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Die Rückkehr der italienischen Torzwillinge: Mario Balotelli und Stephan El Shaarawy

Lange war der Angriff das Sorgenkind der Italiener. Nun können sie sich vor guten Stürmern kaum mehr retten. Dabei ragen Mario Balotelli und Stephan El Shaarawy heraus.

Rom. Italien will endlich wieder einen Sieg gegen Brasilien feiern. Die Voraussetzungen sind ideal! Mario Balotelli und Stephan El Shaarawy könnten für die Tore sorgen. Ist es die Rückkehr der 'Torzwillinge', wie einst Gianluca Vialli und Roberto Mancini getauft wurden?

El Shaarawy blüht auf und steckt nun zurück

Bereits als sich El Shaarawy noch hinter Zlatan Ibrahimovic anstellen musste, sahen viele in ihm eines der größten Talente seit Mario Balotelli. Nach dem Abgang des Schweden in Richtung Paris hatte er eine große Last zu tragen – er sollte den AC Mailand in Richtung Champions League führen. Der erst 20-Jährige brach unter diesem Druck nicht etwa zusammen, sondern blühte auf.

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In der Hinrunde erzielte er unglaubliche 14 Tore und bereitete dabei noch drei weitere vor. Er erzielte vor allem aber auch wichtige Treffer, wie beim 2:2 gegen den SSC Neapel, als er den Spielstand nach einem 0:2-Rückstand im Alleingang gerade rückte. Zweifelsohne ist er einer der wichtigsten Mailänder in dieser Saison. Und das, obwohl er nicht erst seit der Ankunft von Mario Balotelli etwas Ladehemmungen hat. Die Torflaute begann bereits gegen den AS Rom und hält seitdem an. Zwei Tore erzielte er in der Zwischenzeit, dabei aber wiedermal ein ganz besonders wichtiges – beim 1:1 gegen Inter Mailand brachte er seine Mannen mit einem wunderschönen Treffer in Führung.

In jener Partie war es Balotelli, der vor dem gegnerischen Kasten das Pech gepachtet hatte. Mit dieser Ausnahme hat „Supermario“ seinem Sturmkollegen seit seiner Landung in Mailand das Toreschießen abgenommen. El Shaarawy steckt brav zurück und überlässt seinem neuen Teamkameraden die Show.

Prandelli orientiert sich an Balotelli und El Shaarawy

Und nun darf Cesare Prandelli seine beiden Juwele auch in der italienischen Nationalmannschaft fleißig testen. Bereits bei der bitteren 1:2-Niederlage gegen Frankreich waren beide an der Führung zum 1:0 beteiligt. „El Faraone“ erzielte hier sein erstes Tor für die Nationalmannschaft.

„Ich treffe zwar noch keine konkreten Aussagen für die Weltmeisterschaft 2014, aber an diesem Duo darf man sich orientieren“, erklärte Cesare Prandelli bereits vor dem Testspiel gegen die Niederlande, als die „Squadra Azzurra“ ein glückliches Remis ergatterte. Auch gegen Brasilien und im Qualifikationsspiel gegen Malta wird der Italiener wieder auf das Paar setzen, das sich in Mailand derzeit immer besser kennen und schätzen lernt.

Eine Rückkehr der sagenumwobenen Torzwillinge

Und so sind Vergleiche zu Gianluca Vialli und Roberto Mancini mittlerweile an der Tagesordnung – „i gemelli del gol“ werden sie in Italien genannt, die Torzwillinge. Sie gingen für Sampdoria Genua auf Torejagd und bescherten dem Traditionsklub 1991 den einzigen Meistertitel der Vereinsgeschichte. Im Gegensatz zu El Shaarawy und Balotelli kannten sie sich allerdings bereits seit frühster Kindheit und verstanden sich auf dem Platz nahezu blind. Während ihrer gemeinsamen Zeit in Genua zwischen 1984 und 1992 erzielten sie insgesamt 143 Ligatore. Einsame Spitze!

Dieses blinde Verständnis müssen sich die Youngster bei Milan erst noch aneignen – dazu haben sie allerdings auch sehr viel Zeit. Beide haben langfristige Verträge unterschrieben und werden in den kommenden Jahren wohl nur den Urlaub getrennt verbringen – wenn überhaupt!

Und so sind die Hoffnungen in Italien groß, dass beide auch große Erfolge mit der Nationalmannschaft feiern. Das ist ihren Vorbildern, den „gemelli“, nämlich nie gelungen – ihr größter Erfolg war der dritte Platz bei der Weltmeisterschaft 1990 im eigenen Land.

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