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Der FC Schalke 04 hat nach seinem Derbysieg gegen Borussia Dortmund den nächsten Schritt in Richtung direkte Champions League-Qualifikation verpasst. Eine große Enttäuschung.

Nürnberg. Zur Woche der Wahrheit waren die vergangenen sieben Tage für den FC Schalke auserkoren worden. Derby, Champions League und Bundesliga-Alltag - dabei konnte nur der Auftakt gegen Borussia Dortmund erfolgreich gestaltet werden. In Gelsenkirchen ist nach dem 0:3 beim 1. FC Nürnberg schnell wieder Ernüchterung eingekehrt.

Unangenehme Zeiten für Keller?

Der Derbysieg bot zugleich die Chance, in nur wenigen Spielen vieles Negatives dieser Saison wettzumachen. Rang vier festigen, Champions League Viertelfinale - es hätte alles so schön sein können. So bleibt: Huntelaar verletzt, CL-Aus, deftiges Debakel in Nürnberg. In solch einer Situation gerät natürlich zunächst der Trainer ins Kreuzfeuer. „Nun fängt wieder die Zeit an, in der es für mich unangenehm wird“, weiß auch Jens Keller. Mit dem Spiel seiner Mannschaft war er gar nicht so unzufrieden, lediglich das Tor habe gefehlt.

„Nach dieser Woche war es aber klar, dass es körperlich schwierig werden würde“, entschuldigte Keller. Nichtsdestotrotz war der Trainer bedient. Er sei sehr enttäuscht, mit der Niederlage wieder nach Hause fahren zu müssen.

Veh? Heldt hält sich bedeckt

Während sich Keller um Rang vier müht, wird hinter den Kulissen weiter fleißig über Armin Veh diskutiert. Der Coach von Eintracht Frankurt hat einen Vertrag bis Saisonende. Ebenso wie Schalkes Keller. Schalke-Boss Horst Heldt dazu: „Es wurde keine Entscheidung getroffen. Jens ist und bleibt unser Trainer bis zum Saisonende. Mit allem, was da derzeit kursiert, müssen wir eben leben, weil wir noch keine Entscheidung getroffen haben.“

Kontakt mit Veh gebe es weiterhin, betonte Heldt. Er habe sich bereits vor Monaten nach dessen Situation erkundigt, fügte er an. Und im entscheidenden Wortlaut bezieht Heldt sogar noch etwas deutlicher Stellung: „Da man bereits erfolgreich zusammengearbeitet hat, kann ich mir natürlich gut vorstellen, dass man das erneut tut. Das möchte ich nicht leugnen, nur weil er derzeit mit uns in Verbindung gebracht wird.“



Unnötige Pleite

Nach dem Aus gegen Galatasaray gibt es für die Knappen nun nur noch einen Weg ins internationale Geschäft: den über die Bundesliga. Dort zählt also ab sofort jeder Punkt doppelt und mehr. „Es tut natürlich weh, dass wir so eine Niederlage wie heute hinnehmen müssen. Die Pleite heute war unnötig“, teilte Benedikt Höwedes Goal.com nach der Partie mit. Er fügte kampeslustig hinzu: „Wenn wir in den nächsten Spielen kräftig punkten, bekommen wir auch noch mal unsere Chance. Es ist alles offen.“

Das umstrittene Tor habe dem FCN sehr in die Karten gespielt, betonte der Kapitän. „Wir waren anfangs klar die bessere Mannschaft, hatten vier riesige Torchancen. Doch wir machen das Tor nicht.“ Ein Problem, das bei Schalke vor allem ohne Toptorjäger Klaas-Jan Huntelaar akut ist. Ohne ihn wird der Kampf um die Champions-League-Plätze wohl eine noch härtere Aufgabe als ohnehin bereits.

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