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Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.

Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Aber wie geht es den Profis, die nun im Ausland auf Torejagd gehen? Sind sie aufgeblüht oder nur noch Bankdrücker. Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?

Jeden Dienstag stellt Euch Goal.com im Rahmen von „Was macht eigentlich“ drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen an anderer Wirkungsstätte ergeht.

Philipp Degen
In der Bundesliga: Von 2005 bis 2008 und 2010 bis 2011

Vereine in Deutschland: Borussia Dortmund und VfB Stuttgart

Einsätze:
79

Tore:
1

Erfolge: 
DFB-Pokalfinalist 2008
Verletzungen bremsen Degen aus

Phillip Degen galt als ein großes Talent in der Schweiz. Der Verteidiger war mit einem Offensivdrang ausgestattet, welche ihn kaum hinten hielt. Die Folge: Er erzielte einige Treffer und bereitete auch welche vor. Doch über den Status „Talent“ kam Degen nicht hinaus, da er immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde.


Philipp Degen stammt aus der Jugendabteilung des FC Basel. Ab 2001 spielte er in der ersten Mannschaft. Der Rechtsverteidiger konnte sich bereits in der ersten Saison einen Stammplatz sichern. Doch verpasste er einen Großteil der Spielzeit wegen einer Verletzung. In den folgenden Saisons etablierte sich Degen und glänzte meist als Torvorbereiter.

Im Jahr 2005 sicherte sich Borussia Dortmund die Dienste des Schweizers, dessen Vertrag auslief und so ablösefrei in die Bundesliga wechselte. In den ersten beiden Spielzeiten beim BVB hatte er ein Abo auf die Rechtsverteidiger-Position. Ab der Saison 2007/2008 schwächelte der schweizerische Nationalspieler und fand sich immer öfters auf der Bank wieder.

Sein Vertrag endete im Sommer und Degen entschied sich für einen Wechsel auf die Insel. Beim FC Liverpool unterschrieb der Abwehrmann einen Drei-Jahres-Vertrag. Doch der Transfer stand unter keinen guten Vorzeichen, denn es war der Beginn seiner Leidenszeit. Immer wieder warfen dem WM-Teilnehmer von 2006 Verletzungen aus der Bahn.

Sowohl bei den „Reds“ als auch später bei seiner Leihe an den VfB Stuttgart spielte Degen kaum aufgrund von Verletzungen. Die Liste seiner Blessuren ist lang. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Liverpool im Sommer 2011 seinen Vertrag auflöste.

Knapp drei Monate war der damals 28-Jährige vereinslos, bis sein Heimatverein der FC Basel dem Abwehrspieler einen Kontrakt gab. Abermals waren es Verletzungen, die Degen zurückwarfen. In dieser Saison lief es eher mäßig. Doch seit Rückrundenstar ist er wieder auf seiner Position gesetzt.

Steven Pienaar
In der Bundesliga: Von 2007 bis 2008

Vereine in Deutschland: Borussia Dortmund

Einsätze:
25

Tore:
0

Erfolge:
keine
Im Schatten des Vorgängers

Steven Pienaar und der BVB: Es sollte wohl nicht sein. Bei Ajax brillierte der Spielmacher, in Dortmund enttäuschte der Südafrikaner. Er konnte nicht in die Fußstapfen seines Vorgängers, Tomas Rosicky, treten. Das Erbe war für den Mittelfeldmann zu groß.


Seine Karriere begann Steven Pienaar in Südafrika bei Ajax Cape Town, die eine Kooperation mit Ajax Amsterdam zur Förderung von Nachwuchstalenten pflegen. Der niederländische Rekordmeister war es auch, der den Mittelfeldmann nach Europa lotste. Von 2001 bis 2006 lenkte der Spielmacher das Geschehen bei den Weiß-Roten. Dort wurde er zweimal Meister und einmal Pokalsieger.

Im Sommer 2006 wechselte ablösefrei zu Borussia Dortmund. Doch der Südafrikaner konnte nur selten überzeugen. Pienaar konnte die beim Wechsel entstandene Lücke im offensiven Mittelfeld, die Tomas Rosicky beim BVB hinterlassen hatte, nicht ausfüllen. Bereits nach einer Saison trennten sich die Wege.

