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Kein Leckerbissen, zwei unterschiedliche Halbzeiten, ein Tor hüben, dann eins drüben: Die Stimmungslage bei den Gastgebern war nach der geglückten Rückkehr gelöster als beim BVB.

Mönchengladbach. Es war eines dieser Spiele, von denen man seinen Enkeln nicht zwingend erzählen muss: Bei leichtem Schneefall wirkte Borussia Dortmund etwas eingefroren, nicht so flüssig wie sonst liefen die Kombinationen, nicht zwingend die Chancen, trotzdem hatte man die zu Beginn höchst defensiven Gastgeber von Borussia Mönchengladbach im Griff.

Ter Stegen: War klarer Elfer

Es brauchte dann nach einer halben Stunde einen tollen Pass von Reus (der sonst an alter Wirkungsstätte blass blieb) auf den „falschen Neuner“ Götze – der drang in den Sechzehner ein und wurde von ter Stegen zu Fall gebracht  - klare Sache, fand auch der Schuldige: „Das war auf jeden Fall ein berechtigter Elfmeter, man versucht vielleicht, den Schiedsrichter noch umzustimmen, aber er lag komplett richtig, er hat die Situation richtig gesehen“, ließ der Keeper später keine Zweifel an der Entscheidung des Unparteiischen Perl.

Götze selbst verwandelte sicher, Dortmund nahm das 1:0 mit in die Halbzeitpause – und wollte sicher nicht zurückschalten, verwalten, gar in den Verdacht geraten, sich für den Pokalkracher gegen Bayern am Mittwoch zu schonen – doch genau das trat ein: Schlendrian im BVB-Spiel.



BVB lässt Zügel schleifen – Eberl: „Punkt verdient“

Fortan kam die bis dato vollkommen harmlose Borussia aus Gladbach besser ins Spiel, erhielt etwas mehr Zugriff im Mittelfeld, beim BVB, der Hummels nach einem Schlag auf den Oberschenkel zur Pause ersetzen musste, lief nicht mehr viel zusammen, der Innenverteidiger blickte nach Abpfiff noch optimistisch auf Mittwoch („Keine größere Sache“), später am Abend sah das Ganze dann deutlich unsicherer aus. Gladbach indes nutzte einen schnellen Konter und konnte in der 67. Minute in Person des emsigen und erst 19-jährigen Amin Younes ausgleichen, der in der ersten Elf debütierte.

Fohlen-Sportdirektor Max Eberl freute sich besonders für den Torschützen: „Ich sitze ganz oft vor dem Fernseher und denke: 'Das gibt es nur im Fußball', und genau das kann man beim Amin jetzt auch sagen.“ Darüber hinaus war der Punktgewinn aus seiner Sicht absolut berechtigt: „Ich denke, in der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft sich richtig reingekämpft in das Spiel, Chancen erarbeitet und aus meiner Sicht völlig verdient das Spiel mit 1:1 beendet.“  



Zorc weiß es

Michael Zorc, sein Pendant auf der anderen Seite, wusste, was schief gelaufen war: „Wir haben bis zur 60. Minute das Spiel komplett beherrscht und kontrolliert und hätten eigentlich auch höher führen können. Danach ist ein leichter Bruch reingekommen, auch im Mittelfeld haben wir nicht mehr so viele Bälle gewonnen, wie uns das vorher gelungen ist. Und wenn eine Mannschaft so defensiv im eigenen Stadion agiert, dann kriegen sie halt zwei, drei Chancen, und dann haben sie eine letztendlich auch genutzt.“

„Das ist in Ordnung“

Am Ende hatten beide noch die Gelegenheit auf den Dreier, doch erst Mlapa für Gladbach, dann Kehl völlig frei am Fünfer ließen sich diese Chancen entgehen. Trotzdem war es natürlich eher für den BVB ein gefühlter Punktverlust plus Ärger über eine nicht wirklich gelungene Pokal-Generalprobe, während die Gladbacher nicht unglücklich wirkten. Eberl formulierte geradezu präsidial: „Ein wichtiger Schritt in einer wichtigen Zeit“, während ter Stegen nüchtern subsumierte: „Gegen Dortmund ein Punkt zuhause, das ist in Ordnung.“

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