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Mit elf Saisontreffern übertrifft Hamburgs Artjoms Rudnevs alle Erwartungen. Ob der Lette sein persönliches Saisonziel bereits erreicht hat, verrät er erst am Ende der Spielzeit.

Hamburg. Es mag nicht immer besonders elegant aussehen, wenn Artjoms Rudnevs an den Ball kommt. Sein Entdecker Frank Arnesen wurde wegen seines Transfers müde belächelt. Doch der 25-jährige straft seine Kritiker Lügen – mit elf Saisontreffern übertrifft der Stürmer alle Erwartungen.

Erinnerung an Ivica Olic

Dass er technisch nicht mit dem größten Talent ausgestattet wurde, ist sich Rudnevs bewusst. Nach seinen ersten Auftritten im Dress des HSV wurden schnell Erinnerungen an Ivica Olic wach, der, ähnlich wie Rudnevs, nicht durch seine fußballerischen, sondern durch seine kämpferische Einstellung überzeugen konnte. „Ich lerne jeden Tag und in jedem Training dazu. Ich habe mich im Vergleich zum Saisonbeginn an das Tempo und an das körperliche Spiel gewöhnt. Das wird einem in jedem Training abverlangt. Zusätzlich spielen wir vor und zwischen den Einheiten regelmäßig Fußballtennis. Auch dadurch habe ich meine Technik verbessert“, erklärt er.

Guter Teamgeist trotz großer Konkurrenz

Mit Heung-Min Son, Maximilian Beister und Marcus Berg streitet der lettische Nationalstürmer um den einzigen Platz in vorderster Front im System von Thorsten Fink. Schlechte Stimmung scheint bei den Rothosen jedoch mittlerweile ein Fremdwort zu sein. „Wir haben eine tolle Truppe beisammen. Ich bin von Anfang an von allen gut aufgenommen worden“, erzählt Rudnevs, der im Konkurrenzkampf sogar einen entscheidenden Vorteil sieht. „Alle haben unterschiedliche Stärken. Ich denke, dass wir uns gut ergänzen und dadurch nur schwer von den Gegnern auszurechnen sind“. Die Statistik gibt ihm Recht: Mit 30 Saisontoren hat die Mannschaft des Hamburger SV schon zum jetzigen Zeitpunkt fast so viele Treffer erzielt, wie in der gesamten vergangenen Spielzeit (35).

 Persönliches Saisonziel erreicht?

Von der anfänglichen Kritik hat sich Rudnevs nie verunsichern lassen, konnte auf den Zuspruch seines Trainers vertrauen. Und trotz seiner elf Saisontore und vier Vorlagen ist der Stürmer heiß auf Erfolg mit seinen Mannschaftskollegen. „Ich habe mir vor der Saison ein Ziel gesetzt, aber das werde ich noch nicht verraten. Ich möchte das eigentlich an keiner Zahl festmachen, sondern hoffe, dass wir mit der Mannschaft weiter erfolgreich Fußball spielen. Wenn ich meinen Beitrag dazu beisteuern kann, umso besser“, erklärt Rudnevs. Wenn es so weiter geht wie bisher, werden sie in Hamburg noch viel Freude an ihm haben.

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