Der WM-Teilnehmer von 2010 wurde an den FC Everton ausgeliehen. Bei den „Toffees“ spielte er wieder groß auf, sodass der Verein die Kaufoption für ihn zog. Unter Trainer David Moyes etablierte sich der Mittelfeldspieler und wurde zu einer festen Größe im Team. Nach vier Spielzeiten folgte er dem Ruf von Tottenham Hotspsurs und wechselte an die White Hart Lane.

Wie schon in Dortmund enttäuschte Pienaar im Star-Ensemble der „Spurs“. Zu Beginn der Saison 2011/12 fiel er mit Leistenproblemen aus. Im Winter nach gerademal zwei Kurzeinsätzen entschied sich der Südafrikaner,  zurück an alte Wirkungsstätte zu wechseln. Everton lieh ihn erneut aus. Bei den Liverpoolern glänzt er wieder mit Treffern und Torvorbereitungen. Pienaar ist auf der linken Außenbahn gesetzt und gehört zu den Führungsspielern in den Reihen der „Toffees“. Am Wochenende traf der Südafrikaner zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung gegen Reading und bereitete einen weiteren Treffer vor.

Markus Rosenberg
In der Bundesliga: Von 2007 bis 2010 und 2011 bis 2012

Vereine in Deutschland: Werder Bremen

Einsätze:
165

Tore:
55

Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 2009, Deutscher Pokalfinalist 2010, Deutscher Vizemeister 2008, Uefa-Cup-Finalist 2009
Ein großes Kämpferherz

Der Schwede betrieb stets einen hohen Laufaufwand und scheute sich nicht, die Bälle aus dem Mittelfeld zu holen. Sein Einsatz war vorbildhaft. Doch stand Rosenberg oft in der Kritik. Seine Leistungen schwankten zwischen brillanten Torjäger und Chancentod. Trotz seine beiden Gesichter war er absoluter Publikumsliebling bei den Grünen.


Der Angreifer entstammt aus der Jugendabteilung des Malmö FF, wo auch Zlatan Ibrahimovic zum Profi heranwuchs. Rosenberg konnte sich nicht im Profikader durchsetzen und wurde an Halmstads BK ausgeliehen. Dort zeigte der „Sunnyboy“ seine Qualität und brachte es auf 14 Tore in 26 Spielen.

Mit seinen Leistungen konnte Rosenberg auf sich aufmerksam machen, sodass Ajax Amsterdam ihn im Sommer 2005 verpflichtete. Beim niederländischen Rekordmeister brillierte er neben Steven Pienaar, Wesley Sneijder und Ryan Babel.  Im Winter 2006 verpflichtete Ajax Klaas-Jan Huntelaar für den Sturm, sodass der WM-Teilnehmer 2006 vermehrt auf der linken Außenbahn zu Einsatz kam. 

Zur neuen Saison spielte Rosenberg unter dem neuen Trainer Henk ten Cate kaum noch eine tragende Rolle. Im Winter wechselte er zu Werder Bremen. In der Rückserie erzielte er acht Tore in 14 Spielen und wurde so zum effektivsten Joker der Bundesliga. In den folgenden Spielzeiten avancierte er zum Publikumsliebling an der Weser. Der Schwede erzielte phasenweise Tore wie am Fließband, hatte aber durch die Vielzahl an Fehlschüssen, den Titel des „Chancentods“ an sich haften.

Trotz Vertragsverlängerung verlieh man den Angreifer in der Saison 2010/11 an Racing Santander. Nach einjährigem Intermezzo in Spanien kam er zurück und spielte noch eine Spielzeit bei den Grünen.
 
Nach knapp sechs Jahren in Bremen wurde sein Vertrag im Sommer 2012 nicht mehr verlängert und er wechselte ablösefrei auf die Insel zu West Bromwich Albion. Bei den Engländern ist der heute 30-Jährige nur zweite Wahl und erzielte in der laufenden Saison in 19 Einsätzen bisher keinen Treffer. Rosenberg schwärmt noch immer von der Werder-Zeit: „Natürlich vermissen meine Frau und ich Bremen. Es war eine sehr schöne Zeit mit netten Menschen.“

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