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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Aber wie geht es den Profis, die nun im Ausland auf Torejagd gehen? Sind sie aufgeblüht oder nur noch Bankdrücker. Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal.com im Rahmen von „Was macht eigentlich“ drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen an anderer Wirkungsstätte ergeht.

Mark van Bommel
In der Bundesliga: Von 2006 bis 2011

Vereine in Deutschland: FC Bayern München

Einsätze:
123

Tore:
11

Erfolge: 
Deutscher Meister 2008 und 2010, DFB-Pokalsieger 2008 und 2010, Vizemeister 2009, Champions-League-Finalist 2010
Ein beinharter Leader

Mark van Bommel ist der Idealtyp eines Sechsers. Er wird von den gegnerischen Spielern aufgrund seiner harten Spielart gefürchtet und von den eigenen Mitspielern als Alphatier geschätzt. Der Niederländer stand einige Male aufgrund von Unsportlichkeiten und Tätlichkeiten in der Kritik.


Seine Profikarriere begann van Bommel beim Fortuna Sittard, mit denen er 1995 in die erste niederländische Liga aufstieg. 1999 wechselte er zum PSV Eindhoven und gewann in gewann in sechs Spielzeiten vier Titel. Schnell avancierte er zum Führungsspieler und wurde Mannschaftskapitän. In der Saison 2004/05 schafft es die PSV bis ins Halbfinale der Champions League, wo sich das Team von Trainer Guus Hiddink knapp dem AC Mailand geschlagen geben musste.

Das Interesse am Mittelfeldspieler war groß und van Bommel wechselte zum FC Barcelona trotz Angeboten von Borussia Dortmund und dem FC Bayern München. Doch bereits nach einem Jahr bei den Katalanen - bei denen er die spanische Meisterschaft und Champions-League  gewann – wechselte er an die Säbener Straße zu den Bayern.

Mit dem Rekordmeister holte er 2008 und 2010 jeweils das Double, doch unterlag im Finale der Königsklasse Inter Mailand. Jürgen Klinsmann ernannte van Bommel zum Kapitän, der die Nachfolge von Oliver Kahn antrat. Auch unter Louis van Gaal behielt der Nationalspieler die Binde. Nachdem das Verhältnis zwischen Vizeweltmeister von 2010 und van Gaal schlechter wurde und sein Stammplatz in Gefahr geriet, beendete er den bis Sommer 2011 laufenden Vertrag im Einverständnis mit dem FCB vorzeitig und wechselte im Januar 2011 zum AC Mailand.

Nur einen Tag nach seinem Transfer debütierte der Schwiegersohn von Bert van Marwijk im Trikot der „Rossoneri“  im italienischen Pokal gegen Sampdoria Genua. Nachdem sein Vertrag bei Milan nicht verlängert worden war, kehrte van Bommel in der Sommerpause 2012 zum PSV Eindhoven zurückn und wurde dort zum Kapitän ernannt. Die PSV ist Zweiter der Eredivisie und hat nur einen Punkt Rückstand auf Tabellenführer Ajax Amsterdam. Am Saisonende läuft der Vertrag des 35-Jährigen aus - ob das mit seinem Karriereende gleich zu setzen ist, steht bisher in den Sternen.

Ivan Rakitic
In der Bundesliga: Von 2007 bis 2011

Vereine in Deutschland: Schalke 04

Einsätze:
97

Tore:
12

Erfolge:
DFB-Pokalsieger 2011, Vizemeister 2010
Techniker mit feinem Füßchen

Ivan Rakitic kam vom FC Basel als talentierter Mittelfeldspieler und reifte bei den Schalker zum gestandenen Profi. Sowohl für seine Pässe in die Spitze also auch für seine Distanzschüsse war der Kroate bekannt. Dennoch reichte es nur zu einem Titel mit den Knappen –obwohl mehr möglich gewesen ist.


