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Einmal mehr erblickte das Auge der Schalker Scouts das nächste Talent. Sead Kolasinac kam 2011 zu den Königsblauen. Seine Zeit im Revier ist bis dato eine reine Erfolgsgeschichte.

Gelsenkirchen. Sead Kolasinac kommt oft mit einem Lächeln aus dem Kabinentrakt und schlurft in Richtung Trainingsplatz. Mit einem freundlichen „Guten Morgen“ geht es auf den Rasen. Mittlerweile hat sich der bullige Kolasinac in die Startelf des FC Schalke 04 gedrängt und behauptet sich in der Bundesliga immer mehr.

Auf Schalke der Durchbruch

Im Januar 2011 wechselte Sead Kolasinac im Alter von 17 Jahren aus der Jugend des VfB Stuttgart zum FC Schalke. Zum größten Teil wurde „Kola“ aber beim Karlsruher SC, dem Verein seiner Geburtsstadt, ausgebildet. Dort spielte er acht Jahre. Der deutsche Juniorennationalspieler mit bosnischen Wurzeln schlug bei S04 auf Anhieb voll ein und wurde zur Saison 2011/2012 Kapitän der Schalker A-Junioren.

Mit dieser spielte der 183 cm große Allrounder eine fantastische Saison und schloss diese als Deutscher Meister ab. Im Finale bezwang man den FC Bayern München 2:1. Schnell versuchte man, Kolasinac an den Verein zu binden. Anfang Juni 2012 unterschrieb er einen Profivertrag bis 2015.

Überragende Physis

Was Sead Kolasinac, neben seiner Spielübersicht und herausragenden Technik am Ball, auszeichnet, ist der Umgang mit seinem Körper während des Spiels. Die Zweikampf- und Kopfballstärke des Karlsruhers beruht nicht nur auf seiner Größe. Er weiß, wie er seinen Körper am besten einzusetzen hat. Das ist ein Selbstverständnis seinerseits, welches bereits in seiner Jugendzeit auffiel. Oliver Ruhnert (sportlicher Leiter der S04-Nachwuchsabteilung) äußerte sich dahingehend schon vor einem Dreivierteljahr bei Spox wie folgt: „Sead ist nicht so stark, weil er einen Kopf größer ist als andere, sondern weil er sehr gut mit seinem Körper umzugehen versteht. Das ist ein großer Unterschied.“

Kolasinac ist eine Kämpfernatur. Beobachtern fällt er durch seine Disziplin und seinem unbändigen Willen auf. Er scheut sich nicht vor großen Namen. Bereits in der Champions League debütierte der 19-Jährige und durfte gegen große Namen wie Wesley Sneijder oder Didier Drogba spielen. Aber auch in der heimischen Bundesliga sorgte er bereits für Furore, als er Arjen Robben gegen Bayern München aus dem Spiel nahm. Ebenfalls ist es bemerkenswert, wie flexibel der junge Mann ist. Er kann auf fast allen Positionen eingesetzt werden. Auf der vereinseigenen Webseite lässt man wissen, dass er sogar „in vorderster Front eingesetzt“ werden kann.

Wohin führt sein Weg?

Zweifellos ist Sead Kolasinac ein großes Talent. Jedoch ist der Allrounder erst am Anfang seiner Karriere. Er spielt zwar unbekümmert auf, allerdings braucht er noch etwas Ruhe in seinem Spiel. Diese kommt mit der Zeit und der Erfahrung. Schalkes Cheftrainer Jens Keller vertraut dem Spieler. Auf der Position des linken Verteidigers hatte er zwischenzeitlich Christian Fuchs den Rang abgelaufen. Mitunter scheint es nun aber so zu sein, dass Keller Kolasinac lieber im defensiven Mittelfeld sieht. Dort muss sich der Jungspund großer Konkurrenz erwehren. Platzhirsche wie Jermaine Jones und der zuletzt schwache Roman Neustädter sind dort in der Regel gesetzt.

Ein Platz im ersten Team wird sich sicherlich auch in Zukunft finden, denn Sead Kolasinac ist in bestechender Form. Nur ein Tor schoss der 19-Jährige noch nicht, er war aber nah dran. Im Revierderby gegen Borussia Dortmund (2:1) stand lediglich Marcel Schmelzer zwischen Kolasinac und seinem ersten Bundesligatreffer. Schalke 04 hat in dem Juniorennationalspieler einen Mann für die Zukunft, der sich mit tollen Auftritten in die Herzen der Anhängerschaft spielt.

Sein Weg ist noch weit, doch Kolasinac geht diesen unbeirrt und mit vollem Ehrgeiz an. Im Übrigen klärte er vor ein paar Wochen auf, wie man seinen Namen richtig ausspricht. Von „Kolasinatsch“ bis „Kolasinatz“ war schon alles zu hören. Man spricht seinen Namen „Kolasinak“ aus. Gut zu wissen, denn von diesem Kämpfer in Königsblau wird in Zukunft bestimmt noch die Rede sein …

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