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Für nicht wenige Teams aus dem Lostopf wäre Galatasaray etwas wie ein Freilos gewesen. Real Madrid allerdings dürfte das Los etwas mehr Magenschmerzen bereiten.

Nyon. Real Madrid gegen Galatasaray Istanbul im Viertelfinale der Champions League – ist das wirklich eine so klare Angelegenheit wie es sich auf dem Papier liest? Nein, ganz und gar nicht. Nicht nur, dass Wesley Sneijder und Hamit Altintop bereits für die Königlichen aus der spanischen Hauptstadt spielten, sondern auch Didier Drogba mag Teams aus der Primera Division.

Alte Rechnung offen zwischen Real und Galatasaray

In der Saison 2000/2001 standen sich Real und die Löwen vom Bosporus schon einmal gegenüber. 3:2 siegte Galatasaray in Istanbul, um sich dann im Bernabeu-Stadion denn Königlichen mit einer 3:0-Niederlage beugen zu müssen. Der Ex-Schalker Raul eröffnete damals das muntere Torschießen. Casillas, Hierro, Roberto Carlos, Figo, McManaman, Raul und Guti standen damals Taffarel, Hagi und Jardel gegenüber. Jardel war auch der Spieler, der zuvor im Supercup dafür sorgte, dass Galatasaray als UEFA-Cup-Champion über den Champions-League-Gewinner Real per Golden Goal mit 2:1 siegte.

Hamit, Sneijder und Drogba fiebern dem Match entgegen

Hamit Altintop und Wesley Sneijder haben beide bereits das Jersey der Königlichen getragen und werden entsprechend besonders motiviert sein, ihrem Ex-Klub ein Schnippchen zu schlagen. Didier Drogba hatte bereits in der letzten Saison mit dem FC Barcelona ein spanisches Team vor der Flinte und ihm war es gelungen, den hoch favorisierten Katalanen mit dem späteren Champions-League-Sieger FC Chelsea unerwartet ein Bein zu stellen. Für Brisanz ist also entsprechend gesorgt, schauen wir uns die personelle Seite an.

Ist Galatasaray chancenlos?

Nein, auf keinen Fall. In dieser Phase der Champions League ist wahrlich alles möglich, wie Chelsea zuletzt bewiesen hat. Für die Löwen wird es nicht nur das Spiel des Jahres sein, sondern das Match der Dekade und für einige Spieler wird dieses Aufeinandertreffen sogar das Spiel ihres Lebens darstellen. Somit ist für reichlich Motivation auf Seiten des vermeintlichen Underdogs gesorgt. Und gerade diese Art von Spielen ist es, also die eigentlich unmöglichen Sachen, die der Meistertrainer von Galatasaray, Fatih Terim, aus dem FF beherrscht. Da kann er sein taktisches Können ausspielen und als Motivationskünstler wirken, der in der Lage ist, die notwendigen 125 % aus den Spielern zu kitzeln, die du brauchst, willst du so ein Spiel gewinnen.

Wie werden die Spiele enden und wer kommt weiter?

Es ist schwer zu sagen, wer hier ins Halbfinale einziehen wird. Auf dem Papier hat Real natürlich Vorteile. Personell sind sie bestens besetzt. Aber wir haben in La Liga gesehen, dass man Real recht leicht stolpern lassen kann, wenn sie den Gegner nicht zu 100 % auf Augenhöhe sehen – und diese Gefahr besteht bei Galatasaray. Die Königlichen leben von den Spielen gegen Highend-Gegner. ManUnited, Barca, Bayern, Juve – das sind die Aufgaben, in die man sich reinkniet. Galatasaray ist da eher eine potenzielle „Schlendrian-Aufgabe“ und mit der mutmaßlichen Einstellung wird es eng.

Ja, Galatasaray hat gute Möglichkeiten, gegen Real ins Halbfinale einzuziehen, denn vom Kopf her wird der Gegner schon bei Bayern oder Juve, Barca oder dem BVB sein. Und da wird Fatih Terim mit seiner Elf ansetzen können und müssen. Rufen sie in Madrid die notwendigen 110 % ab, um dann in Istanbul auf dem Acker, der Real so gar nicht liegen wird, 125 % zu geben, schaffen sie die Sensation! Und dann ist sogar das Unmögliche möglich – das Finale.

EURE MEINUNG: Wie seht ihr die Chancen auf ein Weiterkommen von Galatasaray?

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