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Neun Tore sprechen für sich, doch auch gegen den Hamburger SV offenbarten die Bayern den einen oder anderen Fehler. Nicht immer spielten sie wie aus dem Lehrbuch.

München. Ohne Frage, es war eine tolle Leistung des FC Bayern München gegen den Hamburger SV. Sie siegten klar mit 9:2, doch mit Blick auf Juventus Turin ist eben nicht alles Gold was glänzt.

„Das Zu-Null haben wir uns auch erhofft“

Ganz im Stile eines Matthias Sammer reagierte der Sportvorstand des FCB nach der, man kann eigentlich mit ruhigem Gewissen sagen, Gala: „Das Zu-Null haben wir uns auch erhofft.“

Man lasse sich das mal auf der Zunge zergehen. Die Mannschaft gewinnt gerade mit unglaublichen neun Toren gegen einen Gegner, der fast gar nicht so benannt werden kann und Matthias Sammer kritisiert seine Mannen. Um ehrlich zu sein: Auch noch zu Recht!

Schnitzer bei den Gegentoren

Am Dienstag gastiert Juventus Turin in der Allianz-Arena, ohne Zweifel wird es eine „andere Begegnung“ werden, wie auch Jupp Heynckes weiß. Denn sie sind alles andere als der HSV Italiens, sie sind, ähnlich wie die Bayern in Deutschland, so gut wie Meister in ihrem Land.

Ja und da war ja etwas bei der Gala… Genau, die zwei Gegentore. Klar, in der Endabrechung ist es egal, ob sie nun ein, zwei oder vielleicht gar kein Tor kassiert hätten, aber mit Blick auf Juve und der Entstehung der Gegentreffer, spielt es doch eine Rolle.

Zwei Ecken für den HSV, zwei Tore. Soweit so gut, perfekte Chancenauswertung. Die Abwehr der Bayern sah in beiden Fällen keinesfalls überragend aus. Die Pfosten waren nicht bewacht, die Zuordnung im Strafraum alles andere als glücklich. Ob man nun den Raum oder den Mann verteidigt, man muss ordentlich verteidigen und das taten sie nicht. Die Szenen waren nicht „wie aus dem Lehrbuch“, wie Trainer Heynckes das Spiel bewertete. Hier muss er noch die Stellschrauben festziehen.

Warum nicht Gustavo für Martinez?

Die andere kleine Frage am Rande ist, warum Luis Gustavo als linker Außerverteidiger auflief. David Alaba musste geschont werden. Verständlich nach den Länderspielen und vor dem Kracher gegen Juventus. Problem ist nur, dass Javi Martinez in der Champions League nicht spielen darf. Warum ließ Jupp Heynckes also nicht einen anderen Außenverteidiger auflaufen, Martinez mal auf der Bank und Gustavo auf die Doppelsechs, damit sich der Brasilianer auf seiner Position einspielen kann, die er sehr wahrscheinlich auch gegen die Italiener spielen wird? Das bleibt ein Geheimnis des Trainers, dessen Auflösung wir vielleicht am Dienstag erfahren.

Eines ist sicher, gegen Juventus schießen die Bayern wohl kaum neun Tore, da zählt eine stabile Abwehr, nicht das Matthias Sammer nach Abpfiff motzen muss und sich mehr als nur ein „Zu-Null“ wünscht.

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