Der Mittelfeld-Allrounder durchlief die Jugendabteilungen des FC Basel. In den Juniorenmannschaften spielte er für die Schweiz, entschied sich dann 2007 aber, für die kroatische Nationalmannschaft, dem Heimatland seiner Eltern, zu spielen. In der Schweiz – wo er und seiner Familie Beschimpfungen und vereinzelte Morddrohungen hinnehmen mussten - als auch in Kroatien eine umstrittene Entscheidung, die ein großes Echo hervorrief.

Mit dem FC Basel gewann er 2005 die Meisterschaft und 2007 den Pokal. Folglich wurde Rakitic zum besten Neuling der Saison 2006/07 gewählt. Im Sommer wechselte in die Bundesliga zu Schalke 04. Bereits bei seinem ersten Bundesligaspiel erzielte der Mittelfeldspieler seinen ersten Treffen für die Königsblauen. Der EM-Teilnehmer von 2008 und 2012 wurde zur festen Säule bei den Schalkern.

Im Winter 2011 wechselte Rakitic zum FC Sevilla, wo er einen Vertrag bis 2015 besitzt. Im Sommer 2012 stand der Kroate auf der Wunschliste des Hamburger SV, der ihn zurück in die Bundesliga lotsen wollte. Schlussendlich entschieden sich die „Rothosen“ aber für eine Rückkehr von Rafael van der Vaart.

Bei den Andalusiern ist der frühere Schalker als Spielmacher gesetzt. Aus sportlicher Sicht läuft es für die „Rojiblancos“ eher mäßig, da sie sich im Mittelfeld der Tabelle befinden. In 32 Partien in dieser Saison erzielte Rakitic acht Treffer und bereitete zwölf Weitere vor – damit ist er Sevillas bester Torvorbereiter.

Martin Petrov
In der Bundesliga: Von 2001 bis 2005

Vereine in Deutschland: VfL Wolfsburg

Einsätze:
116

Tore:
28

Erfolge:
keine
Die linke Klebe

Der Bulgare benötigte eigentlich einen Waffenschein für seinen linken Fuß. Besonders aus der Ferne versuchte Petrov immer wieder. Der Flankenläufer glänzte sowohl als Torschütze als auch als Vorlagengeber und war zudem ein sicherer Elfmeterschütze. (Für VfL 8 von 9 getroffen)


Martin Petrov wechselte als Jugendlicher zum bulgarischen Spitzenklub ZSKA Sofia, Bereits nach zwei Jahren im Alter von 20 Jahren verließ er seine Heimat und heuerte in der Schweiz bei Servette Genf an. Besonders seine Torquote ließ sich sehen: in 61 Partien erzielte er 20 Treffer. Dies rief den VfL Wolfsburg auf den Plan.

Zur Saison 2001/02 verpflichteten die „Wölfe“ den Mittelfeldspieler. Der Flügelspieler war bereits in der ersten Saison der beste Vorbereiter des VfL. In der darauffolgenden Spielzeit übertraf er seine Leistungen (12 Tor/14 Vorlagen).

Atletico Madrid überwies 10 Millionen Euro an die Wolfsburger und sicherte sich damit die Dienste des EM-Teilnehmers von 2004. Doch bei den Madrilenen konnte er nicht an seine guten Leistungen anknüpfen, sodass Manchester City den Bulgariens „Fußballer des Jahres“ 2006 auf die Insel lotsten. Bei den „Citizens“ wurde Petrov zu festen Größe im Team, bis der Verein zum Scheichklub mutierte. Im Sommer 2010 wurde sein auslaufende Vertrag nicht mehr verlängert, sodass er sich anderweitig umschauen musste.

Er blieb in der Premier League und verdiente sich seine Brötchen bei den Bolton Wanderers. Dort war er absoluter Führungsspieler. 2012 stieg der Klub aus der obersten englischen Liga ab. Petrov machte den Gang in Liga zwei erst mit, wechselte dann aber ablösefrei im Winter 2013 nach Spanien zu Espanyol Barcelona. Sein Vertrag läuft erst nur bis Saisonende. Der Bulgare kam bisher zu vier Kurzeinsätzen in der Primera Division – ein Treffer oder eine Vorlage blieb ihm bisher vergönnt.

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