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Was die Verpflichtung von Max Kruse für Borussia Mönchengladbach bedeutet

Max Kruse wechselt zur kommenden Saison voraussichtlich nach Gladbach. Der Noch-Freiburger kann der Borussia helfen, zur Klasse der vergangenen Spielzeit zu finden.

Mönchengladbach. Es war gerade erst das zweite Pflichtspiel dieser Saison absolviert, da moserte Lucien Favre bereits. Nach dem 1:3 im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew erklärte der Trainer von Borussia Mönchengladbach: „Unsere Stürmer sind sich zu ähnlich.” Er sagte diesen Satz nicht nur einmal, sodass man es noch für möglich halten konnte, dass sich der Schweizer vielleicht versprochen hatte. Nein, Favre machte dieses Fass erst in den TV-Interviews auf und dann auch noch in der anschließenden Pressekonferenz.

Es ist kein Geheimnis, dass diese Äußerung bei den Bossen des Bundesligisten nicht gut angekommen ist. Vor allem Max Eberl hat sich nicht darüber gefreut, machte es doch den Eindruck, als sei Favre nicht einverstanden mit dem Personal, das ihm der Sportdirektor besorgt hatte. Als hätte er andere Wunschspieler gehabt.

Schnäppchen dank fixer Ablöse
MAX KRUSE 2012/13
Pflichtspiele
Tore
Assists
26
8
8

Wie es im Sommer vergangenen Jahres tatsächlich zu den Transfers mit einem Gesamtvolumen von mehr als 30 Millionen Euro gekommen ist, lässt sich nicht mit Sicherheit klären. Klar ist allerdings: Der Mann, der nach dem Ende der laufenden Spielzeit vom SC Freiburg zur Borussia wechseln wird, ist sowohl für Favre als auch für Eberl ein Wunschspieler: Max Kruse, 25 Jahre alt, Offensiv-Allrounder.

Nach nur einem Jahr wird der 1,80 Meter große Profi den Breisgau verlassen, eine Ausstiegsklausel macht es möglich. Gerade einmal 2,5 Millionen Euro muss Gladbach für den Spieler zahlen, der in den vergangenen Monaten den Durchbruch in der deutschen Eliteklasse geschafft hat. Zwar mauern alle Beteiligten, doch nur die Wenigsten rechnen damit, dass der Deal noch platzt.

Sieben Tore hat der beidfüßige Kruse in 26 Bundesligaspielen erzielt und genauso viele vorbereitet. Er ist damit bester Freiburger Torjäger und hat maßgeblichen Anteil daran, dass der Sportclub immer noch von der Qualifikation für den Europapokal träumen darf.

Kruse passt ins Gladbacher Profil

Kruse, der als Links- sowie Rechtsaußen und hängende Spitze agieren kann, ist schnell, wendig und hat einen guten Torabschluss. Er ist einer, der perfekt in das Anforderungsprofil der Borussia passt, die in dieser Saison nicht mehr annähernd so spektakulär auftritt wie in der vergangenen, als ihr sogar der Spitzname Borussia Barcelona verpasst wurde.

Gladbach spielte damals den Fußball, den Favre so liebt: Die Mannschaft stand hinten sicher und spielte überfallartig nach vorne – was nicht zuletzt an dem nach Dortmund abgewanderten Marco Reus lag, der fast ausnahmslos stark agierte.

Hinter de Jong wird es eng

Aber Reus ist weg, und einen Ersatz hat Favre bislang nicht. Der verpflichtete Luuk de Jong ist Mittelstürmer, er lebt nicht zuletzt von hohen Bällen. Ein Dribbelkönig ist er nicht. Patrick Herrmann, den einige schon als Reus-Nachfolger gesehen hatten, wurde zwar jüngst zur Nationalmannschaft eingeladen, hat aber nicht Reus' Klasse. Dadurch ist das Gladbacher Spiel viel statischer als in der Vorsaison.

Max Kruse könnte Abhilfe schaffen und helfen, wieder mehr Geschwindigkeit in das Spiel zu bringen. Den Konkurrenzkampf wird er in jedem Fall ankurbeln. Es macht den Anschein, als plane Favre weiter mit de Jong als Sturmspitze. Dahinter müssen sich Herrmann, der junge, aber sehr talentierte Amin Younes und Juan Arango, die zuletzt gesetzt waren, gegen Kruse behaupten.

Gut möglich, dass sich einer der Drei zum Start der kommenden Saison auf der Ersatzbank wieder findet.

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