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Michael Ballack: „Natürlich wird Löw eingeladen“

Bei seinem Abschiedsspiel könnten auch der Bundestrainer und sein Kapitän mit von der Partie sein, dies gab Michael Ballack am Donnerstag preis. Einer kommt aber definitiv nicht.

Leipzig. Michael Ballack kehrt in seine sächsische Heimat zurück und wird sein Abschiedsspiel in der Red Bull Arena zu Leipzig austragen. Neben den sicheren Gästen Bastian Schweinsteiger und Jose Mourinho, werden auch einige Weggefährten eine Einladung bekommen, mit der nicht jeder gerechnet hätte.

Ein Hauch von Weltfußball wehte durch die Gänge des ehemaligen Zentralstadions. So viel Medienpräsenz sah das „Stadion der Hunderttausend“ schon lange nicht mehr. Auf der Bühne im extra hergerichteten VIP-Raum nahm Michael Ballack Platz. Der „Capitano“ der Nation verkündete offiziell, was ganz Leipzig gehofft hatte. Sein Abschiedsspiel findet in der Heldenstadt statt.

Rückkehr zu den Wurzeln

Ballack sagte zu seinen Beweggründen für die Ortswahl: „Leipzig ist ein toller Standort: In Sachsen liegen meine Wurzeln, hier habe ich mein Fußball-ABC gelernt und an das Zentralstadion habe ich gute Erinnerungen.“ Kaum etwas könnte die Stimmung trüben, wäre da nicht die leidige Diskussion um ihn und den DFB. Aber der 36-Jährige überraschte mit einer Einladung an Joachim Löw: „Natürlich wird er eingeladen, trotz des nicht so optimalen Endes.“

Auch sein Nachfolger im Amt des Nationalmannschaftskapitäns, Philipp Lahm, der die Binde schlussendlich nicht mehr her geben wollte, wird einen Brief von Ballack bekommen. „Er ist ein Spieler, mit dem ich lange zusammengespielt habe. Es liegt dann an ihm, ob er kommt oder nicht“, schob er die Entscheidung nach München weiter. 

100 Länderspiele nicht mehr so „wichtig“

Durch die Querelen mit Lahm und dem DFB gewährte ihm der Klub der 100’er nie Einlass, was inzwischen aber auch nicht mehr so im Vordergrund stünde, wie der ehemalige Bayernspieler erklärte: „Die Zahl war mir jetzt nicht so wichtig, dass ich sie auf Biegen und Brechen hätte erreichen wollen. Es ist eine schöne Nummer, eine schöne Zahl.“ Da der 98-malige Nationalspieler von sich aus seine DFB-Karriere beendete, trauere er dem auch „nicht mehr hinterher“ und „es ist für mich völlig ok, auch diese Zahl (98) ist stolz. Auch wenn keine 1 davor steht, bin ich mehr als zufrieden mit meiner Karriere.“

Das die Karriere das eine oder andere Mal auch als „unvollendet“ angesehen wird, ist auch ein „Verdienst“ von Kevin-Prince Boateng, der ihn kurz vor der WM 2010 brutal foulte. Auf die Frage, ob denn auch der Milan-Stürmer käme, sahen die anwesenden Journalisten einen alles sagenden versteinerten ballack’schen Blick und hörten eine umso mehr diplomatische Antwort: „Ich habe mit Boateng überhaupt kein Verhältnis, habe nie mit ihm zusammengespielt. Da gibt es eher Spieler, die eine Einladung bekommen.“

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