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Toni Schumacher: „Lautern wird nicht entscheidend“

Der 1. FC Köln steht nach dem 2:1-Sieg gegen Regensburg auf dem dritten Tabellenplatz und muss am Freitag nach Kaiserslautern. Für Kölns Tor-Legende alles andere als ein Endspiel.

Köln. Der 1. FC Köln hat am 27. Spieltag der 2. Bundesliga in einem engen Spiel gegen Jahn Regensburg die Steilvorlage von Kaiserslautern genutzt und 2:1 gewonnen. Damit stehen die Geißböcke nach langer Jagd auf dem dritten Platz der 2. Bundesliga.

Gleich an diesem Freitag geht es für die Kölner gegen den direkten Konkurrenten aus der Pfalz beim Auswärtsspiel in Kaiserslautern weiter. Goal.com sprach mit FC-Co-Präsident und Torwart-Legende Toni Schumacher über den Sieg gegen Schlusslicht Regensburg und die kommende Aufgabe gegen Kaiserslautern:

Goal.com: Herr Schumacher, endlich Platz 3, herzlichen Glückwunsch, was sagen Sie dazu?

Toni Schumacher: Für die Jungs ist das natürlich sehr wichtig, gerade nach so einem Spiel wie heute, wo eigentlich jeder denkt, dass es Unentschieden aus geht.

Goal.com: Lange hat sich der FC heute schwer getan. Was war denn Schlüssel zum Erfolg?

Man sieht schon, dass so ein Spieler wie Clemens den Unterschied ausmacht. Ich dachte mir nach dem Ausgleichstreffer immer wieder: „Jetzt gebt den Ball doch mal dem Clemens, der kann noch für den Sieg sorgen“. Und so war es dann ja auch. Mit seiner Schnelligkeit und der tollen Hereingabe hat er letztlich für den Sieg gesorgt.

Goal.com: Warum war es denn nicht das klare Spiel, dass viele im Vorfeld erwartet haben?

Vielleicht haben die Spieler zu viel darüber nachgedacht, dass sie heute Dritter werden können. Vielleicht hat das Zwischenergebnis aus Kaiserslautern die Spieler kurz gehemmt.

Goal.com: Jetzt ist man vom Jäger zum Gejagten geworden. Gerade Stanislawski hat immer vom psychologischen Vorteil gesprochen, den der Jäger gegenüber dem Gejagten habe. Ist der „Effzeh“ jetzt im psychologischen Nachteil gegenüber Lautern?

Ich war früher in meiner aktiven Zeit immer lieber der Gejagte. Warum? Ganz einfach, weil es bedeutete, dass wir ganz oben gestanden haben. Von daher bin ich auch heute wieder lieber der Gejagte. Wenn man gejagt wird, kommt man auch nicht in Versuchung, die Aufgaben auf die leichte Schulter zu nehmen.

Ist das Spiel am Freitag bereits das Endspiel um Platz 3?


Das Spiel gegen Kaiserslautern wird nicht das entscheidende Spiel sein, nur ein sehr wichtiges. Wir haben noch schwere Spiele dahinter gegen 1860, Berlin, Ingolstadt. Von daher, ich würde mich nicht wundern, wenn dieses von allen so groß erwartete Spiel gegen Lautern letztendlich ein langweiliges 1:1 Unentschieden wird. Es wird eine enge Entscheidung im Kampf um den Relegationsplatz. Man sieht schon, dass Lautern unter Druck steht. Die fahren auch nicht mal eben so nach Sandhausen und gewinnen da. Heute freuen uns wir über den Sieg gegen Regensburg und ab morgen denken wir nur noch an Kaiserslautern.

EURE MEINUNG: Wie beurteilt Ihr die Aussagen von Toni Schumacher?

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