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Ilkay Gündogan: „Mut und Entschlossenheit in der Kabine vergessen“

Mittelfeldspieler Gündogan hadert besonders mit der Vorstellung im ersten Durchgang gegen die Bayern. Die nächste Kampfansage lässt allerdings nicht lange auf sich warten.

München. Ungewohntes Bild gegen den FC Bayern München - Borussia Dortmund trat in den letzten Jahren völlig unbekümmert auf und wies mit dieser Leichtigkeit den Rekordmeister in die Schranken. Doch in diesem Jahr war der Respekt wieder zu spüren. Statt einer Trotzreaktion gibt es viel Selbstkritik und Lob für den Gegner.

Keine Befreiung

Michael Zorc fand einen gerechten Sieger: „Der Sieg für die Bayern war verdient. Wir haben es nicht geschafft, uns aus dem Pressing der Bayern zu befreien. Wir wollten zu selten den Ball, deswegen hat sich das Spiel sehr einseitig entwickelt. Als Konsequenz sind dann Torchancen entstanden und das 0:1. Um hier zu gewinnen, muss man über 90 Minuten eine Topleistung bringen, das haben wir nicht gemacht, erklärte der Sportdirektor nach der Partie.

Neven Subotic sah dies ähnlich: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht ruhig genug gespielt.“ Der Innenverteidiger versucht sich danach für die allgemeine Situation zu rechtfertigen: „Man kann nicht jedes Jahr Meister werden, wenn man die Mittel hat, die wir haben. Es ist klar, dass sie in einer anderen Liga spielen.Wir schauen auf die anderen Konkurrenten, die auch in die Champions League wollen“, schob er die Entwicklung auf die finanziellen Mittel beider Vereine.



In der Kabine vergessen


Ilkay Gündogan fand deutliche Worte: „Wir haben vor dem Anpfiff unseren Mut und unsere Entschlossenheit in der Kabine vergessen haben. In der ersten Halbzeit haben wir viel zu wenig gemacht“, haderte er. „Uns allen war klar, dass es so nicht hätte weitergehen dürfen, sonst wären wir untergegangen. Wir mussten etwas ändern. Man hat dann im zweiten Durchgang gesehen, dass wir uns von dem Druck der Bayern befreien können und uns Torchancen erarbeiten. Der Sieg der Bayern war nicht ganz unverdient“, zollte er dem Gegner Respekt.

Es geht auch anders

„Viele Mannschaften fahren hierher und haben großen Respekt vor dieser Mannschaft, die gehen dann so unter, wie wir es in der ersten Halbzeit getan haben“ Im zweiten Durchgang sah man aber ein Indiz dafür, dass man es auch anders machen kann. Leider haben wir es versäumt, über 90 Minuten so zu spielen.“

Mandzukic wie Lewandowski

Das Fehlen von Mats Hummels machte sich unter anderem auch in der Spielöffnung bemerkbar, trotzdem lobt er die Leistung von Santana und vergleicht Mandzukic mit dem Topstürmer des BVB: „Felipe hat das heute sehr ordentlich gemacht, vor allem in den Luftduellen gegen Mandzukic, der ein richtig guter Spieler ist und der die Bälle gut behauptet, ähnlich wie Robert es bei uns macht. Mats hat uns natürlich gefehlt“, fügte er hinzu,

Eine leise Kampfansage gab es dann trotzdem noch in Richtung München: „Vielleicht ergibt sich nochmal die Gelegenheit, dann können wir allen zeigen, dass wir das auch über 90 Minuten hinbekommen.“

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