Aus den Augen, aus dem Sinn? Nicht bei uns! Wir verraten Euch Woche für Woche, wie sich die Ex-Bundesliga-Stars im Ausland schlagen.
Berlin. Goodbye Deutschland! Spieler kommen und gehen, Spieler wechseln in die Bundesliga und Kicker verlassen Deutschlands höchste Spielklasse. Aber wie geht es den Profis, die nun im Ausland auf Torejagd gehen? Sind sie aufgeblüht oder nur noch Bankdrücker. Haben sie sich prächtig entwickelt, oder folgte ein Karriereknick?Jeden Dienstag stellt Euch Goal.com im Rahmen von „Was macht eigentlich“ drei Ex-Spieler der Bundesliga vor und zeigt, wie es ihnen an anderer Wirkungsstätte ergeht.
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Jan Koller
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| In der Bundesliga: Von 2001 bis 2006 und 2008 Vereine in Deutschland: Borussia Dortmund, 1. FC Nürnberg Einsätze: 165 Tore: 67 Erfolge: dt. Meister 2002, UEFA-Pokalfinalist 2002 |
Bester Keeper am 12. SpieltagAls Dortmund am 9. November 2002 in München gastierte, flog Jens Lehmann vom Platz und der Tscheche musste seine Position einnehmen, da der BVB nicht mehr wechseln durfte. Er bot für einen Feldspieler eine überragende Leistung und schaffte es beim kicker sogar in die Elf des Spieltages. |
In seiner Heimat konnte er sich bei Sparta Prag erst nicht durchsetzen und reifte anschließend in Belgien zu einem Topstürmer. In den zwei Jahren vor seiner Bundesligazeit erzielte er 43 Tore für RSC Anderlecht und wurde zu Belgiens Fußballer des Jahres 2000 und Torschützenkönig. Mit zwei belgischen Meistertiteln im Gepäck ging er zu Borussia Dortmund.
Gleich in seiner ersten Saison kam noch ein dritter Landesmeistertitel hinzu. Im UEFA-Pokalfinale erzielte er den 2:3-Endstand der Deutschen gegen Feyernoord Rotterdam. In den darauffolgenden Jahren wurde er in Dortmund zu einem Leistungsträger und brandgefährlichen Stürmer, was ihn auch in der Nationalmannschaft ganz nach vorn brachte. Seit 2000 war er dort Stammspieler und stand mit ihnen im EURO-Halbfinale 2004.
Nach der Bundesligazeit bei den Schwarz-Gelben ging er zum AS Monaco. Dort traf er in 50 Partien zu zwölf Toren. Nach 1,5 Jahren kehrte der Tscheche in die Bundesliga zum 1. FC Nürnberg zurück, konnte aber den Abstieg nicht mehr verhindern. Über Samara zog er wieder nach Frankreich zum Drittligisten Cannes, wo er 2011 wegen anhaltender Verletzungsprobleme seine Karriere beendete. Bereits in seiner letzten Saison beim BVB litt er unter einem Kreuzbandriss.
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Marcelo Bordon
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| In der Bundesliga: Von 1999 bis 2010 Vereine in Deutschland: VfB Stuttgart, 1. FC Schalke 04 Einsätze: 297 Tore: 25 Erfolge: UI-Cup 2001, 2002; Bundesligazweiter 2003, 2005, 2007, 2010; DFB-Pokalfinalist 2005 und Ligapokalsieger 2005 |
Bordon war gefürchtet für seine Freistöße und seine harten Kopfbälle. Zudem wusste er durch eine tadellose Abwehrleistung bei seinen Vereinen zu überzeugen. |
Der Brasilianer, geboren in Ribeirao Preto, wurde beim dreimaligen Copa Libertadores-Sieger FC Sao Paulo entdeckt und durchlief die Jugendmannschaften bis er schließlich als 23-Jähriger in die Bundesliga wechselte. Hier unterschrieb er 1999 zuerst beim VfB Stuttgart und anschließend 2004 bei Schalke 04.
Vor allem seine Zeit bei den Königsblauen blieb den deutschen Fans in Erinnerung. Er war für zwei Jahre Kapitän und im Mannschaftsrat des Revierklubs. Bordon prägte durch seine tadellose Defensivarbeit das Spiel der Schalker, mit denen er mehrmals Bundesligazweiter wurde und 2005 den Ligapokal holte.
Nach seiner Zeit in der Bundesliga ließ er seine Karriere in Katar auslaufen. Am 9. Juli 2011 wurde er offiziell auf Schalke verabschiedet. Über seine Zeit im Revier sagte er: „Schalke bedeutet mir viel, dafür gibt es kein Wort. Ich war immer traurig, dass ich mich nie richtig von den Fans verabschieden konnte.“
Heute lebt er in seiner Geburtsstadt auf einem großen Anwesen und verkauft nebenbei Luxuskarossen aus Dubai.
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Mladen Petric
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| In der Bundesliga: Von 2007 bis 2012 Vereine in Deutschland: Borussia Dortmund und Hamburger SV Einsätze: 128 Tore: 51 Erfolge: DFB-Pokalfinalist 2008, UEFA-Cup-Halbfinalist 2009 und 2010 |
Mladen Petric war Hamburger Publikumsliebling und Dauerbrenner in Norddeutschland. Der Kroate avancierte in Hamburg zum Stammspieler, der den Verein mit einem emotionalen Abschied verlassen musste. |
Mladen Petric wurde im vergangenen Jahr emotional von seinem Hamburger SV verabschiedet. Nach insgesamt fünf Jahren in der Bundesliga schloss sich für ihn das Kapitel Deutschland.
Mit dem Klub von der Elbe war der Stürmer erfolgreich in der Bundesliga und in Europa. Erst in den letzten Monaten kam er nicht mehr so zum Zuge. Nach einer langwidrigen Verletzung konnte er kaum in der Bundesliga auflaufen und musste sich dem Wandel im Verein geschlagen geben. Frank Arnesen und der HSV beschreiten einen neuen Weg, ohne den Kroaten.
Inzwischen spielt er in England unter Martin Jol beim FC Fulham. Auch hier konnte er sich schnell durchsetzen und spielte zu Beginn der Saison eine tragende Rolle in der Mannschaft. Zuletzt warf ihn eine Oberschenkelverletzung wieder zurück. Über seine HSV-Zeit sagte er bei seinem Abschied: „Der HSV ist einfach einer der größten Klubs und trotzdem sehr familiär. Ich habe mich sehr wohlgefühlt.“
Bester Keeper am 12. Spieltag

