibras Antwort:

„Es ist das Ergebnis schlechter Führung.“


             Ich bin Zlatan | Ibra und Guardiola konnten sich am Ende nicht mal mehr in die Augen sehen

„Ich habe nichts zu sagen. Es war nichts Persönliches. Ich möchte ihm nur für das Jahr bei uns danken, in dem wir 99 Punkte in der Liga holten. Er spielte und bewies seine Qualität. Er half uns, das Halbfinale in der Champions League zu erreichen. Mehr gibt es nicht zu sagen.“

- Guardiolas Reaktion auf den Abgang Ibrahimovics.

„Bevor Ibrahimovic nach Barcelona kam, dachte ich, er wäre ein fantastischer Spieler. Nachdem ich ihn kennenlernte, denke ich das weiterhin.“

- Guardiola lobt seinen ehemaligen Stürmer, obwohl er von ihm in dessen Buch zerrissen wurde - oder wollte Pep in der Öffentlichkeit wieder nur perfekt erscheinen?

„Du musst mehr aus deinen Qualitäten machen. Du musst effektiv sein, gerade wenn du zu einem großen Klub aus einem anderen Land gehst. Das sind die Kleinigkeiten, die Ibrahimovic lernen muss. Denn wenn man in Italien als Stürmer den Ball verliert, macht es keinen Unterschied. Wenn du aber den Ball als Stürmer bei Barcelona verlierst, bist du der Erste, der wieder anrennen muss.“

- Johan Cruyff, der Ibra schon bei Ajax eine „zu schlechte Technik für einen guten Spieler“ unterstellte und während dessen Barca-Zeit dabei blieb.

„Warum hat Cruyff Zlatan nicht gesagt, dass er nicht nach Spanien passe, bevor Barcelona ihn verpflichtet hat? Ich denke, Cruyff gehört zusammen mit Guardiola in eine Irrenanstalt. Dort können sie zusammensitzen und Karten spielen. Sie würden Barcelona einen großen Gefallen tun.“

- Mino Raiola, Ibrahimovics Berater, schlägt gegen Cruyff zurück und wünscht ihn und Guardiola in eine Nervenklinik.

„Wenn du einen Fußballer für 65 Millionen Euro holst und ihn nicht spielen lässt, sollte man dich eine Nervenklinik schicken.“

- Raiola würde Guardiola anscheinend wirklich gerne in der Psychiatrie sehen.

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