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Hertha BSC ist auf dem Weg zurück in die Bundesliga nicht zu stoppen. Nach dem Sieg gegen Duisburg haben die Berliner schon 15 Punkte Vorsprung auf Relegationsrang drei.

Berlin. In Minute 37 war dann auch den letzten Pessimisten unter den Fans von Hertha BSC klar, dass an diesem Nachmittag nichts mehr schiefgehen und die Tabellenspitze gehalten würde. Ein lautes „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ ging zum ersten Mal durch das Olympiastadion. 2:0 stand es zu diesem Zeitpunkt gegen den MSV Duisburg. In einem Spiel, das die Berliner klar dominierten. Am Ende stand ein 4:2 (2:0) an der Anzeigentafel. Platz eins war gesichert, zudem hat Hertha nun 15 Punkte Vorsprung auf Platz 3.

Der Tabellenführer der zweiten Liga zeigte am Sonntagnachmittag eine bemerkenswerte Leistung. Das 0:1 in Dresden nach zuvor 21 ungeschlagenen Spielen in Serie war längst vergessen. Bemerkenswert war vor allem der Auftritt von Herthas Südamerikanern, die allesamt groß aufspielten, was - wenn man einen Blick auf das Thermometer warf – nicht selbstverständlich war. Bei Minusgraden wird ihnen ja oft nachgesagt, dass sie eher mit der Kälte zu kämpfen haben als mit dem Gegner.

Ronny und Ramos

Das 1:0 für Hertha entsprang einer Kooperation vom besten Mann auf dem Platz, Ronny, und Adrian Ramos, der einen Eckball des Brasilianers in aller Ruhe zur Berliner Führung einköpfen konnte. Ronny, der zuletzt eher schwächere Leistungen gezeigt hatte, blühte gegen Duisburg wieder auf, kämpfte, zeigte große Spielfreude und erwies sich als guter Ballverteiler. An drei von vier Berliner Toren war der Brasilianer am Ende beteiligt und holte sich zwei Minuten vor Spielschluss bei seiner Auswechslung den verdienten Applaus ab.



„Ronny hat heute ein tolles Spiel gemacht“, sagte Fabian Lustenberger nach der Partie. Das zeigte sich vor allem in Minute 24, in der Ronny nach Vorlage von Peer Kluge trocken aus 16 Metern zum 2:0 traf. Der Anschlusstreffer der Duisburger kurz nach der Pause durch Sören Brandy konnte die Herthaner nicht schocken. Mit einer tollen Offensivleistung setzten die Berliner die Duisburger immer weiter unter Druck, mehr Tore waren da nur eine Frage der Zeit. In der 57. Minute traf Sami Allagui dann zum 3:1, das 4:1 erzielte Brandy mit einem Eigentor. „Die gesamte Offensive hat ein tolles Spiel gemacht. Wir hätten sogar noch ein, zwei Tore mehr machen müssen“, sagte Manager Michael Preetz.

Allagui ärgert sich

Sami Allagui sah das ähnlich, übte dabei auch Selbstkritik. „Wir haben verdient gewonnen, ein gutes Spiel gemacht. Doch ich hätte gern noch mehr Tore gemacht. Das ärgert mich selbst auch“, sagte der Angreifer. Nicht zufrieden war Manager Michael Preetz mit der Defensivleistung seiner Mannschaft. „Du musst dein eigenes Tor auch verteidigen, da darf man nicht so nachlässig sein“, sagte er. Und meinte wahrscheinlich vor allem den Gegentreffer zum 2:4 damit. Dustin Bomheuer hatte eine Ecke ohne Gegenwehr im Tor unterbringen können.

Keine Mitschuld an den Gegentoren hatte Ersatzkeeper Sascha Burchert, der kurzfristig für den grippekranken Thomas Kraft eingesprungen war. „Es hat Spaß gemacht, mal wieder zu spielen“, sagte Burchert. Doch nicht nur er hatte an diesem Nachmittag Spaß. Zufrieden waren auch der Rest der Mannschaft und vor allem die Fans. Die richtige Party soll dann in naher Zukunft gefeiert werden, wenn der Aufstieg perfekt gemacht ist. Die Berliner sind auf einem sehr guten Weg dahin.

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