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Der Portugiese stand 2008 auf dem Wunschzettel der Katalanen, während der Argentinier 2005 fast den kontroversen Weg in die Hauptstadt angetreten wäre.
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Von Ben Hayward | Goal.com Spanien-Experte
Heutzutage wäre es sicher unvorstellbar, aber wären die Dinge anders gelaufen, Cristiano Ronaldo würde heute das Trikot der Katalanen tragen und Lionel Messi würde im kommenden Clasico im Copa del Rey für die „Königlichen“ auflaufen.
Ronaldo hatte immer wieder betont, dass es sein Kindheitstraum war, eines Tages für Real Madrid aufzulaufen. Seine Antwort auf die Frage nach einem möglichen Wechsel zum Rivalen Barcelona, schockierte im Jahr 2010 die Anhängerschaft Reals: „Man kan nie sagen, von diesem Glas trinke ich nicht, denn man weiß nicht, was die Zukunft bringt.“
Ronaldo wechselte im Jahr 2009 für die Rekordablöse von 94 Millionen Euro zu Real Madrid. Bereits zwei Jahre zuvor warb der spanische Rekordmeister um die Gunst des Portugiesen. Die Methoden, die von den Offiziellen, die beim Hauptstadtklub Gang und Gebe sein sollen, veranlassten Manchester Uniteds Trainer Sir Alex Ferguson zu der Aussage: „Sie sind die Mafia - Ich würde ihnen nicht einmal einen Virus verkaufen!“
Das Transfergezerre um Ronaldo beobachtete auch Barcelona interessiert. Im 4-3-3 der Katalanen war Ronaldinho, Weltfußballer von 2004 und 2005, als offensiver Linksaußen bereits auf dem absteigenden Ast, so dass ein neuer Star für die Position benötigt wurde. Im Februar 2007 gab es dann ein Treffen zwischen Barcas Sportdirektor, Txiki Begiristain, und Ronaldos Agent Jorge Mendes, um einen möglichen Wechsel auszuloten.
Joan Laporta, im Jahr 2008 Präsident des FC Barcelona musste sich nach zwei erfolgsarmen Saisons 06/07 und 07/08 mit Kritik an seinem Führungsstil ausseinander setzen. Vor den damals anstehenden Präsidentschaftswahlen lautete Laportas Prämisse, um Konkurrenten wie den aktuellen Präsidenten Sandro Rosell auszustechen: die Verpflichtung von Cristiano Ronaldo.
| RONALDO & MESSI: STATISTIKEN IN SPANIEN |
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| MESSI BEI BARCELONA (2004-2013) |
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| SPIELE TORE VORLAGEN TITEL |
367 302 115 19 |
| RONALDO BEI REAL (2009-2013) |
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| SPIELE TORE VORLAGEN TITEL |
182 183 43 3 |
Nike blieb zwar Ausrüster der Katalanen, doch seit 2008 gab es keinen echten Starspieler, der beim FC Barcelona spielt und bei Nike unter Vertrag stand. Rosell hofft mit der Verpflichtug Neymars dies in Zukunft zu ändern.
Zu dieser Zeit war Messi bereits auf dem Weg zum Publikumsliebling, bevor er in den folgenden Jahren unter Pep Guardiola und Tito Vilanova zum Führungsspieler im Camp Nou wurde.
Messi debütierte im Oktober 2004 für Barca und bekam im folgenden Mai ein neues Vertragsangebot unterbreitet. Messi stammt aus Barcas Jugendakademie La Masia und war glücklich in Barcelona. Er musste nicht lange überlegen, ehe er den Vertrag unterzeichnete. Die Vereinbarung war jedoch nicht rechtskräftig, da Messi damals noch minderjährig war und die Unterschrift des Vaters fehlte.
Erzürnt über die Methoden, unglücklich über nicht eingehaltene Versprechen seitens der Katalanen und in dem Glauben, bei einem anderen Verein mehr verdienen zu können, glaubte Messis Vater, sein Sohn wäre bei einem anderen Klub besser aufgehoben. So wurde Messi auch Real Madrid angeboten. Der Wechsel wäre ablösefrei gewesen.
Florentino Perez, damals in seiner ersten Amtszeit im Santiago Bernabeu, dachte lange und intensiv darüber nach, dem Erzrivalen eines der größten Talente der Welt ablösefrei wegzuschnappen. Doch er befürchtete einen noch größeren Konflikt, als schon zu Zeiten des Luis Figo-Wechsels im Jahr 2000.
Barca versuchte schnell den Fehler zu beheben und setzte einen neuen Vertrag auf, da Messi bereits zu einem Idol im Camp Nou aufgestiegen war. Während Messi den Klub zu einer Vielzahl an Titeln führte, dabei Rekorde brach und vier Mal Weltfußballer wurde, verewigte sich Ronaldo mit herausragenden Leistungen und einer beeindruckendem Torquote bei den „Königlichen“.
Messi trifft am Dienstag im Clasico auf Ronaldo und alle erwarten herausragende Leistungen der beiden Superstars. Barcelonas Spiel hängt an Messi, während Ronaldo als Kapitän Reals auflaufen könnte, da Iker Casillas verletzt ausfällt. Aus dem Gedankenspiel, wie beide Karrieren bei den jeweils anderen Vereinen verlaufen wären, hätte Realität werden können. Doch die sportlichen Leistungen lassen insbesondere bei den Fans keinen Zweifel daran, dass die beiden prägensten Fußballer dieser Zeit, beim richtigen Verein gelandet sind.
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